Zwickauer Modell

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Triebwagen der Vogtlandbahn in der Zwickauer Innenstadt (2005)
Kombibahnsteig für Vogtland- und Straßenbahn im Stadtzentrum

Als Zwickauer Modell wird ein Pilotprojekt zur Verknüpfung von Straßenbahn und Eisenbahn bezeichnet, bei dem nach Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) zugelassene und nur geringfügig an die Besonderheiten der Straßenbahn angepasste Schienenfahrzeuge auf Straßenbahngleise übergehen können. Einzige Strecke ist bislang eine Verbindung in der namensgebenden sächsischen Stadt Zwickau, wo Fahrzeuge der Vogtlandbahn auf einem Dreischienengleis der Straßenbahn Zwickau verkehren.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Strecke vom Zwickauer Hauptbahnhof ins Zentrum von Zwickau wurde am 28. Mai 1999 eröffnet. Zwischen Zwickau Hauptbahnhof und Zwickau Stadthalle wird die Trasse der stillgelegten Reinsdorfer Industriebahn genutzt, der restliche Abschnitt bis in die Innenstadt wurde komplett neugebaut, sodass die normalspurige Vogtlandbahn gemeinsam mit der meterspurigen Zwickauer Straßenbahn zwischen Zwickau Stadthalle und Zwickau Zentrum ein Dreischienengleis befahren kann.

Anders als bei herkömmlichen Tram-Trains nach dem Karlsruher Modell wurde in Zwickau die Strecke so ausgelegt, dass geringfügig adaptierte Vollbahn-Fahrzeuge zum Einsatz kommen können. Die Vogtlandbahn setzt RegioSprinter ein, die speziell nach den Vorgaben der Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung umgerüstet wurden. So wurden sie beispielsweise mit Fahrtrichtungsanzeigern, Klingeln und Transpondern für die Weichenbedienung ausgestattet. Bei der Straßenbahn verkehren die Typen Tatra KT4D und GT6M.

Weblinks[Bearbeiten]