„Rudi Assauer“ – Versionsunterschied

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'''Rudi Assauer''' (* [[30. April]] [[1944]] in [[Sulzbach/Saar|Sulzbach-Altenwald]]; bürgerlich ''Rudolf Assauer'') ist ein ehemaliger deutscher Fußballfunktionär und -profi. Sein Markenzeichen ist sein starker Zigarrenkonsum, der ihm auch den Spitznamen „Stumpen-Rudi“ einbrachte.
'''Rudi Assauer''' (* [[30. April]] [[1944]] in [[Sulzbach/Saar|Sulzbach-Altenwald]]; bürgerlich ''Rudolf Assauer'') ist ein ehemaliger deutscher Fußballfunktionär und -profi. Sein Markenzeichen ist sein starker Zigarrenkonsum, der ihm auch den Spitznamen „Stumpen-Rudi“ einbrachte.


==Karriere==
== Karriere ==
=== Fußballprofi ===
Geboren im [[Saarland]], wuchs Assauer im [[Westfalen|westfälischen]] [[Herten]] auf. Zwischen 1964 und 1976 bestritt er 307 [[Fußball-Bundesliga|Bundesliga]]spiele für [[Borussia Dortmund]] und [[Werder Bremen]]. 1966 gewann er mit Dortmund den [[Europapokal der Pokalsieger (Fußball)|Europapokal der Pokalsieger]]. Von 1976 bis 1981 war er bei Werder Bremen als Manager tätig, vom 15. Mai 1981 bis zum 4. Dezember 1986 dann zum ersten Mal beim [[FC Schalke 04]]. Diese erste Amtszeit bei Schalke endete mit seiner Entlassung. Nach vierjähriger Berufstätigkeit im Immobilienbereich in [[Bremen]] wurde er 1990 Manager des damaligen Zweitligisten [[VfB Oldenburg]]. Am 1. April 1993 wurde er zum zweiten Mal Schalke-Manager. Während seiner zweiten Amtszeit stellte sich bald sportlicher und finanzieller Erfolg ein, so gewann der Verein 1997 den [[UEFA-Cup]] sowie 2001 und 2002 den [[DFB-Pokal]]. Sein größter Erfolg als Manager war der Bau eines modernen neuen [[Stadion]]s [[Veltins-Arena|(Veltins-Arena)]]. [[Bild:Schalke DFBpokal schief1.jpg|right|thumb|Nach dem DFB-Pokalsieg 2002 fiel Assauer der Pokal aus der Hand. Die Reparaturkosten trug er selbst.]]
Rudi Assauer wuchs im [[Westfalen|westfälischen]] [[Herten]] auf. Zwischen 1964 und 1976 bestritt er 307 [[Fußball-Bundesliga|Bundesliga]]spiele für [[Borussia Dortmund]] und [[Werder Bremen]]. 1966 gewann er mit Dortmund den [[Europapokal der Pokalsieger (Fußball)|Europapokal der Pokalsieger]].

=== Fußballmanager ===
In den Jahren 1976 bis 1981 war er bei Werder Bremen als Manager tätig, vom 15. Mai 1981 bis zum 4. Dezember 1986 dann zum ersten Mal beim [[FC Schalke 04]]. Diese erste Amtszeit bei Schalke endete mit seiner Entlassung. Nach vierjähriger Berufstätigkeit im Immobilienbereich in [[Bremen]] wurde er 1990 Manager des damaligen Zweitligisten [[VfB Oldenburg]]. Am 1. April 1993 wurde er zum zweiten Mal Schalke-Manager. Während seiner zweiten Amtszeit stellte sich bald sportlicher und finanzieller Erfolg ein, so gewann der Verein 1997 den [[UEFA-Cup]] sowie 2001 und 2002 den [[DFB-Pokal]]. Sein größter Erfolg als Manager war der Bau eines modernen neuen [[Stadion]]s [[Veltins-Arena|(Veltins-Arena)]]. [[Bild:Schalke DFBpokal schief1.jpg|right|thumb|Nach dem DFB-Pokalsieg 2002 fiel Assauer der Pokal aus der Hand. Die Reparaturkosten trug er selbst.]]


Ab 1. August 2006 sollte Assauer das Amt des 1. Vorsitzenden im Vorstand (auch Vereinspräsident genannt) bekleiden. Am 17. Mai 2006 trat Assauer von seiner Position als Manager zurück, nachdem der [[Aufsichtsrat]] des Vereins ihn zuvor satzungsgemäß zur Sitzung mit dem [[Tagesordnungspunkt|TOP]] „Abberufung“ eingeladen hatte. Assauer ist durch seinen Rücktritt der satzungsgemäßen Gelegenheit zur Aussprache mit dem Aufsichtsrat vor einer Beschlussfassung über seine Abberufung zuvorgekommen.<!--hä?-->
Ab 1. August 2006 sollte Assauer das Amt des 1. Vorsitzenden im Vorstand (auch Vereinspräsident genannt) bekleiden. Am 17. Mai 2006 trat Assauer von seiner Position als Manager zurück, nachdem der [[Aufsichtsrat]] des Vereins ihn zuvor satzungsgemäß zur Sitzung mit dem [[Tagesordnungspunkt|TOP]] „Abberufung“ eingeladen hatte. Assauer ist durch seinen Rücktritt der satzungsgemäßen Gelegenheit zur Aussprache mit dem Aufsichtsrat vor einer Beschlussfassung über seine Abberufung zuvorgekommen.<!--hä?-->


== Sonstiges ==
Am 2. Februar 2006 erhielt Assauer gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin [[Simone Thomalla]] den Fernsehpreis „[[Goldene Kamera]]“ in der Kategorie ''Bester Werbespot mit Prominenten'' für den Spot „Überraschung“ der [[Veltins]]-Brauerei.
[[Doppelpass (Fernsehsendung)|Doppelpass-Moderator]] [[Jörg Wontorra]] warf [[Rudi Assauer]] mit verbalen Andeutungen am 18.&nbsp;September 2005 [[Alkoholismus]] vor. Wontorra erklärte im Zusammenhang mit einem in der Sendung eingespielten Statement Assauers: "Wenn man da so ein bisschen auf den Zungenschlag hört, die ''[[Bild (Zeitung)|Bild]]'' würde da sehr doppeldeutig titeln: 'Assauer voll dabei'. Das ist vielleicht auch noch ein ganz kleines Problem, das man besprechen sollte."<ref>[http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,375264,00.html Wontorra beleidigt Assauer] [[Spiegel Online]], 18. September 2005</ref> Das DSF entschuldigte sich umgehend schriftlich bei Assauer und mahnte Wontorra ab. Dieser bat den Manager zweimal um Verzeihung und begründete seine Aussagen mit einem [[Aussetzer|Blackout]].

Im ersten Veltins-Werbespot mit seiner Lebensgefährtin [[Simone Thomalla]] persifliert Assauer („Hol' ma' Bier!“ - „Keins mehr da!“) das ihm nachgesagte [[Macho]]-Image; am 2. Februar 2006 erhielten er und Thomalla den Fernsehpreis „[[Goldene Kamera]]“ in der Kategorie ''Bester Werbespot mit Prominenten'' für den Spot „Überraschung“ der [[Veltins]]-Brauerei.


== Persönlichkeit ==
== Nachweise ==
<references/>
Trotz aller Eitelkeiten besitzt Assauer die Fähigkeit, über sich selbst lachen zu können. Im ersten Veltins-Werbespot mit [[Simone Thomalla]] („Hol' ma' Bier!“ - „Keins mehr da!“) persifliert Assauer das ihm nachgesagte [[Macho]]-Image. Auch seine trocken und sarkastisch vorgetragenen Bemerkungen zu allem, was mit Fußball zu tun hat (siehe [[#Weblinks|Wikiquote]]), sind Merkmale seines Humors und seiner Selbstironie.


== Weblinks ==
== Weblinks ==

Version vom 21. November 2007, 22:44 Uhr

Rudi Assauer im Mai 2002

Rudi Assauer (* 30. April 1944 in Sulzbach-Altenwald; bürgerlich Rudolf Assauer) ist ein ehemaliger deutscher Fußballfunktionär und -profi. Sein Markenzeichen ist sein starker Zigarrenkonsum, der ihm auch den Spitznamen „Stumpen-Rudi“ einbrachte.

Karriere

Fußballprofi

Rudi Assauer wuchs im westfälischen Herten auf. Zwischen 1964 und 1976 bestritt er 307 Bundesligaspiele für Borussia Dortmund und Werder Bremen. 1966 gewann er mit Dortmund den Europapokal der Pokalsieger.

Fußballmanager

In den Jahren 1976 bis 1981 war er bei Werder Bremen als Manager tätig, vom 15. Mai 1981 bis zum 4. Dezember 1986 dann zum ersten Mal beim FC Schalke 04. Diese erste Amtszeit bei Schalke endete mit seiner Entlassung. Nach vierjähriger Berufstätigkeit im Immobilienbereich in Bremen wurde er 1990 Manager des damaligen Zweitligisten VfB Oldenburg. Am 1. April 1993 wurde er zum zweiten Mal Schalke-Manager. Während seiner zweiten Amtszeit stellte sich bald sportlicher und finanzieller Erfolg ein, so gewann der Verein 1997 den UEFA-Cup sowie 2001 und 2002 den DFB-Pokal. Sein größter Erfolg als Manager war der Bau eines modernen neuen Stadions (Veltins-Arena).

Datei:Schalke DFBpokal schief1.jpg
Nach dem DFB-Pokalsieg 2002 fiel Assauer der Pokal aus der Hand. Die Reparaturkosten trug er selbst.

Ab 1. August 2006 sollte Assauer das Amt des 1. Vorsitzenden im Vorstand (auch Vereinspräsident genannt) bekleiden. Am 17. Mai 2006 trat Assauer von seiner Position als Manager zurück, nachdem der Aufsichtsrat des Vereins ihn zuvor satzungsgemäß zur Sitzung mit dem TOP „Abberufung“ eingeladen hatte. Assauer ist durch seinen Rücktritt der satzungsgemäßen Gelegenheit zur Aussprache mit dem Aufsichtsrat vor einer Beschlussfassung über seine Abberufung zuvorgekommen.

Sonstiges

Doppelpass-Moderator Jörg Wontorra warf Rudi Assauer mit verbalen Andeutungen am 18. September 2005 Alkoholismus vor. Wontorra erklärte im Zusammenhang mit einem in der Sendung eingespielten Statement Assauers: "Wenn man da so ein bisschen auf den Zungenschlag hört, die Bild würde da sehr doppeldeutig titeln: 'Assauer voll dabei'. Das ist vielleicht auch noch ein ganz kleines Problem, das man besprechen sollte."[1] Das DSF entschuldigte sich umgehend schriftlich bei Assauer und mahnte Wontorra ab. Dieser bat den Manager zweimal um Verzeihung und begründete seine Aussagen mit einem Blackout.

Im ersten Veltins-Werbespot mit seiner Lebensgefährtin Simone Thomalla persifliert Assauer („Hol' ma' Bier!“ - „Keins mehr da!“) das ihm nachgesagte Macho-Image; am 2. Februar 2006 erhielten er und Thomalla den Fernsehpreis „Goldene Kamera“ in der Kategorie Bester Werbespot mit Prominenten für den Spot „Überraschung“ der Veltins-Brauerei.

Nachweise

  1. Wontorra beleidigt Assauer Spiegel Online, 18. September 2005

Weblinks

 Wikinews: Rudi Assauer – in den Nachrichten