Jörg Wontorra

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Jörg Wontorra (2012)

Jörg Wontorra (* 29. November 1948 in Lübeck) ist ein deutscher Fernsehmoderator und Fernsehproduzent.

Moderator im Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur am Lübecker Johanneum und einem Studium der Rechtswissenschaft, das er nach dem 1. Examen abbrach, begann Wontorra ein Volontariat und anschließend seine Laufbahn als Sportjournalist beim NDR. Von 1982 bis 1992 war er Sportchef von Radio Bremen, von 1984 bis 1992 Moderator der ARD-Sportschau. 1992 wechselte er zu Sat.1, wo er neben der Fußballsendung ran – Sat.1 Bundesliga unter anderem auch die Sendung Bitte melde dich! moderierte, in der vermisste Personen gesucht wurden.

Von 1996 bis 1997 war Wontorra Gastgeber der DSF-Sendung Victor. Von 2003 bis 2006 war er für Sat.1 als Kommentator der Champions League im Einsatz.

Vom 7. März 2004 bis 31. Mai 2015 moderierte er die Sport1-Fußball-Talkshow Doppelpass. In dieser Funktion warf er Rudi Assauer mit verbalen Andeutungen am 18. September 2005 Alkoholismus vor. Wontorra erklärte im Zusammenhang mit einer in der Sendung eingespielten Stellungnahme Assauers: „Wenn man da so ein bisschen auf den Zungenschlag hört, die Bild würde da sehr doppeldeutig titeln: ‚Assauer voll dabei.‘ Das ist vielleicht auch noch ein ganz kleines Problem, das man besprechen sollte.“[1] Das DSF entschuldigte sich umgehend schriftlich bei Assauer und mahnte Wontorra ab.

Seit September 2017 moderiert er "Wontorra- der Fußball-Talk" auf Sky[2].

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wontorras erste Ehe (Claudia) hielt von 1976 bis 1986, die zweite (Ariane) von 1988 bis 2003, die Trennung von seiner dritten Frau Heike Hinzkowski (Heirat 2012[3]) erfolgte 2016.[4] Sein Sohn Marcel und seine Tochter, die Fernsehmoderatorin Laura Wontorra, entstammen der zweiten Ehe.[5][6]

Produzent[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1992 stieg Wontorra in Frank Elstners Produktionsfirma Elstnertainment in Luxemburg ein und sammelte so erste Erfahrungen als Produzent. Seit 2005 besitzt er eine Firma, die Kurse und Seminare für Manager anbietet.

Tätigkeit bei Werder Bremen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1999 bis 2003 saß Wontorra im Aufsichtsrat des Bundesligisten Werder Bremen. Nachdem der zuständige Wahlausschuss ihn bei der Neuwahl des Aufsichtsrats nur noch als Ersatzmitglied nominiert hatte, zog Wontorra seine Kandidatur zurück.

Während seiner Zeit bei Werder Bremen betreute der ehemalige Handballer eine Zeit lang das 2. Handball-Frauenteam.

Im April 2012 geriet Wontorra dann erneut in Zusammenhang mit Werder in die Schlagzeilen, nachdem er den Verein öffentlich kritisiert hatte.[7]

Soziales Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2003 gründete Wontorra die gemeinnützige Hansestiftung. Diese unterstützt in den „klassischen“ Hansestädten Bremen, Hamburg und Lübeck Projekte mit den drei Schwerpunkten: Bildung, Erziehung, Jugendhilfe. Sie will über die Förderung von schulischen und außerschulischen Maßnahmen für Kinder und Jugendliche Alternativen zur passiven Mediengesellschaft bieten und Kreativität, Teamgeist und Engagement fördern.[8]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Halbzeit mit Helden. Geschichten, die der Fußball schreibt. Econ, Düsseldorf 1997, zuletzt Econ-und-List-Taschenbuch-Verlag, München 1999. Bitte melde Dich, das Buch zur Sendung

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wontorra beleidigt Assauer. In: Spiegel Online, 18. September 2005
  2. Wontorra-der Fußball Talk. , 10. Dezember 2017
  3. Er sagte zum dritten mal „Ja“. In: bild.de
  4. Seine dritte Ehe scheitert nach drei Jahren. In: bild.de
  5. Jörg Wontorra: "Ich brauche eine Frau, die erfolgreich ist, aber in mir auch den Ententeich sucht". In: presseportal.de
  6. Jörg Wontorra: Die Hochzeit wird eine Überraschung. In: internet-intelligenz.de
  7. Werder braucht frische Impulse von außen. In: weser-kurier.de
  8. Über uns. In: hanse-stiftung-joerg-wontorra-de