Ärztekammer Berlin

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Ärztekammer Berlin
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Kammer
Organisationsform Körperschaft des öffentlichen Rechts
Gründungsjahr 1961 [1]
Sitz Berlin
Homepage www.aerztekammer-berlin.de
Präsident Günther Jonitz[2]
Hauptgeschäftsführer Michael Hahn[3]
Mitglieder
Zugehörige 31.300[4]
Vollversammlung 46
Präsidium 1 Präsident + 1 Vizepräsident + 9 Beisitzer
Kennzahlen
Geschäftsführeranzahl 1
Mitarbeiteranzahl 110[4]

Die Ärztekammer Berlin ist die Ärztekammer für das Bundesland Berlin. Sie vertritt als berufsständische Organisation die Belange von ca. 31.300 Ärzten in Berlin.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ärztekammer Berlin vertritt die Belange der ca. 31.300 Ärzte in Berlin. Sie organisiert die ärztliche Fort- und Weiterbildung und überwacht die Ausbildung von Arzthelferinnen und Medizinischen Fachangestellten. Neben der berufsrechtlichen Aufsicht und Beratung von Ärzten vertritt sie die Berliner Ärzteschaft in berufs- und gesundheitspolitischen Fragen. Mit der Berliner Ärzteversorgung betreibt sie das berufsständische Versorgungswerk. Es wird eine eigene Ethikkommission zur Begutachtung und Überwachung von Forschungsvorhaben am Menschen betrieben. Die Berliner Ärztekammer gibt die monatlich erscheinende Mitgliederzeitschrift Berliner Ärzte heraus.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch königliche Verordnung wurde 1887 die Ärztekammer für die Provinz Brandenburg und die Stadtgemeinde Berlin gegründet.[1] Diese beschränkte ihre Tätigkeit zunächst auf interkollegialen Austausch und Beratung von Ärzten in Fragen der Berufsausübung sowie des allgemeinen Gesundheitswesens. Im Auftrag der preußischen Regierung wurde eine ärztliche Standesordnung erstellt. AB 1900 erhielt die Ärztekammer die Erlaubnis für zu ihrer Finanzierung Beiträge zu erheben. Gleichzeitig wurde eine Berufsgerichtsbarkeit bei Verstößen gegen das Standesrecht eingeführt.[1] 1926 wurden die preußischen Ärztekammern in Körperschaften öffentlichen Rechts umgewandelt. Die Mitgliedschaft wurde für Ärzte verpflichtend.[1] Durch die Gleichschaltung der Ärztekammern in der Reichsärztekammer 1936 wurde die Ärztekammer für die Provinz Brandenburg und die Stadtgemeinde Berlin aufgelöst. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Neugründung aufgrund des Sonderstatus von Berlin verhältnismäßig spät. Während in Westdeutschland die Landesärztekammern noch während der 1940er Jahre neu gegründet wurden, trat in West-Berlin ein entsprechendes Gesetz erst 1961 in Kraft.[1] Nach der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 wurden die Ärzte aus dem Ostteil Berlins in die Ärztekammer Berlin aufgenommen.[1]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Ärztekammer Berlin sind die 31.300 Berliner Ärzte Pflichtmitglieder. Diese wählen die Mitglieder der 46-köpfigen Delegiertenversammlung. Die Delegiertenversammlung stellt das Parlament der Ärztekammer dar.[4] Aus ihren Reihen wählen die Delegierten einen Vorstand. Dieser besteht aus dem Kammerpräsidenten, einem Stellvertretenden Präsidenten sowie 9 weiteren Vorstandsmitgliedern. Darüber hinaus gibt es 24 Arbeitsausschüsse, die Entscheidungen und Empfehlungen der Delegiertenversammlung vorbereiten.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ärztekammer Berlin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Woher wir kommen. Ärztekammer Berlin, abgerufen am 3. August 2017.
  2. Der Vorstand der Ärztekammer Berlin. Ärztekammer Berlin, abgerufen am 3. August 2017.
  3. Die Geschäftsführung der Ärztekammer Berlin. Ärztekammer Berlin, abgerufen am 3. August 2017.
  4. a b c d So funktioniert die Ärztekammer Berlin. Ärztekammer Berlin, abgerufen am 3. August 2017.
  5. Berliner Ärzte. Ärztekammer Berlin, abgerufen am 3. August 2017.