Élie de Rothschild

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Élie de Rothschild 1994

Baron Élie Robert de Rothschild (* 29. Mai 1917 in Paris; † 6. August 2007 in Scharnitz, Tirol) war ein französischer Bankier, Winzer und Mitglied der Rothschild-Dynastie.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Élie de Rothschild war der Sohn von Baron Robert Philippe de Rothschild (1880–1946) und Gabrielle Beer (1886–1945). Er geriet während des Zweiten Weltkriegs in deutsche Kriegsgefangenschaft. Mit seinem Bruder Alain wurde er auf Schloss Colditz interniert. 1945 übernahm er das von deutschen Besatzern zerstörte Château Lafite-Rothschild in Pauillac bei Bordeaux, das er in den folgenden Jahrzehnten wieder aufbaute und zu neuer Blüte führte. Mitte der 1970er Jahre übergab er die Leitung des Weinguts an seinen Neffen Éric de Rothschild. Daneben galt Élie de Rothschild als großer Kunstsammler, der insbesondere die Werke Rembrandts, Thomas Gainsboroughs, Jean Dubuffets und Picassos schätzte.

An der Rothschild-Bank war er mit einem Anteil von 25 Prozent beteiligt. Die ehemalige Eisenbahngesellschaft Paris-Lyon-Marseille wandelte er in einen Reisekonzern mit Hotels und Restaurants um. Rothschild erlag einem Sekundenherztod in seinem Jagdhaus nahe Scharnitz bei Innsbruck, wo er einer der größten Jagdpächter war. Seit 1942 war Élie de Rothschild mit der Baronin Liliane Fould-Springer verheiratet; aus der Verbindung gingen drei Kinder hervor, der Sohn Nathaniel, die beiden Töchter Elisabeth und Nelly, die ihrerseits fünf Kinder haben.

Zitat[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Nécrologie: Élie de Rothschild, Le Point, 7. August 2007

Weblinks[Bearbeiten]