(2222) Lermontov

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Asteroid
(2222) Lermontov
Eigenschaften des Orbits (Animation)
Epoche: 16. Februar 2017 (JD 2.457.800,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtelasteroid
Asteroidenfamilie Themis-Familie
Große Halbachse 3,1220 AE
Exzentrizität 0,1656
Perihel – Aphel 2,6050 AE – 3,6389 AE
Neigung der Bahnebene 2,5737°
Länge des aufsteigenden Knotens 94,9099°
Argument der Periapsis 337,0715°
Siderische Umlaufzeit 5,52 a
Mittlere Orbitalgeschwindigkeit 16,88 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 29,644 (±0,145) km
Albedo 0,070 (±0,009)
Rotationsperiode 4,344 (±0,0008) h
Absolute Helligkeit 11,3 mag
Geschichte
Entdecker Nikolai Tschernych
Datum der Entdeckung 19. September 1977
Andere Bezeichnung 1977 ST1, 1933 UO, 1940 AG, 1951 AD1, 1961 XN, 1966 UR, 1972 YH1, 1973 AS2, 1974 FA, 1974 HM1, 1976 OM
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten von JPL Small-Body Database Browser. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

(2222) Lermontov ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der von dem sowjetischen Astronomen Nikolai Tschernych am 19. September 1977 am Krim-Observatorium in Nautschnyj (IAU-Code 095) entdeckt wurde.

Sichtungen des Asteroiden hatte es vorher schon einige gegeben, zum Beispiel im Jahre 1933 unter der vorläufigen Bezeichnung 1933 UO an der Königlichen Sternwarte von Belgien in Uccle, am 13. Januar 1940 (1940 AG) am Konkoly-Observatorium in Budapest, am 5. Januar 1951 (1951 AD) am McDonald-Observatorium in Texas, am 6. Dezember 1961 (1961 XN) am Goethe-Link-Observatorium in Indiana, am 30. Dezember 1972 (1972 YH1) und 2. Februar 1973 (1973 AS2) sowie 27. Juli 1976 (1976 OM) am Krim-Observatorium in Nautschnyj.[1]

Der mittlere Durchmesser von (2222) Lermontov beträgt knapp 30 km, die Albedo von 0,070 (±0,009) lässt auf eine dunkle Oberfläche schließen.

Der Asteroid gehört der Themis-Familie an, einer Gruppe von Asteroiden, die nach (24) Themis benannt wurde.[2]

Die Rotationsperiode wurde von Maurice Clark bei Beobachtungen vom 23. bis 25. Dezember 2005 am Rosemary Hill Observatory in Florida bestimmt. Er kam auf einen Wert von 4,344 h (± 0,0008).[3]

(2222) Lermontov wurde am 1. März 1981 nach dem russischen Dichter Michail Lermontow (1814–1841) benannt, der neben Alexander Puschkin und Fjodor Tjuttschew in der russischen Literatur einer der bedeutendsten Vertreter der Romantik war. Nach Puschkin wurde gleichzeitig der Asteroid (2208) Pushkin benannt, nach Tjuttschew 1999 der Asteroid (9927) Tyutchev. Nach Lermontov war schon 1976 ein Einschlagkrater auf der nördlichen Hemisphäre des Planeten Merkur benannt worden: Merkurkrater Lermontov.[4]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Observationen von (2222) Lermontov auf minorplanetcenter.net (englisch)
  2. Die Familienzugehörigkeit von (2222) Lermontov in der Datenbank AstDyS-2 (englisch)
  3. LIGHTCURVE RESULTS FOR 1318 NERINA, 2222 LERMONTOV, 3015 CANDY, 3089 OUJIANQAN, 3155 LEE, 6410 FUJIWARA, 6500 KODAIRA, (8290) 1992 NP, 9566 RYKHLOVA, (42923) 1999 SR18, AND 2001 FY. Minor Planet Bulletin 34-1, 2007, S. 19f (englisch; PDF, 2,4 MB)
  4. (2222) Lermontov im Gazetteer of Planetary Nomenclature der IAU (WGPSN) / USGS