(31) Euphrosyne

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Asteroid
(31) Euphrosyne
Eigenschaften des Orbits (Animation)
Orbittyp Hauptgürtelasteroid
Asteroidenfamilie Euphrosyne-Familie
Große Halbachse 3,152 AE
Exzentrizität 0,224
Perihel – Aphel 2,445 AE – 3,859 AE
Neigung der Bahnebene 26,3°
Länge des aufsteigenden Knotens 31,2°
Argument der Periapsis 61,8°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 10. Mai 2012
Siderische Umlaufperiode 5 a 223d
Mittlere Orbital­geschwindigkeit 16,6 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 267 km
Albedo 0,05
Rotationsperiode 5,5 h
Absolute Helligkeit 6,7 mag
Spektralklasse
(nach Tholen)
C
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Cb
Geschichte
Entdecker James Ferguson
Datum der Entdeckung 1. September 1854
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten von JPL Small-Body Database Browser. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

(31) Euphrosyne ist ein Asteroid des äußeren Asteroiden-Hauptgürtels, der am 1. September 1854 von James Ferguson, vom Naval-Observatorium in Washington, D.C. aus, entdeckt wurde.

Benannt wurde der Himmelskörper nach Euphrosyne, einer der drei Chariten (Grazien) der griechischen Mythologie.

Mit einem Durchmesser von 256 km ist Euphrosyne einer der größten Asteroiden des Hauptgürtels. Der Asteroid besitzt eine dunkle kohlenstoffhaltige Oberfläche mit einer Albedo von 0,05. In rund 5,5 Stunden rotiert er um die eigene Achse.

Euphrosyne ist der Namensvetter einer komplexen Familie von etwa zweitausend Asteroiden, die ähnliche spektrale Eigenschaften und Bahnelemente aufweisen. Man nimmt an, dass sie durch eine Kollision vor etwa 280 Millionen Jahren entstanden sind.[1] Alle Mitglieder haben relativ hohe Bahnneigungen.[2]

Im Jahr 2019 wurde ein kleiner Satellit (S/2019 (31) 1 alias Euphrosyne I) entdeckt, der vermutlich durch dasselbe Kollisionsereignis wie die Familie entstanden ist. Vorläufige Bahnberechnungen ergaben eine Orbitalperiode von etwa 1,2 Tagen und eine große Halbachse von 670 km. VLT-Bilder deuten darauf hin, dass der Mond einen Durchmesser von 4 km hat, wenn man annimmt, dass er die gleiche Albedo wie Euphrosyne hat.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bin Yang at al.: Binary asteroid (31) Euphrosyne: Ice-rich and nearly spherical, auf: arXix vom 16. Juli 2020, PDF
  2. Bojan Novaković et al.: Families among high-inclination asteroids, in: Icarus 216 (1), November 2011, S. 69–81, Bibcode:2011Icar..216...69N, doi:10.1016/j.icarus.2011.08.016