0,1 % – Das Imperium der Milliardäre

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung: Aussagen über Inhalt könnten ausgebaut werden. –Meyenn (Diskussion) 22:27, 29. Dez. 2013 (CET)
Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

0,1 % – Das Imperium der Milliardäre ist ein 2012 veröffentlichtes Buch des Soziologen Hans Jürgen Krysmanski. Das Werk setzt sich mit der Finanzelite und ihren Machtstrukturen auseinander. Dabei stellt er die Frage, „wem die Welt gehört, ob es eine global herrschende Klasse gibt und in welchen Eigentumsformen uns heutzutage Kapital gegenübertritt“.[1] Krysmanski zufolge sei in Europa ein „schamloser“ Reichtum entstanden, es finde eine Refeudalisierung statt und die ungleiche Vermögensverteilung berge sozialen Sprengstoff.[2]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Süddeutsche Zeitung stellte fest, dass es „eine vor allem in Krisenzeiten berechtigte, kritische Auseinandersetzung mit dem vielfach fragwürdigen Gebaren einer Elite [ist], die sich selbst nur noch über sehr viel Geld definiert“.[3]

Für die Frankfurter Rundschau ist das Buch „ein fundierter Blick in die Welt des Reichtums“.[4]

Deutschlandradio Kultur stimmte dem Autor in seiner Analyse zu: „Für Krysmanski existiert ‚Richistan‘, das Reich der Superreichen, folglich außerhalb staatlicher und demokratischer Kontrolle. Er diagnostiziert globale ‚Plutokratie‘ und die ‚Refeudalisierung‘ der Gesellschaft. ‚Die Geld-Kanäle selbst werden nach den Plänen der Superreichen gebaut‘.“[2]

Laut dem Rezensenten Marcus Klöckner bei Telepolis liefert Krysmanski „eine Anatomie des Megareichtums dieser Welt. Er entschleiert die teilweise nur schwer zu fassende Macht, die mit diesen enormen Geldwerten verbunden ist, und verdeutlicht so, dass auch in komplexen Systemen und Strukturen, konkret benennbare Akteure am Werke sind“.[5]

Wolfgang Hetzer erklärt auf den Nachdenkseiten: Krysmanski gelingt es, die abstrakten und konkreten Voraussetzungen und Folgen einer obszön ungleichen und damit auch unerträglich ungerechten Vermögens- und Einkommensverteilung mit persönlicher Leidenschaft und wissenschaftlicher Nüchternheit zu beschreiben und zu erklären.[1]

Ausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Rezension: Hans Jürgen Krysmanski, 0, 1 % Das Imperium der Milliardäre. NachDenkSeiten – Die kritische Website. 16. Oktober 2012. Abgerufen am 15. März 2014.
  2. a b Arno Orzessek: Eignet euch die Aneigner an! Hans Jürgen Krysmanski: „0,1 Prozent - Das Imperium der Milliardäre“, Westend Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2012, 240 Seiten. Buchkritik. In: deutschlandfunkkultur.de. 22. November 2012, abgerufen am 22. März 2018.
  3. Süddeutsche Zeitung, 12. Januar 2013
  4. Frankfurter Rundschau, 29. Dezember 2012
  5. Marcus Klöckner: Die Geldelite verselbständigt sich. In: Telepolis. 4. November 2012, abgerufen am 22. März 2018 (Interview mit Krysmanski zum Buch).