1,3-Diaminopropan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Struktur von 1,3-Diaminopropan
Allgemeines
Name 1,3-Diaminopropan
Andere Namen
  • 1,3-Propylendiamin
  • Trimethylendiamin
  • Propan-1,3-diyldiamin
Summenformel C3H10N2
CAS-Nummer 109-76-2
PubChem 428
Kurzbeschreibung

farblose, entzündliche Flüssigkeit mit aminartigem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 74,13 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,88 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−12 °C[1]

Siedepunkt

139,3 °C[1]

Dampfdruck

4,1 hPa (20 °C)[1]

Löslichkeit

mischbar mit Wasser[1]

Brechungsindex

1,4565–1,4585[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 06 – Giftig oder sehr giftig 05 – Ätzend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 226​‐​310​‐​302​‐​314​‐​290
P: 210​‐​260​‐​280​‐​301+330+331​‐​302+352​‐​305+351+338​‐​309+310 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Giftig Ätzend
Giftig Ätzend
(T) (C)
R- und S-Sätze R: 10​‐​22​‐​24​‐​35
S: 23​‐​26​‐​28​‐​36/37/39​‐​45
Toxikologische Daten

311 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[4]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

1,3-Diaminopropan ist eine organische chemische Verbindung aus der Gruppe der aliphatischen Amine. Es ist eine farblose bis gelbliche Flüssigkeit mit aminartigem Geruch und ein Isomer von 1,2-Diaminopropan.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1,3-Diaminopropan wird durch Addition von Ammoniak an Acrylnitril[5] und anschließende Hydrierung hergestellt.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1,3-Diaminopropan dient zur Herstellung u. a. von Textilveredelungsmitteln, Photochemikalien, Härtern für Epoxidharze, Holzschutzmitteln, Arzneistoffen und Pestiziden.[6][5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i Eintrag zu Trimethylendiamin in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 1. Februar 2016 (JavaScript erforderlich).
  2. Eintrag zu 1,3-Diaminopropan bei ChemBlink, abgerufen am 25. Februar 2011.
  3. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  4. Datenblatt 1,3-Diaminopropan (PDF) bei Merck, abgerufen am 21. April 2016.
  5. a b Eintrag zu Propandiamine. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 15. Juni 2014.
  6. Produktdatenblatt bei BASF