36 Ansichten des Pic Saint-Loup

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Filmdaten
Deutscher Titel 36 Ansichten des Pic Saint-Loup
Originaltitel 36 vues du Pic Saint-Loup
Produktionsland Frankreich, Italien
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 2009
Länge 84 Minuten
Stab
Regie Jacques Rivette
Drehbuch Jacques Rivette,
Pascal Bonitzer,
Christine Laurent,
Shirel Amitay
Produktion Roberto Cicutto,
Martine Marignac,
Luigi Musini,
Maurice Tinchant
Musik Pierre Allio
Kamera Irina Lubtchansky
Schnitt Nicole Lubtchansky
Besetzung

36 Ansichten des Pic Saint-Loup ist ein französisch-italienischer Spielfilm aus dem Jahr 2009. Regie führte Jacques Rivette, einer der wichtigsten Vertreter der Nouvelle Vague.

Handlung[Bearbeiten]

Genau einen Tag bevor die Sommertournee startet, stirbt der Eigner eines kleinen Land-Zirkus auf tragische Weise. Um die Saison irgendwie zu retten, wendet sich die Zirkustruppe an seine älteste Tochter, Kate. Sie hat dem Zirkus schon vor 15 Jahren den Rücken gekehrt, umso mehr überrascht es die Artisten, dass sie sich überreden lässt. Am Weg zum von ihr ungeliebten Zirkus trifft sie auf Vittorio, der ihr bei einer Autopanne hilft. Fasziniert von Kate, folgt er dem Zirkus und beginnt sich in den Alltag der Artisten einzuleben. Er macht sogar bei einer Zirkusnummer mit. Doch was ihn wirklich an den Zirkus fesselt, ist, Kates Geheimnis zu erfahren: Weshalb hat sie den Zirkus vor Jahren verlassen, um jetzt doch nach dem Tod ihres Vaters zurückzukehren?

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Dreharbeiten fanden in Pic Saint-Loup sowie in den Cinecittà-Studios in Rom statt.

Der Film wurde erstmals im Rahmen des Wettbewerbs bei den 66. Filmfestspielen von Venedig und in der Folge auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt, so auch am 26. Oktober 2009 auf der Viennale und am 1. Juli 2010 beim Filmfest München.

Kritik[Bearbeiten]

Cristina Nord schrieb in der taz, Jacques Rivettes Film sei „ein kleiner Film, ein wenig altmodisch wie der Wanderzirkus, aber gerade darin rund“. Rivette habe den Film „ohne große Emphase und Dramatik, dafür mit mildem Humor und einer Vorliebe für theatralische Auflösungen in Szene“ gesetzt.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Nach der Teilnahme am Wettbewerb um den Goldenen Löwen bei den 66. Filmfestspielen von Venedig folgte 2010 eine Nominierung für Sergio Castellitto als Bester Hauptdarsteller für den Nastro d’Argento.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cristina Nord: Im Zirkus des Erzählens. In: taz, 7. September 2009.