Aécio Neves

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Aécio Neves (2014)

Aécio Neves da Cunha (* 10. März 1960 in Belo Horizonte) ist ein brasilianischer Ökonom und Präsident der Partei Partido da Social Democracia Brasileira (PSDB).[1] Neves war zwischen dem 1. Januar 2003 und 31. März 2010 siebzehnter Gouverneur des Bundesstaates Minas Gerais und ist derzeit Senator des Bundessenates im Oberhaus des Nationalkongresses von Brasilien. Er trat als Kandidat seiner Partei bei der Präsidentschaftswahl 2014 an.[2]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er kommt aus einer „Familie der politischen Tradition in Brasilien“. Er ist Enkel und war persönlicher Privatsekretär von Tancredo Neves (1910–1985), einem der prominentesten und beliebtesten Politiker Brasiliens, der als gewählter Präsident noch vor seinem Amtsantritt starb. Aufgewachsen in Belo Horizonte, begleitete Aécio mit zehn Jahren seine Eltern nach Rio de Janeiro. Nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Katholischen Universität von Minas Gerais begann er mit 23 Jahren seine politische Karriere in Brasília mit einem ersten von vier Mandaten als Kongressabgeordneter des Bundesstaates Minas Gerais bis 2002. Neves war von 2001 bis 2002 Präsident der Abgeordnetenkammer sowie Führer der PSDB.

Präsidentschaftskandidat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im ersten Wahlgang zu den Präsidentschaftswahlen erreichte Neves am 5. Oktober 2014 33,6 % der Stimmen, womit er überraschend deutlich vor Marina Silva lag. Damit erreichte er eine Stichwahl gegen die amtierende Präsidentin Dilma Rousseff.[3][4] Die Tatsache, dass Neves als Gouverneur auf dem Grundstück seines Onkels einen mit öffentlichen Geldern finanzierten Flugplatz bauen ließ, war von seinen Gegnern während des Wahlkampfes polemisiert worden.[5] Bei der Stichwahl unterlag er am 26. Oktober 2014 mit 48,4 % der Stimmen gegen 51,6 % für die somit wiedergewählte Rousseff.[6]

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aécio Neves ist in zweiter Ehe mit Letícia Weber aus Rio Grande do Sul verheiratet und hat zwei Töchter. Eine weitere Tochter stammt aus einer ersten Ehe.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Quem é Quem, Webseite der PSDB, aufgerufen 7. Oktober 2014
  2. Spezial Wahlen 2014, Folha de S. Paulo, vom Morgen nach der Wahl am 6. Oktober 2014 (portugiesisch)
  3. Rousseff gegen Neves im zweiten Wahlgang NZZ Online, 6. Oktober 2014.
  4. Wahl in Brasilien – Klassenkampf mit Wasserglas FAZ Online, 6. Oktober 2014.
  5. Zweifache Überraschung bei den Präsidentschaftswahlen in Brasilien Berner Zeitung, 6. Oktober 2014.
  6. Präsidentschaftswahl Brasilien – Gespaltenes Land. FAZ.net, 27. Oktober 2014, abgerufen am 27. Oktober 2014.
  7. Biografie auf der Wahlkampfseite Aécio 45 Presidente Oktober 2014.