Apple File System

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Apple File System (APFS)
Hersteller Apple
Vollständige Bezeichnung Apple File System
Erstveröffentlichung 13. Juni 2016 (macOS Sierra)
Eigenschaften
Forks unterstützt
Transparente Verschlüsselung Ja
Unterstützende Betriebssysteme macOS
iOS
tvOS
WatchOS

Das Apple File System (APFS) ist ein im Juni 2016 von Apple vorgestelltes Dateisystem, das Nachfolger von HFS+ werden soll.

Zuerst war das Dateisystem nur für macOS verfügbar. Der erste offizielle Einsatz von APFS auf Mobilgeräten wurde am 27. März 2017 mit der iOS-Version 10.3 bekanntgegeben.[1] Das Dateisystem ist auch im aktuellen macOS High Sierra implementiert.[2]

Neue Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • APFS ist auf die Verwendung von Flash-Speicher wie SSDs optimiert, kann aber ebenso mit herkömmlichen Festplatten genutzt werden.
  • Space Sharing“ erlaubt mehreren logischen Laufwerken, den Speicherplatz desselben physikalischen Laufwerks gemeinsam zu nutzen. Dabei hat jeder APFS-Container den gesamten verfügbaren Speicher des physikalischen Laufwerks zur Verfügung. Beispiel: Ein APFS-Container mit einer Größe von 100 GB enthält zwei logische Laufwerke: A (10 GB) und B (20 GB belegt). Der freie Platz beider Laufwerke A und B wird mit 70 GB angegeben (100 GB – 10 GB – 20 GB).
  • APFS-Laufwerke können dynamisch in der Größe verändert werden, ohne das Laufwerk neu partitionieren zu müssen.
  • Klone sind sofort verfügbare Kopien von Dateien oder Verzeichnissen, die keinen weiteren Platz benötigen (Copy-On-Write). Beim Klonen wird nur der Verzeichniseintrag einer Datei kopiert. Beim Ändern einer geklonten Datei werden nur die geänderten Blöcke zusätzlich auf das Laufwerk geschrieben. Dadurch kann das Dateisystem verschiedene Versionen einer Datei vorhalten, und sie beansprucht dabei nur wenig zusätzlichen Platz.
  • Schnappschüsse sind nur-lesbare Instanzen eines Dateisystems auf einem Laufwerk. Sie helfen, Datensicherungen effizient anzulegen, und bieten die Möglichkeit, Änderungen auf einen bestimmten Zeitpunkt zurückzusetzen.
  • Fast Directory Sizing“ erlaubt APFS, den Speicherverbrauch einer Verzeichnisstruktur schnell zu berechnen und aktuell zu halten.
  • Atomic Safe-Save“ führt Umbenennungen in einer einzelnen Transaktion so aus, dass aus Nutzerperspektive eine Operation entweder vollständig durchgeführt wurde oder gar nicht geschieht.
  • APFS unterstützt die Verschlüsselung ganzer Volumens, einzelner Dateien und sensibler Metadaten. Es unterstützt folgende Verschlüsselungsmethoden:
    • Single-key-Verschlüsselung
    • Multi-key-Verschlüsselung mit per-file-Schlüsseln für Daten und separatem Schlüssel für sensible Metadaten. Multi-key-Verschlüsselung gewährleistet die Integrität der Benutzerdaten. Selbst wenn jemand die physische Sicherheit des Geräts kompromittierte und sich Zugang zum Geräteschlüssel verschaffte, könnte er die Benutzer-Dateien nicht entschlüsseln. Apple File System benutzt AES-XTS- oder AES-CBC-Verschlüsselungsmodi, abhängig von der Hardware.

Einschränkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand September 2017 gibt es folgende Einschränkungen:[3]

  • APFS kann erst ab iOS 10.3 und macOS High Sierra als Systemlaufwerk verwendet werden.
  • Der Zugriff auf eine Time-Machine-Netzwerkfreigabe ist nur noch über das SMB-Protokoll möglich. Das veraltete AFP wird nicht mehr unterstützt.
  • APFS unterstützt noch kein Fusion Drive.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.heise.de/newsticker/meldung/iOS-10-3-ist-da-Apple-bringt-neues-Dateisystem-APFS-auf-iPhone-und-iPad-3660144.html
  2. Apple stellt HomePod, iOS 11, neues iPad Pro und iMac Pro vor. In: derStandard.at. Abgerufen am 7. Juni 2017.
  3. Apple File System Guide. In: Apple Entwicklerdokumentation, abgerufen am 22. September 2017.
  4. APFS Fusion In: Apple Beta Software-Programm, abgerufen am 22. September 2017.