A Chinese Ghost Story

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Film
Deutscher TitelA Chinese Ghost Story
Originaltitel倩女幽魂
Sien nui yau wan[1]
Produktionsland Hongkong
Originalsprache Kantonesisch
Erscheinungsjahr 1987
Länge 92 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Ching Siu-Tung
Drehbuch Yun Kai-Chi
Produktion Tsui Hark
Claudie Chung Chun
Musik Romeo Diaz
James Wong
Kamera Huang Yongheng
Tom Lau
Sander Lee
Li Jiaogao
Liu Putang
Poon Hang-Sang
Wong Wing-Hung
Schnitt David Wu
Besetzung
  • Leslie Cheung: Ling Choi San
  • Joey Wong: Nip Siu Sin
  • Wu Ma: Yin Chek Hsia
  • Wai Lam: Hsia-hou
  • Siu-Ming Lau: Tree Devil
  • Zhilun Xue: Ching
  • Jing Wong: Jing Wang
  • David Wu: Dawei Hu
  • Ha Huang: Tavernen Besitzer
  • Yau Cheung Yeung: Verkäufer
  • Mei-Yee Sze: Gemälde Verkäufer
  • Kam Cheung : Kam Chiang (Polizist)
Chronologie

Nachfolger →
A Chinese Ghost Story II

A Chinese Ghost StoryVerführung aus dem Reich der Toten[1] (Originaltitel: chinesisch 倩女幽魂, Pinyin Qiànnǚ Yōuhún, Jyutping Sin3neoi5 Jau1wan4 – „Das Geist eines hübschen Mädchens“) ist ein Film über eine Romanze zwischen einem Intellektuellen und dem Gespenst eines hübschen Mädchens. Die Geschichte greift Motive einer Geistergeschichte aus dem berühmten Werk Liaozhai Zhiyi (聊齋志異)[2] von Pu Songling auf.[3]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte spielt im alten China. Der kindlich-naive Schuldeneintreiber Ling Choi San gerät auf einer seiner Wanderungen in ein Unwetter, das sein Schuldbuch zerstört, und steht somit vor den Trümmern seiner Existenz. Nun mittellos geworden, sucht er eine Unterkunft für die Nacht und wird auf den Orchideen-Tempel im nahegelegenen Wald verwiesen.

Dort trifft Ling auf den ehemaligen Marschall Yin Chek Hsia, der sich in den Orchideen-Tempel zurückgezogen hatte, um der Korruption und dem Hass der Menschen zu entfliehen. Doch auch hier findet er keine Ruhe, denn ein anderer Schwertkämpfer ist ihm auf den Fersen, um den Titel „bester Schwertkämpfer“ zu erreichen.

Nach einem Duell trennen sich die beiden auf gutes Zureden von Ling Choi San. Während sich Yin in den Tempel zurückzieht, um zu meditieren, begibt sich sein Kontrahent an den Fluss, um seine Wunden zu reinigen. Dort wird dieser von der schönen Geisterfrau Nip Siu Sin verführt und anschließend ihrer Herrin, einem tausend Jahre alten Baumdämon mit enorm langer Zunge, zum Fraß vorgeworfen.

Yin Chek Hsia kommt zu spät und findet nur noch den ausgetrockneten Leichnam, der plötzlich durch böse Energie wieder zum Leben erwacht und Yin attackiert. Dieser kann ihn jedoch dank seiner spirituellen Kräfte besiegen und endgültig töten.

Währenddessen hat Ling Choi San, gegen den gutgemeinten Rat von Yin, sein Nachtlager im Tempel eingerichtet und versucht, sein Schuldbuch wiederherzustellen. Als Ling die Klänge einer Laute vernimmt, verlässt er den Tempel und trifft am See in einer Pagode die hübsche Nip Siu Sin. Diese versucht, auch Ling zu verführen, doch durch seine naive und auch etwas tollpatschige Art erkennt sie schnell, dass in Ling nur Gutes steckt und verschont ihn.

Am folgenden Abend trifft er sich erneut mit Nip Siu Sin, die ihn bittet sie zu vergessen. Ling Choi San denkt jedoch nicht daran und folgt ihr zu ihrem Haus. Dort erzählt die Baumdämonin Siu Sin, dass sie sie dem dunklen Fürsten verkauft hat, der sie in zwei Tagen heiraten würde. Um gestärkt für den dunklen Fürsten zu sein, braucht die Baumdämonin jedoch noch weitere Menschenopfer und zählt dabei auf Siu Sin. Ling Choi San bekommt von all dem nichts mit, da er sich in Siu Sins Wanne vor der guten Nase der Baumdämonin verstecken muss. Als ihm die Luft ausgeht und seine Tarnung aufzufliegen droht, taucht Siu Sin ins Wasser und küsst ihn. Nachdem die Baumdämonin verschwunden ist, beschwört sie Ling Choi San, nie wieder zu kommen.

Auf seinem Rückweg zum Tempel glaubt Ling Choi San, er würde Siu Sin sehen. In Wahrheit ist es jedoch ihre böse Schwester, die auf Fleischsuche für ihre Herrin ist. Sie attackiert ihn, doch im rechten Moment kommt Yin Chek Hsia vorbei und exorziert den Geist. Ling Choi San, der glaubt, Yin hätte einen Menschen getötet, flieht zum Gerichtshof und bittet um die Verhaftung Yins. Dieser taucht jedoch ebenfalls am Gerichtshof auf und klärt die Sache durch seinen ehemaligen Posten als Marschall, der dem Richter in Erinnerung geblieben ist.

Yin führt Ling Choi San zu der Stelle, wo in der Nacht das Haus der Baumdämonin stand. Dort ist tagsüber nur ein Massengrab unter einem großen Baum. In der Nacht kehrt Siu Sin zu Ling Choi San zurück und gesteht ihm, ein Geist zu sein. Auf einer Wanderung wurde sie von Banditen getötet und von ihrem Vater unter einem Baum begraben. Als jedoch auch ihr Vater starb, war ihre Seele frei, wurde vom Baumdämon versklavt und fortan dazu benutzt, Menschen zu fangen.

Da der Baumdämon spürt, dass Siu Sin keine weiteren Opfer für ihn fangen wird, greift er selbst den Tempel an. Ling Choi San und Siu Sin bleibt nur die Flucht, bis Yin ihnen zu Hilfe eilt und mit seinen taoistischen Kräften den Baumdämon in einem harten Kampf besiegt und für 100 Jahre verbannt.

Ling Choi San verspricht Siu Sins Urne auszugraben und sie fortzubringen, damit sie wiedergeboren werden kann. In einem Rasthaus jedoch wird das Trio vom dunklen Fürsten gefunden und Siu Sin wird in die Geisterwelt gezogen. Yin und Ling stürmen die Geisterwelt. Während sich Yin mit einer Armee von Geistersoldaten und einem General anlegen muss, schafft es Ling Choi San, bis zu Siu Sin vorzudringen. Der dunkle Fürst ist jedoch stärker als Yin und Ling und beide werden von ihm schwer verletzt. Zuletzt ist es Siu Sin, die das Schwert von Yin ergreift, obwohl es gesegnet ist und somit ihr selbst schadet, und den dunklen Fürsten tötet.

Wieder zurück in der Menschenwelt, geht bereits die Sonne auf. Während Ling Bretter vor das Fenster hält, um die Sonne fernzuhalten, kehrt Siu Sin in die Urne zurück, ohne noch einmal in das Gesicht ihrer wahren Liebe blicken zu können. Ling und Yin halten ihr Versprechen und begraben Siu Sins Urne in einer kleinen Zeremonie, so dass sie wiedergeboren werden kann. Die beiden gehen daraufhin getrennte Wege, versprechen jedoch einander zu helfen, sollte einer von ihnen wieder in Schwierigkeiten stecken.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lexikon des internationalen Films: Rasant inszenierte Gespenstergeschichte mit einigen allzu deutlichen Effekten. Die Gesetze der Logik werden auf faszinierende Weise außer Kraft gesetzt, die Ereignisse geschickt in Bewegungen, Farben und Stimmungen aufgelöst.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Festival international du film fantastique d’Avoriaz
  • Spezialpreis der Jury
Fantafestival
  • Beste Regie
Fantasporto
  • International Fantasy Film Award
Hong Kong Film Awards
  • Bestes Szenenbild, Beste Musik, Bester Song

Neuverfilmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Regisseur Wilson Yip veröffentlichte 2011 das Remake A Chinese Ghost Story – Die Dämonenkrieger[4].

Fortsetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit den Fortsetzungen A Chinese Ghost Story II und A Chinese Ghost Story III entstand in den Jahren 1990 und 1991 eine Wuxia-Trilogie in Hongkong. Sie sind stark geprägt durch die Mischung von Stilelementen des Fantasy, buddhistischer bzw. taoistischer Traditionen, des Genre des Horrorfilms und Komödien.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c A Chinese Ghost Story im Lexikon des internationalen Films, abgerufen am 4. August 2009
  2. Liaozhai Zhiyi (chinesisch 聊齋志異 / 聊斋志异, Pinyin Liáozhāi Zhìyì, Jyutping Liu4zaai1 zi3ji6), eine literarische Sammlung von etwa 500 Geschichten vom Autor Pu Songling (1640–1715).
  3. A Chinese Ghost Story (倩女幽魂). In: hkmdb.com. Abgerufen am 28. Juli 2019 (chinesisch, englisch).
  4. A Chinese Ghost Story – Die Dämonenkrieger (倩女幽魂 2011). In: hkmdb.com. Abgerufen am 4. Oktober 2017 (chinesisch, englisch).