Abdelmajid Chetali

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Abdelmajid Chetali
Abdelmajid Chetali 60.png
Personalia
Name Abdelmajid Chetali
Geburtstag 4. Juli 1939
Geburtsort SousseTunesien
Position zentrales Mittelfeld
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1957–1968 Étoile Sportive du Sahel ()
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
1959–1968 Tunesien 70 0(4)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1970–1975 Étoile Sportive du Sahel
1975–1978 Tunesien
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 13. Januar 2016

2 Stand: 13. Januar 2016

Abdelmajid Chetali (arabisch عبد المجيد الشتالي, DMG ʿAbd al-Maǧīd aš-Šatālī; * 4. Juli 1939 in Sousse, Tunesien) ist ein ehemaliger tunesischer Fußballspieler und Fußballtrainer. Er trainierte 1978 die tunesische Fußballnationalmannschaft, die als erste afrikanische Mannschaft ein WM-Endrundenspiel gewinnen konnte.[1]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etoile du Sahel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abdelmajid Chetali stammt aus einer sportlichen Familie. Im Alter von 18 Jahren debütierte er in der ersten Mannschaft der Étoile Sportive du Sahel im Spiel gegen Sfax Railways Sports. Als Spielmacher spielte er in seiner ersten Saison in der Championnat de Tunisie 1956/57 in der Stammformation der Etoile du Sahel.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Nationaltrikot trug Chetali erstmals am 8. März 1959 im Alter von 20 Jahren. Er nahm bei den olympischen Sommerspielen im Jahr 1960 in Rom teil. Dabei verlor die tunesische Mannschaft alle drei Gruppenspiele gegen Polen, Argentinien und Dänemark. Bei der Fußball-Afrikameisterschaft im Jahr 1965 im eignen Land führte er die Mannschaft bis zum Finale gegen Ghana. Trotz seinem Tor in der 47. Minute verlor Tunesien das Spiel in der Verlängerung mit dem Endergebnis 2:3.[2]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etoile du Sahel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem er seine aktive Karriere im Jahr 1968 beendet hatte, studierte er an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Nach seinem Abschluss kehrte Chetali nach Sousse und übernahm einen Trainerjob bei der ersten Mannschaft von Etoile. In fünf Jahren holte er im Jahr 1972 den Championnat de Tunisie (Meistertitel), sowie zweimal den Coupe de Tunisie (Pokal) in den Jahren 1974 und 1975. Zusätzlich holte er im Jahr 1973 den Maghreb Champions Cup.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1975 übernahm Chetali die Verantwortung für die tunesische Fußballnationalmannschaft. Die Mannschaft schafft zum ersten Mal die Teilnahme an einer WM-Endrunde zu sichern. Im Spiel der Gruppe B in der Fußball-Weltmeisterschaft 1978 gegen Mexico gelang Tunesien ein historischer Sieg. Trotz einem Rückstand von 0:1 nach der ersten Halbzeit drehen die Tunesier das Spiel und gewannen mit 3:1. Dies bedeutete den ersten Sieg einer afrikanischen Mannschaft in einer Endrunde.[3] Im zweiten Gruppenspiel verlor mann allerdings gegen den WM-Dritten von 1974 Polen mit 0:1. Das dritte Spiel gegen Titelverteidiger Deutschland endete 0:0. Tunesien beendete die Vorrunde mit Platz drei und verpasste somit den Einzug in die zweite Runde. Dank dieser Leistung wurde der Anzahl der afrikanische WM-Teilnehmer von einem Teilnehmer auf zwei erhöht.

Trotz drei weiteren WM-Teilnahmen in den Jahren 1998, 2002 und 2006 blieb die tunesische Mannschaft bei diesem einzigen Sieg in einer Endrunde.

Abdelmajid Chetali war mit 38 Jahren und 333 Tagen der jüngste Trainer in der Fußball-Weltmeisterschaft 1978.[4]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Championnat de Tunisie (3): 1958, 1963 und 1966.
  • Coupe de Tunisie (2): 1959 und 1963.
  • Dritter Platz in der Fußball-Afrikameisterschaft 1963.
  • Zweiter Platz in der Fußball-Afrikameisterschaft 1965.
  • Olympia Teilnehmer 1960 in Rom.
  • Arabischer Nationenpokal (1): 1963.

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Championnat de Tunisie (1): 1972.
  • Coupe de Tunisie (2): 1974 und 1974.
  • Maghreb Champions Cup (1): 1973.
  • WM-Teilnehmer 1978.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Historie afrikanischer Teams bei Weltmeisterschaften Stand 17. Januar 2016
  2. Spieldetails auf rsssf.com (engl.)
  3. World Cup 1978 finals auf rsssf.com (engl.)
  4. World Cup 1978 finals auf rsssf.com (engl.)