Adalbert Podlech

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Adalbert Podlech (* 26. September 1929 in Euskirchen[1]) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler und Historiker. Podlech hatte maßgeblichen Anteil an der juristischen Herleitung bzw. Begründung und Ausgestaltung des Datenschutzrechts in Deutschland.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adalbert Podlech promovierte 1956 über Jean-Paul Sartre in Philosophie und 1968 über Gewissensfreiheit in Recht. 1969 habilitierte er sich für Öffentliches Recht, Rechtsphilosophie und Rechtstheorie. Als außerplanmäßiger Professor war Podlech Prorektor der Universität Heidelberg, übernahm sodann eine Professur für Öffentliches Recht an der Technischen Hochschule Darmstadt, heute Technische Universität Darmstadt, dort war er auch Mitdirektor des Instituts für Philosophie. Außer juristischen Lehrveranstaltungen gab er regelmäßig Lehrveranstaltungen zur mittelalterlichen Geschichte: Verfassungsgeschichte, Staatstheorie und Philosophie-, Theologie- und Universitätsgeschichte. Seit 1977 ist Podlech Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, seit 1984 gehört er dem Präsidium als Mitglied an und war bis 2008 Justitiar des PEN-Zentrums Deutschland. Von 1981 bis 1989 war Podlech Richter am Hessischen Landessozialgericht im Zweiten Hauptamt. Seit 1991 hielt er regelmäßige Vorlesungen und Vorträge über den Islam im Mittelalter. Podlech wurde 1997 emeritiert und hielt noch bis 2003 Lehrveranstaltungen über mittelalterliche Geschichte und den Islam.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Gregor-Dellin (Hrsg.): PEN Bundesrepublik Deutschland: Seine Mitglieder, seine Geschichte, seine Aufgaben. Goldmann, München 1978, S. 160.