Adam Ant

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Adam and the Ants

Parkpop, Den Haag, 2012
Allgemeine Informationen
Herkunft London, England
Genre(s) Punk, New Wave, Post-Punk
Gründung 1977
Auflösung 1982
Gründungsmitglieder
Adam Ant (Stuart Goddard)
Lester Square (Thomas Hardy)
(bis 5/1977)
Andrew Peter Warren
(bis 10/1979)
Paul Flanagan
(bis 7/1977)
Spätere Mitglieder
Mark “The Kid” Ryan (Mark Beaumont) (5/1977 – 9/1977)
Johnny Bivouac (John Beckett)
(9/1977 – 5/1978)
Matthew Ashman
(6/1978 – 1/1980)
Marco Pirroni
(1/1980 – 1/1982)
Leigh Gorman
(11/1979 – 1/1980)
Kevin Mooney
(3/1980 – 2/1981)
Gary Tibbs
(2/1981 – 1/1982)
Dave Barbe (David Barbarossa)
(7/1977 – 1/1980)
Terry Lee Miall
(3/1980 – 1/1982)
Merrick (Christopher Merrick Hughes)
(3/1980 – 1/1982)

Adam Ant ist der Künstlername des britischen Sängers und Musikers Stuart Leslie Goddard (* 3. November 1954 in London). Er war zwischen 1977 und 1982 Frontmann der Punk- und New-Wave-Band Adam & the Ants und begann danach eine Solokarriere.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Band formierte sich 1977 und bestand neben Goddard aus Lester Square (Gitarre), Andy Warren (Bass) und Paul Flanagan (Schlagzeug). Die Besetzung wechselte jedoch bis zur Aufnahme des ersten Albums 1979 mehrfach. Der frühere Manager der Sex Pistols, Malcolm McLaren, stieß im Oktober 1979 auf die Band, die bis dahin nur mäßig erfolgreich war. McLaren verpflichtete die damaligen Ants-Mitglieder Matthew Ashman (Gitarre), Leigh Gorman (Bass) und David Barbarossa (Schlagzeug) für die neue Band Bow Wow Wow. Goddard formierte danach abermals neue Ants, nun bestehend aus Marco Pirroni (Gitarre), Kevin Mooney (Bass) und den beiden Schlagzeugern Terry Lee Miall und Merrick, bürgerlich Chris Hughes. Für das Album Prince Charming stieg dann noch Gary Tibbs von Roxy Music mit ein.

Seit 1982 erschienen die Platten nur noch unter dem Namen Adam Ant (ein Klang-Wortspiel mit dem englischen ‚adamant‘ = steinhart, felsenfest), wobei auf der LP Strip Phil Collins für die Singleauskopplungen Strip und Puss’n Boots sowohl Schlagzeug spielte als auch die Lieder produzierte.

1985 trat Adam Ant mit dem Lied Vive le Rock bei Live Aid auf, unterbrach jedoch anschließend für mehrere Jahre seine musikalische Karriere. Erst seit 1990 folgen in längeren Abständen wieder neue Veröffentlichungen.

Seine größten Hits hatte er in der ersten Hälfte der 1980er Jahre mit Antmusic, Stand and Deliver, Dog Eat Dog, Prince Charming, Ant Rap und Goody Two Shoes.

Seit Mitte der 1980er versuchte er sich verstärkt als Schauspieler, sowohl in Spielfilmen (unter anderem Nomads, Cold Steel, Trust Me) und Fernsehserien (darunter Sledge Hammer, Ausgerechnet Alaska, Nikita) als auch auf der Bühne (Funeral Games, Entertaining Mr. Sloane), seine einzige Hauptrolle hatte er in der Vampir-Komödie Love Bites.

Pläne für eine 1980er-Tribute-Tour mussten 2002 aufgegeben werden, da Adam Ant unter einer bipolaren Störung litt. 2003 nahm er eine neue Version seines Hits Stand and Deliver auf, mit geändertem Text, unter dem Titel Save the Gorilla. Dieser und einige weitere Songs, die zugunsten des Dian Fossey Gorilla Fund auf einer Maxi-CD erscheinen sollten, wurden (nach Einspruch des Mitkomponisten Marco Pirroni sowie der Plattenfirma) nie offiziell veröffentlicht.

Am 24. September 2007 stand Adam im Rahmen der Präsentation seiner Autobiografie Stand and Deliver in Bloomsbury (England) das erste Mal seit fast 12 Jahren wieder auf einer Bühne. Begleitet von seinem langjährigen Freund Dave Pash, einem klassischen Gitarristen, spielte er akustische Versionen eigener Stücke sowie Coverversionen und las Teile aus seiner Biografie. Adam verließ die Bühne nach mehreren Zugaben mit dem Versprechen, es werde „mehr von Adam Ant“ geben. Von diesem Auftritt erschien Ende 2008 unter dem Titel Live at the Bloomsbury ein Mitschnitt auf CD, der nur online erhältlich ist.[1]

Viele Musiker nennen Adam Ant als Einfluss, z. B. Elastica, Gene, Nine Inch Nails, Client, Robbie Williams, Kaiser Chiefs und Marilyn Manson.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[2][3]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  UK  US
1979 Dirk Wears White Sox UK16
Gold
Gold

(29 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 30. November 1979
als Adam and the Ants
1980 Kings of the Wild Frontier DE11
(16 Wo.)DE
AT18
(4 Wo.)AT
UK1
Platin
Platin

(66 Wo.)UK
US44
Gold
Gold

(35 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 7. November 1980
als Adam and the Ants
1981 Prince Charming DE21
(17 Wo.)DE
UK2
Platin
Platin

(21 Wo.)UK
US94
(21 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 6. November 1981
als Adam and the Ants
1982 Friend or Foe DE55
(2 Wo.)DE
UK5
Gold
Gold

(12 Wo.)UK
US16
Gold
Gold

(36 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 11. Oktober 1982
1983 Strip UK20
Silber
Silber

(8 Wo.)UK
US65
(26 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 7. November 1983
1985 Vive le Rock UK42
(3 Wo.)UK
US131
(7 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 2. September 1985
1990 Manners & Physique UK19
(3 Wo.)UK
US57
(20 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 12. März 1990
1995 Wonderful UK24
(2 Wo.)UK
US143
(9 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 7. März 1995
2013 Adam Ant Is the Blueblack Hussar
in Marrying the Gunner’s Daughter
UK25
(1 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 21. Januar 2013

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994: Live
  • 2008: Live at The Bloomsbury
  • 2016: Kings of the Wild Frontier Disc Two

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[2]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  UK  US
1993 Antmusic – The Very Best of Adam Ant UK6
(11 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: August 1993
1999 The Very Best of Adam and the Ants UK33
Gold
Gold

(8 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 5. April 1999
als Adam and the Ants
2006 Stand & Deliver: The Very
Best of Adam & the Ants
UK39
Silber
Silber

(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 26. September 2006
als Adam and the Ants

Weitere Kompilationen

  • 1986: Hits (UK: GoldGold)
  • 1990: Antics in the Forbidden Zone
  • 1990: Peel Sessions
  • 1994: B-Side Babies
  • 1998: Super Hits
  • 2000: Antbox (Box mit 3 CDs)
  • 2001: The Complete Radio 1 Sessions
  • 2003: The Essential Adam Ant
  • 2005: Redux
  • 2005: Adam Ant Remastered (Box mit 4 CDs)
  • 2007: Dandy Highwaymen: The Best of
  • 2011: Original Album Classics (Box mit 3 CDs)
  • 2012: Playlist: The Very Best of Adam Ant
  • 2016: Kings of the Wild Frontier Super Deluxe Edition

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[2]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  UK  US
1982 The B-Sides UK46
(1 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 5. März 1982
als Adam and the Ants

Weitere EPs

  • 1988: Four Play Volume Twelve
  • 2003: Save the Gorilla

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[2]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  UK  US
1980 Kings of the Wild Frontier
Kings of the Wild Frontier
UK2
(18 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 25. Juli 1980
als Adam and the Ants
Dog Eat Dog
Kings of the Wild Frontier
UK4
Silber
Silber

(16 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 3. Oktober 1980
als Adam and the Ants
Antmusic
Kings of the Wild Frontier
UK2
(18 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 28. November 1980
als Adam and the Ants
Young Parisians
UK9
Silber
Silber

(13 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 1980
als Adam and the Ants
1981 Zerox
Dirk Wears White Sox
UK45
(9 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 1981
als Adam and the Ants
Cartrouble
Dirk Wears White Sox
UK33
(9 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 1981
als Adam and the Ants
Stand and Deliver
Prince Charming
DE8
(22 Wo.)DE
AT9
(4 Wo.)AT
UK1
Gold
Gold

(15 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 1. Mai 1981
als Adam and the Ants
Prince Charming
Prince Charming
DE10
(19 Wo.)DE
AT14
(8 Wo.)AT
UK1
Gold
Gold

(12 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 4. September 1981
als Adam and the Ants
Ant Rap
Prince Charming
DE40
(14 Wo.)DE
UK3
Gold
Gold

(10 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 4. Dezember 1981
als Adam and the Ants
1982 Deutscher Girls
DE66
(3 Wo.)DE
UK13
(6 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 12. Februar 1982
als Adam and the Ants
Goody Two Shoes
Friend or Foe
DE5
(20 Wo.)DE
UK1
Silber
Silber

(11 Wo.)UK
US12
(21 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 7. Mai 1982
Friend or Foe
Friend or Foe
DE31
(8 Wo.)DE
UK9
(8 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 11. September 1982
Desperate but Not Serious
Friend or Foe
UK33
(7 Wo.)UK
US66
(8 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 19. November 1982
1983 Puss’n Boots
Strip
DE67
(3 Wo.)DE
UK5
Silber
Silber

(12 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 1983
Strip
Strip
UK41
(6 Wo.)UK
US42
(13 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 1983
1984 Apollo 9
Vive le Rock
UK13
(8 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 1984
1985 Vive le Rock
Vive le Rock
UK50
(4 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 1985
1990 Room at the Top
Manners and Physique
UK13
(7 Wo.)UK
US17
(16 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 1990
Can’t Set the Rules About Love
Manners and Physique
UK47
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 1990
1995 Wonderful
Wonderful
UK32
(3 Wo.)UK
US39
(19 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 1995
Gotta Be a Sin
Wonderful
UK48
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 1995

Weitere Singles

  • 1986: Out of Bounds (mit Stewart Copeland)
  • 1990: Rough Stuff
  • 1995: Beautiful Dreams
  • 2012: Cool Zombie

Videoalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1981: King of the Wild Frontier - Live in Japan
  • 1982: The Prince Charming Revue
  • 1986: Hits
  • 1990: Antics in the Forbidden Zone
  • 1993: Antmusic: The Very Best of Adam Ant
  • 2000: Antvideo
  • 2006: Stand and Deliver: The Very Best of Adam & the Ants
  • 2014: The Blueblack Hussar
  • 2015: Dirk Live at the Apollo

Beteiligungen an Soundtracks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1978: Deutscher Girls / Plastic Surgery (Film: Jubilee)
  • 1985: What’s Going On (Film: Metropolis)
  • 1986: Out of Bounds (Film: Out of Bounds)
  • 2006: Kings of the Wild Frontier (Film: Marie Antoinette)
  • 2008: Strip (Film: Leg dich nicht mit Zohan an)

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/RegionAus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnungen, Verkäufe, Quellen)
Silver record icon.svg Silber Gold record icon.svg Gold Platinum record icon.svg Platin Ver­käu­fe Quel­len
 Vereinigte Staaten (RIAA) 0! S Gold record icon.svg 2× Gold2 0! P 1.000.000 riaa.com US2
 Vereinigtes Königreich (BPI) Silver record icon.svg 6× Silber6 Gold record icon.svg 8× Gold8 Platinum record icon.svg 2× Platin2 3.720.000 bpi.co.uk
Insgesamt Silver record icon.svg 6× Silber6 Gold record icon.svg 10× Gold10 Platinum record icon.svg 2× Platin2

Künstlerauszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Nominierte Arbeit Auszeichnung Ergebnis
1982 Adam and the Ants Grammy Award: Best New Artist[4] Nominiert
Kings of the Wild Frontier BRIT Award: Best British Album[5] Gewonnen
Stand and Deliver Ivor Novello Award: Songwriters of the Year[6] Gewonnen
2008 Adam Ant Q Award: Q Icon[7] Gewonnen

TV- und Film-Rollen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theaterengagements[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adam Ant: Stand and Deliver: The Autobiography. Sidgwick & Jackson, London 2006.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Adam Ant – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. adam-ant.net
  2. a b c d Chartquellen: Adam and the Ants Singles Alben / Adam Ant Singles Alben UK UK2 US US2
  3. The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7.
  4. 24th Grammy Awards – 1982. Rock on the Net, archiviert vom Original am 22. September 2008; abgerufen am 7. Oktober 2008.Vorlage:Cite web/temporär
  5. Winners list 1982. Brit Awards Ltd, archiviert vom Original am 12. Mai 2008; abgerufen am 7. Oktober 2008.Vorlage:Cite web/temporär
  6. Ivor Norvello Award for best songwriters of 1982. Abgerufen am 10. April 2013.Vorlage:Cite web/temporär
  7. Double Q Award win for Coldplay. BBC, 6. Oktober 2008, archiviert vom Original am 7. Oktober 2008; abgerufen am 7. Oktober 2008.