Adam Soboczynski

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Adam Soboczynski auf Frankfurter Buchmesse 2023
Adam Soboczynski auf Frankfurter Buchmesse 2023

Adam Soboczynski (* 1975 in Toruń, Polen als Adam Soboczyński) ist ein deutscher Journalist und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Soboczynski wurde 1975 im polnischen Toruń geboren. Er siedelte 1981 mit seiner Familie vor Ausrufung des Kriegsrechts aus der damaligen Volksrepublik Polen in die Bundesrepublik Deutschland über.

Er wuchs in Koblenz-Neuendorf auf und besuchte das Bischöfliche Cusanus-Gymnasium Koblenz. Nach dem Abitur studierte er Germanistik und Philosophie in Bonn, Berkeley (Kalifornien) und St Andrews (Schottland). Anschließend wurde er 2005 an der Philosophischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn mit der Untersuchung Die Verstellung der Verstellung. Lektüren zum Geheimnis bei Heinrich von Kleist zum Dr. phil. promoviert.

Danach begann er im Ressort Leben der Wochenzeitung Die Zeit. Von 2013 bis Oktober 2021 leitete er gemeinsam mit Iris Radisch das Feuilleton.[1] Seitdem leitet er das Ressort Literatur, die Leitung des Feuilletons übernahmen Volker Weidermann und Christine Lemke-Matwey.[2]

Zudem war Soboczynski 2021 und 2022 Teil der Kritikerrunde in der ZDF-Sendung Das Literarische Quartett.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seinem Buch Traumland – Der Westen, der Osten und ich erforscht Soboczynski seine bikulturellen Erfahrungen, den Übergang von Polen nach Deutschland in jungen Jahren und später die Reisen zwischen Osteuropa und Westeuropa. Er erinnert sich darin an die Ära der Freiheit ab den 1980er-Jahren, kritisiert aktuelle sozio-politische Veränderungen und drückt Nostalgie für die Vergangenheit aus. Seine Erzählung verbindet sich gut mit dem übergeordneten Thema der sich entwickelnden Freiheit sowie den internen und externen Herausforderungen, denen beide Teile Europas gegenüberstehen, wie in Soboczynskis Reise und klugen Beobachtungen zu kulturellen und politischen Veränderungen illustriert.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prosa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literaturwissenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Versuch über Kleist. Die Kunst des Geheimnisses um 1800, Matthes & Seitz, Berlin 2006, ISBN 978-3-88221-870-1

Hörbuch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Adam Soboczynski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sabine Rückert wird Stellvertretende Chefredakteurin der ZEIT. Abgerufen am 1. Oktober 2023 (deutsch).
  2. Impressum DIE ZEIT. Abgerufen am 23. März 2022.
  3. Curtius-Preise an Ulrich Raulff und Adam Soboczynski. Pressemitteilung. (Nicht mehr online verfügbar.) Universität Bonn, 5. Juni 2013, archiviert vom Original; abgerufen am 11. Juni 2013.
  4. Georg Kasch: Michael-Althen-Preis für Kritik an Adam Soboczynski. In: Nachtkritik. 22. November 2022, abgerufen am 23. November 2022.