Adam Svoboda

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Tschechien  Adam Svoboda
Geburtsdatum 26. Januar 1978
Geburtsort Brünn, Tschechoslowakei
Todesdatum 7. Mai 2019
Spitzname Siggi
Größe 177 cm
Gewicht 82 kg
Position Torhüter
Fanghand Links
Karrierestationen
1996–1997 HC Sparta Prag
1997–2004 HC Pardubice
2004–2005 Nürnberg Ice Tigers
2005 HK Lada Toljatti
2005–2006 HC Pardubice
2006 Timrå IK
2006 HC Pardubice
2006–2009 HC Sparta Prag
2009 HK Awangard Omsk
2009–2010 Nürnberg Ice Tigers
2010–2011 HC Eaton Pardubice
2011–2013 HC Plzeň 1929
2012–2014 Medvědi Beroun 1933
2013–2015 HC Slavia Prag
2015–2016 Mountfield HK
HC Stadion Litoměřice
2016–2017 HK Beibarys Atyrau

Adam Svoboda (* 26. Januar 1978 in Brünn, Tschechoslowakei; † 7. Mai 2019) war ein tschechischer Eishockeytorwart. Er war viele Jahre beim HC Pardubice, HC Sparta Prag, HC Slavia Prag und HC Plzeň 1929 in der tschechischen Extraliga aktiv und spielte für die Nürnberg Ice Tigers, den HK Lada Toljatti und den HK Awangard Omsk. Zuletzt war er Torwarttrainer beim HC Pardubice.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adam Svoboda begann seine Profikarriere 1996 bei HC Sparta Prag in der tschechischen Extraliga. 1997 wechselte der Tscheche zum HC Pardubice und spielte dort zunächst als zweiter Torhüter hinter Libor Barta. Ab der Spielzeit 1999/2000 war der Linksfänger schließlich Stammtorhüter des HC Pardubice, dem er bis 2004 angehörte.

Adam Svoboda (links)

In der DEL-Saison 2004/05 wurde Svoboda an die Nürnberg Ice Tigers[1] ausgeliehen, wo er aufgrund eines Druckfehlers auf seinem ersten Trikot den Spitznamen "Siggi" erhielt. Seine fröhliche und lustige Art machte ihn schnell zu einem beliebten Spieler der Nürnberg Ice Tigers. Zur Spielzeit 2005/06 schloss sich der Schlussmann dem HK Lada Toljatti an, bevor er einige Spiele für Pardubice absolvierte und den Rest der Saison bei Timrå IK in der schwedischen Elitserien verbrachte. Nach drei Extraliga-Partien zu Beginn der Saison 2006/07 wechselte der Tscheche zum HC Slavia Prag, wo er als Stammtorhüter fungierte und 2008 die Tschechische Meisterschaft gewinnen konnte.

Im Januar 2009 wechselte der Goalie zum HK Awangard Omsk in die Kontinentale Hockey-Liga, wo er acht Spiele absolvierte. Zur Saison 2009/10 kehrte er zu den Nürnberg Ice Tigers zurück, war aber hinter Patrick Ehelechner nur zweiter Torhüter[2] und kam so nur auf acht Einsätze in der DEL.

Im Juni 2010 wurde Svoboda erneut vom HC Eaton Pardubice verpflichtet. Diesen verließ er bereits nach einem Jahr wieder und schloss sich zur Saison 2011/12 dem HC Plzeň 1929 an. Mit diesem Klub gewann er 2013 erneut die tschechische Meisterschaft, verließ ihn aber nach diesem Erfolg und wechselte zum HC Slavia Prag. Seine letzte Station in der Extraliga war der Mountfield HK, für den er in der Spielzeit 2015/16 in 15 Spielen im Tor eingesetzt wurde.

Die letzte Station seiner Spielerkarriere war der kasachische Klub HK Beibarys Atyrau, ehe er seine Karriere 2017 beendete. Im Jahre 2018 wurde er Torwarttrainer beim HC Pardubice.

Svoboda starb am 7. Mai 2019 durch Suizid.[3][4]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1996 wurde Adam Svoboda bei der U18-Europameisterschaft als Spieler der Junioren-Nationalmannschaft Tschechiens zum besten Torhüter des Turniers gekürt. Ein Jahr später nahm er mit der U20-Juniorenauswahl an der Junioren-Weltmeisterschaft teil und errang den vierten Platz. Ab 2001 wurde der Schlussmann immer wieder für die Spiele der Euro Hockey Tour in den Kader der Nationalmannschaft berufen, schaffte es aber nie in die Auswahlmannschaft für Weltmeisterschaften oder Olympische Turniere. Erst 2005 wurde er als Ersatztorhüter mitgenommen und wurde Weltmeister bei der WM in Österreich. Auch in den beiden folgenden Jahren war er Teil der WM-Mannschaft, kam aber zu keinen Einsätzen.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Adam Svoboda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ice Tigers klären Torhüterfrage: Adam Svoboda die Nummer eins. In: hockeyweb.de. 2004, abgerufen am 29. November 2018.
  2. Ice Tigers holen Torwart Adam Svoboda. In: nordbayern.de. 23. Juni 2009, abgerufen am 29. November 2018.
  3. Tragédie! Bývalý reprezentační gólman Adam Svoboda spáchal sebevraždu auf sport.cz, abgerufen am 7. Mai 2019 (tschechisch)
  4. Martin Merk: Adam Svoboda dies - Former Czech national team goaltender Adam Svoboda passed away today. He was only 41. In: iihf.com. 7. Mai 2019, abgerufen am 4. Juni 2019 (englisch).