Adobe Acrobat Reader DC

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Adobe Acrobat Reader DC

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Basisdaten

Entwickler Adobe Inc.
Erscheinungsjahr 6. April 2015[1]
Aktuelle Version 2021.001.20149 Continuous Track, variiert je nach Betriebssystem  (Windows, macOS)
16. April 2021[2]

17.011.30194
Classic Track, variiert je nach Betriebssystem  (Windows, macOS)
10. März 2021[3]

21.3.0.17414
Variiert je nach Gerät (Android)
25. März 2021[4]

21.03.00 Variiert je nach Betriebssystem-Version (iOS)
18. März 2021[5]

Betriebssystem Windows, macOS, Solaris, Palm OS, Symbian, Android, iOS, (Windows Phone, Windows 10 Mobile)
Programmiersprache C++
Kategorie Dateibetrachter
Lizenz Freeware
deutschsprachig ja
acrobat.adobe.com/de

Adobe Acrobat Reader DC („DC“ für „Document Cloud“) (bis 2015 und Version 11 Adobe Reader, bis 2003 und Version 5 Acrobat Reader) ist ein Computerprogramm des Unternehmens Adobe zum Anzeigen von PDF-Dokumenten, also ein Dateibetrachter. Es ist Teil der Adobe-Acrobat-Produktfamilie.[6]

Verfügbarkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adobe Acrobat Reader kann als Freeware kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden und wird von Softwareherstellern häufig zusammen mit der Dokumentation ihrer Programme geliefert.
Stand 02-2021 werden folgende 3 Hauptversionen des Readers, von Adobe zum Download bereitgestellt:[7]
Acrobat Reader DC Continuous[8]
Acrobat Reader 2020 (Classic-Version)[9] (ab Windows 8)
Acrobat Reader 2017 (Classic-Version)[10] (ab Windows 7)
Die Unterstützung für Linux/Unix ist ausgelaufen.[11]

Zur Nutzung auf Smartphones und Tablets gibt es den Adobe Acrobat Reader als offizielle App für die Betriebssysteme Android,[12] iOS,[13] Windows Phone und Windows 10 Mobile[14].

Für den Adobe Reader 9, der insbesondere für Windows (ab Windows 2000), macOS (ab Mac OS X Tiger), Linux und Solaris verfügbar war, endete die offizielle Unterstützung am 26. Juni 2013.[15] Der Download dieser und älterer Versionen wird nur noch über einen FTP-Server angeboten.[16] Jedoch raten Linux-Distributoren wie OpenSUSE[17] oder Red Hat[18] wegen fehlender Sicherheitsupdates von einer weiteren Nutzung ab, obwohl es sich um die letzte auf Linux/Unix laufende Version handelte. Es gibt eine Reihe von Alternativen.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Version 5.1 bis zur Version 6 war das Programm in zwei Versionen erhältlich, einer kompakten Basisversion und einer erweiterten Version, die neben dem Anzeigen von Dokumenten auch Volltextsuche (mit beigefügtem Index auch von PDF-Dokumentensammlungen) und die Wiedergabe eingebetteter Multimediaobjekte unterstützt. Ab der Version 7 können auch dreidimensionale Grafikobjekte angezeigt werden. Bestimmte Funktionen stehen nur in Dokumenten zur Verfügung, die mit dem kostenpflichtigen Adobe Reader Extension Server freigeschaltet wurden.

Neben den Funktionen Anzeigen und Drucken von Dokumenten unterstützt der Adobe Reader auch das Ausfüllen von Formularen. Diese können ausgedruckt werden und, wenn der Verfasser des Dokuments dies freigeschaltet hat, auch gespeichert oder als E-Mail an eine vorgegebene Adresse geschickt werden. Die Funktionen Anmerken und Kommentieren müssen ab Adobe Reader X nicht mehr gesondert freigeschaltet werden.[19]

Adobe Reader kann keine PDF-Dokumente erzeugen. Hintergründe zur Erstellung und Bearbeitung von PDF-Dokumenten siehe im Artikel Portable Document Format, dazu geeignete Software im Artikel Liste von PDF-Software.

Die PDF-Version ist nicht gleichbedeutend mit der Version von Adobe Reader. Beispielsweise benötigt das als ISO 32000-1:2008 veröffentlichte PDF 1.7 den Reader 8 oder höher (Merkhilfe 1+7=8).

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der kostenlosen Verfügbarkeit des Adobe Readers fand das Portable-Document-Format Verbreitung. Durch die Offenlegung des Portable-Document-Formats, dessen ausführlicher Dokumentation und der Normierung durch die ISO existieren heute auch viele andere PDF-Betrachter, so dass der Adobe Reader nicht mehr zwingend erforderlich ist. Dennoch bleibt die Popularität des Adobe Reader groß, auch weil von Adobe eingeführte nicht standardisierte PDF-Erweiterungen wie das 3D-PDF nur von Adobe Reader unterstützt werden.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In die Kritik geraten ist der Acrobat Reader in den letzten Jahren durch verschiedene Sicherheitslücken.[20] Unter anderem war die Unterstützung von JavaScript fehlerbehaftet.[21] Auch wird der enorme Ressourcenbedarf kritisiert, unter anderem durch die Vielzahl von in der Praxis selten verwendeten Plug-ins.[22]

Datendiebstahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unbekannte Täter haben einer Mitteilung von Adobe vom 3. Oktober 2013 zufolge den Sourcecode von Adobe Acrobat, Adobe ColdFusion und möglicherweise auch von anderen Programmen gestohlen. Außerdem wurden Kreditkartendaten von 2,9 Mio. Kunden entwendet.[23][24]

Versionsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Einführung der zwölften Generation wich Adobe vom gewohnten Schema der Nummerierung ab, um mit der Bezeichnung „DC“ und seiner Vermarktung als Bestandteil des neuen Namens Adobe Acrobat Reader DC besonders auf die Einführung der sogenannten „Document Cloud“ hinzuweisen. Schon 2003 hatte es mit Einführung der sechsten Generation einen Namenswechsel von Acrobat Reader zu Adobe Reader gegeben. Mit der Einführung von Adobe Acrobat Reader DC 2015 wurden zwei Updatepfade, Continuous track und Classic track, eröffnet. Im Continuous track stellt Adobe die jeweils aktuelle Basis und das aktuelle Update bereit, im Classic track werden mehrere Basisversionen und aktuelle Updates dafür bereitgehalten[25]. Im Rahmen des Classic Track sind bislang der Adobe Acrobat Reader DC (Version 2015), der Adobe Acrobat Reader 2017 und Adobe Acrobat Reader 2020 erschienen.[26]

Alternativen zu Adobe Reader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alternativen zum Adobe Reader sind beispielsweise die ebenfalls kostenfreien Programme Ghostscript/Ghostview, der Foxit Reader, PDF-XChange Viewer, STDU Viewer, Xpdf und Sumatra PDF. Eine weitere Alternative ist Evince, ein Dokumentenbetrachter der Linux-Arbeitsumgebung Gnome, der ab Version 2.28 auch für Windows erhältlich ist. Unter KDE wird standardmäßig der universelle Dateibetrachter Okular für die Anzeige von PDF-Dateien verwendet. Einige alternative Readerprogramme sind nicht vollständig mit PDF kompatibel. Beispielsweise lassen sich bei Foxit verschachtelte Dateien, also eine PDF-Datei, die in eine andere PDF-Datei eingebettet ist, nicht öffnen. Der Internet-Browser Google Chrome hat ab Version 8 einen PDF-Reader integriert und kann somit auch zum Betrachten von PDF-Dateien verwendet werden. Firefox bietet diese Möglichkeit ab Version 19.0 ebenfalls. Der mit Windows 10 eingeführte Browser Microsoft Edge beherrscht ebenfalls die Anzeige von PDF-Dokumenten und ist dazu im Betriebssystem standardmäßig voreingestellt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. helpx.adobe.com.
  2. Acrobat DC and Acrobat Reader DC Continuous Track release notes. In: Adobe Inc. Abgerufen am 26. September 2020 (englisch).
    DC Release Notes – Continuous Track – Installers. In: Adobe Inc. Abgerufen am 24. Mai 2019 (englisch).
    Wählen Sie ein Windows- bzw. Mac Betriebssystem. In: Adobe Reader. Abgerufen am 12. September 2019.
  3. Versionshinweise – Acrobat, Reader. In: Adobe Inc. Abgerufen am 23. April 2020.
  4. Installationsseite für Android. In: Google Play. Abgerufen am 22. November 2019.
    Wählen Sie eine Android-Version. In: Adobe Reader. Abgerufen am 5. Februar 2019.
  5. Vorschauseite für iOS. In: App Store (iOS). Abgerufen am 16. Oktober 2019.
  6. FAQ zum Adobe Reader
  7. Versionshinweise: Acrobat, Reader. Abgerufen am 13. Februar 2021.
  8. Systemanforderungen: Adobe Acrobat Reader DC. Abgerufen am 13. Februar 2021.
  9. Systemanforderungen: Adobe Acrobat Pro 2020, Acrobat Standard 2020. Abgerufen am 13. Februar 2021.
  10. Systemanforderungen: Adobe Acrobat Pro 2017, Acrobat Standard 2017. Abgerufen am 17. Februar 2021.
  11. Adobe-Mitarbeiter Atanu Dhar: Adobe Reader X UNIX von adobe.com, abgerufen am 27. Dezember 2013 (englisch).
  12. Adobe Acrobat Reader: PDF Viewer, Editor & Creator. In: Google Play. Abgerufen am 13. Februar 2021.
  13. Adobe Acrobat Reader für PDF. In: App Store Vorschau. Abgerufen am 13. Februar 2021.
  14. Installationsseite für Windows 10 Mobile und Windows Phone 8 bei Windows Store, abgerufen am 27. Oktober 2016.
  15. Adobe products and Enterprise Technical Support periods covered under the new Lifecycle Policy von adobe.com, abgerufen am 27. Dezember 2013 (englisch).
  16. Auf Adobe Reader Download von adobe.com stehen nur Versionen 10 und höher zur Verfügung, auf ftp.adobe.com dagegen auch ältere Versionen, auch für Unix/Linux (abgerufen am 20. August 2014)
  17. SUSE-SU-2013:1967-1: important: Security update for acroread von opensuse.org, abgerufen am 27. Dezember 2013 (englisch).
  18. Important: Adobe Reader – notification of end of updates. RHSA-2013:1402-2 von redhat.com, abgerufen am 27. Dezember 2013 (englisch).
  19. Adobe Reader X/Funktionen auf der Adobe-Website
  20. Secunia Advisory SA33901. Secunia.com, zuletzt abgerufen am 30. September 2010 (englisch).
  21. Update on Adobe Reader Issue. Adobe Product Security Incident Response Team (PSIRT) Blog, 28. April 2009, abgerufen am 25. September 2010 (englisch).
  22. Chris Sherman: Speeding Up Acrobat Reader. In: searchenginewatch.com. 10. Januar 2005, abgerufen am 6. Mai 2018 (englisch).
  23. blogs.adobe.com: Important Customer Security Announcement
  24. heise.de: Einbruch bei Adobe: Millionen Kundendaten sowie Sourcecode von ColdFusion und Acrobat geklaut
  25. Document Cloud Product Tracks — Enterprise Administration Guide. In: Adobe.com. Abgerufen am 16. August 2017.
  26. Versionshinweise – Acrobat, Reader. In: Adobe.com. Abgerufen am 23. April 2020.