Adobe Acrobat Reader DC

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Adobe Acrobat Reader DC
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Entwickler Adobe Systems
Aktuelle Version 18.009.20044
(Windows, macOS)
14. November 2017[1]

17.4.1 (Android)
4. Oktober 2017[2]

17.10.32 (iOS)
1. November 2017[3]

Betriebssystem Windows, macOS, Solaris, Palm OS, Symbian, Android, iOS, Windows Phone, Windows 10 Mobile
Programmiersprache C++
Kategorie Dateibetrachter
Lizenz Freeware
deutschsprachig ja
acrobat.adobe.com/de

Adobe Acrobat Reader DC („DC“ für „Document Cloud“) (bis 2015 und Version 11 Adobe Reader, bis 2003 und Version 5 Acrobat Reader) ist ein Computerprogramm des Unternehmens Adobe zum Anzeigen von PDF-Dokumenten, also ein Dateibetrachter. Es ist Teil der Adobe-Acrobat-Produktfamilie.[4]

Verfügbarkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adobe Acrobat Reader kann als Freeware kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden und wird von Softwareherstellern häufig zusammen mit der Dokumentation ihrer Programme geliefert.

Offiziell unterstützt werden Windows Server 2008 R2, 2012 (und R2), Windows 7, Windows 8, Windows 10 und macOS seit 10.9.[5] Die Unterstützung für Linux/Unix ist ausgelaufen.[6]

Zur Nutzung auf Smartphones und Tablets gibt es den Adobe Acrobat Reader als offizielle App für die Betriebssysteme Android, iOS[7], Windows Phone und Windows 10 Mobile[8].

Für den Adobe Reader 9, der insbesondere für Windows (ab Windows 2000), macOS (ab Mac OS X Tiger), Linux und Solaris verfügbar war, endete die offizielle Unterstützung am 26. Juni 2013.[9] Der Download dieser und älterer Versionen wird nur noch über einen FTP-Server angeboten.[10] Jedoch raten Linux-Distributoren wie OpenSUSE[11] oder Red Hat[12] wegen fehlender Sicherheitsupdates von einer weiteren Nutzung ab, obwohl es sich um die letzte auf Linux/Unix laufende Version handelte. Nicht nur für Linux-Nutzer gibt es eine Reihe von Alternativen.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Version 5.1 bis zur Version 6 war das Programm in zwei Versionen erhältlich, einer kompakten Basisversion und einer erweiterten Version, die neben dem Anzeigen von Dokumenten auch Volltextsuche (mit beigefügtem Index auch von PDF-Dokumentensammlungen) und die Wiedergabe eingebetteter Multimediaobjekte unterstützt. Ab der Version 7 können auch dreidimensionale Grafikobjekte angezeigt werden. Bestimmte Funktionen stehen nur in Dokumenten zur Verfügung, die mit dem kostenpflichtigen Adobe Reader Extension Server freigeschaltet wurden.

Neben den Funktionen Anzeigen und Drucken von Dokumenten unterstützt der Adobe Reader auch das Ausfüllen von Formularen. Diese können ausgedruckt werden und, wenn der Verfasser des Dokuments dies freigeschaltet hat, auch gespeichert oder als E-Mail an eine vorgegebene Adresse geschickt werden. Die Funktionen Anmerken und Kommentieren müssen ab Adobe Reader X nicht mehr gesondert freigeschaltet werden.[13]

Adobe Reader kann keine PDF-Dokumente erzeugen. Hintergründe zur Erstellung und Bearbeitung von PDF-Dokumenten siehe im Artikel Portable Document Format, dazu geeignete Software im Artikel Liste von PDF-Software.

Die PDF-Version ist nicht gleichbedeutend mit der Version von Adobe Reader. Beispielsweise benötigt das als ISO 32000-1:2008 veröffentlichte PDF 1.7 den Reader 8 oder höher (Merkhilfe 1+7=8).

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der kostenlosen Verfügbarkeit des Adobe Readers fand das Portable-Document-Format Verbreitung. Durch die Offenlegung des Portable-Document-Formats, dessen ausführlicher Dokumentation und der Normierung durch die ISO existieren heute auch viele andere PDF-Betrachter, so dass der Adobe Reader nicht mehr zwingend erforderlich ist. Dennoch bleibt die Popularität des Adobe Reader groß, auch weil von Adobe eingeführte nicht standardisierte PDF-Erweiterungen wie das 3D-PDF nur von Adobe Reader unterstützt werden.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In die Kritik geraten ist der Acrobat Reader in den letzten Jahren durch verschiedene Sicherheitslücken.[14] Unter anderem war die Unterstützung von JavaScript fehlerbehaftet.[15] Auch wird der enorme Ressourcenbedarf kritisiert, unter anderem durch die Vielzahl von in der Praxis selten verwendeten Plug-ins.[16]

Die macOS-Version installiert ohne Rückfrage ein Plug-in für den Browser Apple Safari, so dass dieser statt des schlankeren Vorschau Adobe Reader zur PDF-Betrachtung verwendet.

Bei den ersten Ausgaben der Version 9 gab es Probleme mit Benutzerprofilen, die sich nicht am Standardspeicherort befinden, z. B. servergespeicherten Benutzerprofilen (englisch Roaming User Profiles), die zu einem sofortigen Beenden durch die Laufzeitbibliothek führten.[17] Auch beim Adobe Reader X treten Probleme mit symbolischen Verknüpfungen auf.

In der Version Adobe Acrobat Reader DC hat der Nutzer keine Möglichkeit mehr, Updates zu unterbinden oder nur zu einem ihm passenden Zeitpunkt herunterzuladen, beispielsweise bei der Verfügbarkeit eines ausreichenden Downloadvolumens und -geschwindigkeit.[18]

Datendiebstahl

Unbekannte Täter haben einer Mitteilung von Adobe am 3. Oktober 2013 zufolge den Sourcecode von Adobe Acrobat, Adobe ColdFusion und möglicherweise auch von anderen Programmen gestohlen. Außerdem wurden Kreditkartendaten von 2,9 Mio. Kunden entwendet.[19][20]

Versionsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Einführung der zwölften Generation wich Adobe vom gewohnten Schema der Nummerierung ab, um mit der Bezeichnung „DC“ und seiner Vermarktung als Bestandteil des neuen Namens Adobe Acrobat Reader DC besonders auf die Einführung der sogenannten „Document Cloud“ hinzuweisen. Schon 2003 hatte es mit Einführung der sechsten Generation einen Namenswechsel von Acrobat Reader zu Adobe Reader gegeben. Mit der Einführung von Adobe Acrobat Reader DC 2015 wurden zwei Updatepfade, Continuous track und Classic track, eröffnet. Im Continuous track stellt Adobe die jeweils aktuelle Basis und das aktuelle Update bereit, im Classic track werden mehrere Basis-Versionen und ihre vierteljährigen Updates bereitgehalten[21].

Alternativen zu Adobe Reader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alternativen zum Adobe Reader sind beispielsweise die ebenfalls kostenfreien Programme Ghostscript/Ghostview, der Foxit Reader, PDF-XChange Viewer, STDU Viewer, Xpdf und Sumatra PDF. Eine weitere Alternative ist Evince, ein Dokumentenbetrachter der Linux-Arbeitsumgebung Gnome, der ab Version 2.28 auch für Windows erhältlich ist. Unter KDE wird standardmäßig der universelle Dateibetrachter Okular für die Anzeige von PDF-Dateien verwendet. Einige alternative Readerprogramme sind nicht vollständig mit PDF kompatibel. Beispielsweise lassen sich bei Foxit verschachtelte Dateien, also eine PDF-Datei, die in eine andere PDF-Datei eingebettet ist, nicht öffnen. Der Internet-Browser Google Chrome hat ab Version 8 einen PDF-Reader integriert und kann somit auch zum Betrachten von PDF-Dateien verwendet werden. Firefox bietet diese Möglichkeit ab Version 19.0 ebenfalls. Der mit Windows 10 eingeführte Browser Microsoft Edge beherrscht ebenfalls die Anzeige von PDF-Dokumenten und ist dazu im Betriebssystem standardmäßig voreingestellt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Acrobat DC and Acrobat Reader DC Continuous Track release notes. In: Adobe Systems. Abgerufen am 17. November 2017 (englisch).
  2. Installationsseite für Android. In: Google Play. Abgerufen am 5. Oktober 2017.
  3. Vorschauseite für iOS. In: App Store (iOS). Abgerufen am 10. November 2017.
  4. FAQ zum Adobe Reader
  5. System requirements for Adobe Acrobat Reader DC von adobe.com, abgerufen am 24. Januar 2017 (englisch).
  6. Adobe-Mitarbeiter Atanu Dhar: Adobe Reader X UNIX von adobe.com, abgerufen am 27. Dezember 2013 (englisch).
  7. Adobe Reader als App für iOS vorgestellt, abgerufen am 18. Oktober 2011.
  8. Installationsseite für Windows 10 Mobile und Windows Phone 8 bei Windows Store, abgerufen am 27. Oktober 2016.
  9. Adobe products and Enterprise Technical Support periods covered under the new Lifecycle Policy von adobe.com, abgerufen am 27. Dezember 2013 (englisch).
  10. Auf Adobe Reader Download von adobe.com stehen nur Versionen 10 und höher zur Verfügung, auf ftp.adobe.com dagegen auch ältere Versionen, auch für Unix/Linux (abgerufen am 20. August 2014)
  11. SUSE-SU-2013:1967-1: important: Security update for acroread von opensuse.org, abgerufen am 27. Dezember 2013 (englisch).
  12. Important: Adobe Reader – notification of end of updates. RHSA-2013:1402-2 von redhat.com, abgerufen am 27. Dezember 2013 (englisch).
  13. Adobe Reader X/Funktionen auf der Adobe-Website
  14. Secunia Advisory SA33901. Secunia.com, zuletzt abgerufen am 30. September 2010 (englisch).
  15. Update on Adobe Reader Issue, Adobe Product Security Incident Response Team (PSIRT) Blog, 28. April 2009, abgerufen am 25. September 2010 (englisch).
  16. Enormous amount of ressources (nicht mehr online verfügbar), Search Engine Watch (englisch).
  17. Roaming Profile workflows, Hilfeartikel zu Laufzeitfehlern, abgerufen am 31. März 2011 (englisch).
  18. https://helpx.adobe.com/de/acrobat/kb/reader-acrobat-updater-settings.html
  19. blogs.adobe.com: Important Customer Security Announcement
  20. heise.de: Einbruch bei Adobe: Millionen Kundendaten sowie Sourcecode von ColdFusion und Acrobat geklaut
  21. Document Cloud Product Tracks — Enterprise Administration Guide. Abgerufen am 16. August 2017.