Foxit Reader

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Foxit Reader / Foxit MobilePDF
Basisdaten

Entwickler Foxit Corporation
Aktuelle Version 9.0.0.29935 (Windows)
2. November 2017[1]

1.1.1.0301 (OS X)
10. März 2016[1]

1.1.0.0225 (Linux)
4. März 2016[1]

3.7.0.0108 (Android)
25. Januar 2016[2]

4.8.2 (iOS)
18. März 2016[3]

Betriebssystem Windows, macOS, Linux, Android, iOS
Kategorie Anwendungsprogramm
Lizenz Freeware
deutschsprachig ja
www.foxitsoftware.com/de/products/pdf-reader

Foxit Reader ist eine kostenlose Software für Windows, macOS und Linux zum Anzeigen von PDF-Dateien und somit eine Alternative zum weitverbreiteten Adobe Reader. Für alle Geräte mit Windows 10 und Smartphones und Tabletcomputer mit den Betriebssystemen Android oder iOS gibt es eigene Versionen unter dem Namen Foxit MobilePDF.

Entwickelt wird das Programm von der im US-Bundesstaat Kalifornien ansässigen Firma Foxit Corporation.[4] Eine größere Bekanntheit erreichte es vor allem nach dem Erscheinen der Version 6 des Adobe Reader, die von vielen Anwendern wegen der langen Ladezeiten kaum benötigter Plug-ins kritisiert wurde. Anders als z. B. Sumatra PDF ist Foxit Reader jedoch nicht quelloffen.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Foxit Reader läuft unter Windows ab Vista, bis Version 4.x auch ab Windows 2000[5]. Darüber hinaus gibt es Varianten für OS X und Linux. Im Gegensatz zum Adobe Reader muss Foxit Reader nicht installiert werden, weshalb er sich zum Ausführen auf Wechseldatenträgern eignet.

Während frühe Versionen relativ handlich waren (z. B. 3,6 MB in Version 3.0)[6], ist die Datenmenge des Downloads, abhängig von der Variante, auf 29 bis 56 MB angewachsen und liegt damit deutlich über früher vergleichbaren Produkten wie z. B. Sumatra PDF mit knapp 5 MB.[1][7] Im Vergleich zum Adobe Acrobat Reader DC, mit bis zu 142,9 MB für die OS-X-Variante,[8] ist er aber immer noch erheblich kleiner und bietet inzwischen deutlich mehr Funktionen.

Zur Darstellung eingebetteter Bilder, die im JPEG-2000-Format komprimiert sind, ist ein kostenloses Plug-in erforderlich. Der Foxit Reader selbst ist erst ab Version 4 ausschließlich kostenlos.

Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein als FreeType bezeichnetes Feature ermöglicht es, Text an jeder beliebigen Stelle in ein PDF-Dokument einzufügen, auch dann, wenn vom Ersteller die Funktion „Formular ausfüllen“ nicht vorgesehen wurde. Weiterhin werden verschiedene Werkzeuge zum Kommentieren und Verarbeiten von Text geboten. So können Textpassagen markiert, unterstrichen, durchgestrichen oder ausgeblendet werden. Auch das Einfügen von Kommentarfeldern, Figuren, Mess- oder Freihandlinien ist möglich. Eine weitere Besonderheit ist die Fähigkeit, PDF-Dateien in Reintext umzuwandeln und abzuspeichern. Ab Version 2.1 kann Foxit Reader auch Formularfunktionen (Eingabe- und Auswahlfelder) in bestehende PDF-Dokumente integrieren.

Änderungen können entweder direkt im PDF abgespeichert werden, oder in einer separaten Änderungsdatei, was die Bearbeitung eines Dokuments durch verschiedene Personen erleichtert. Ein anderer Bearbeiter benötigt die Originaldatei und kann die Änderungsdatei dann importieren, weitere Änderungen machen, diese exportieren und weiterschicken. Auf diese Weise ist die gemeinsame Arbeit auch an sehr großen Dokumenten möglich, ohne diese jedes Mal vollständig versenden zu müssen.

Werbung, die nach Anwendungsstart angezeigt wird, lässt sich dauerhaft unter Einstellungen→Allgemein abschalten.

Browser-Plug-in[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebenso wie der Adobe Reader bietet Foxit Reader ein Browser-Plug-in, mit dem auf Wunsch PDF-Dokumente aus dem Web sofort im Browserfenster betrachtet werden können. Das Programm integriert sich in den Browser, sofern Foxit Reader als Standardprogramm für PDF-Dateien ausgewählt wurde.

Portable App[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Foxit Reader ist auch als portable App verfügbar, mit der sich PDF-Dateien ohne weitere Anpassungen oder Einrichtung (Installationen) auf verschiedenen Rechnern, auch von einem Wechseldatenträger aus, ansehen und annotieren lassen.

Problemanzeigen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seiner wechselhaften Geschichte wurden Sicherheitsprobleme des Foxit-Readers namhaft. So sei mit Version 6.1.4 das Foxit-Installationsprogramm mit potenziell unerwünschten Programmen wie OpenCandy gebündelt gewesen, die die Browser-Hijacking--Malware Conduit installierten. Diese bösartigen Programme wurden nach Nutzer-Beschwerden erst mit Version 6.2.1 entfernt.

Im Juli 2014 berichtete das mit Computersicherheit befasste Internet Storm Center, dass die mobile Version für das iPhone unverschlüsselte Telemetriedaten und andere Daten an entfernte Server in China weiterleitet, obschon Anwender versucht haben sollen, diese Datenerfassung zu unterbinden.[9]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Aktuelle Versionen für Windows, OS X und Linux (mit Freigabedatum: hinter der roten Schaltfläche Kostenloser Download) bei foxitsoftware.com, abgerufen am 26. März 2016 (englisch).
  2. Installationsseite für Android bei play.google.com, abgerufen am 26. Januar 2016.
  3. Vorschauseite für iOS bei itunes.apple.com, abgerufen am 18. März 2016 (teilweise englisch).
  4. Contact bei foxitsoftware.com, abgerufen am 17. März 2016 (englisch).
  5. What's New in Foxit Reader 4.0? (Memento vom 2. Juli 2010 im Internet Archive) (englisch).
  6. What's New in Foxit Reader 3.0? (Memento vom 16. April 2009 im Internet Archive) (englisch).
  7. Download Sumatra PDF. In: sumatrapdfreader.org. Krzysztof Kowalczyk, abgerufen am 22. Mai 2016.
  8. Adobe Acrobat Reader DC. In: adobe.com. Adobe Systems Software Ireland Ltd., abgerufen am 17. März 2016.
  9. Daniel Wesemann: App "telemetry". In: InfoSec Handlers Diary. SANS Institute. 22. Juli 2014.