africa action / Deutschland

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africa action / Deutschland
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Zweck: Projekte der Entwicklungs-Zusammenarbeit in Afrika
Vorsitz: Klaus Jahn, Christine Knoop, Gerd Schmidt, Henning Arendt, Melanie Bartz, Brigitte Föller, Peter Grella, Bodo Kießwetter, Reinhard Markowetz
Gründungsdatum: 1983
Sitz: Bergheim
Website: africa-action.de

africa action / Deutschland e.V. (africa action) ist eine als gemeinnützig anerkannte karitative Hilfsorganisation mit Sitz in Bergheim, die sich in Afrika vorrangig für Behinderte, vor allem für Blinde und Augenkranke, einsetzt. Sie ging 2003 aus dem Verein ghana action hervor, der 1983 von Walter J. Zielniok für ein Projekt in Ghana gegründet worden war.

Der Verein unterstützt ausschließlich Selbsthilfevorhaben von lokalen Gruppen, wie anerkannten Nichtregierungsorganisationen, Gemeinden und Ortskirchen.[1] Am 12. Mai 2009 übernahm Heidemarie Wieczorek-Zeul die Schirmherrschaft über die africa action.[2]

Einsatzbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bischof Ambroise (Maradi, Niger) Schirmherrin Heidemarie Wieczorek-Zeul Mitglieder des Vorstands und Mitglieder
15. August 2011

Der Verein unterstützt das Programm Vision 2020 der Weltgesundheitsorganisation, das 1999 ausgerufen wurde und anstrebt, bis 2020 die medizinisch vermeidbare Blindheit in der Welt zu überwinden. Die Organisation unterstützt Projekte in den Ländern Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Gambia, Ghana, Kamerun, Kenia, Kongo, Malawi, Mali, Niger, Tansania, Togo und Uganda. Ein Schwerpunkt liegt in den Ländern der Sahelzone, die nach dem Index der menschlichen Entwicklung zu den unterentwickeltsten Ländern der Welt gehören.[3] Die Projekte im Sahel, darunter fünf Augenzentren, werden vom „Freundeskreis Wiesbaden“ verantwortet, der 1999 von Werner Bardenhewer gegründet wurde.[4]

Schwerpunkte der Arbeit sind:

  • Hilfe bei der Blindheitsverhütung, im Augengesundheitsdienst und bei der Versorgung mit Sehhilfen
  • Förderung von Augenzentren, Aufbau ambulanter Augenstationen und Unterstützung beim Bau von Augenkliniken[5][6][7]
  • Unterstützung von Behinderten- und Ausbildungsstätten
  • Förderung der Ausbildung von afrikanischen Fachkräften

Der eingetragene Verein wird geleitet von einem ehrenamtlich tätigen Vorstand, dem ein ebenfalls ehrenamtlich wirkender Fachberaterkreis zur Seite steht. Im Jahr 2009 hatte der Verein etwa 270 Mitglieder in Europa und Afrika, darunter über 40 Vereinigungen und Gruppen als korporative Mitglieder oder Aktionsgruppen. Sie tragen mit ihren Beiträgen die Geschäftsstelle. Mehr als 3500 weitere Einzelpersonen und Gruppen in der Bundesrepublik unterstützen in Freundeskreisen und Aktionsgruppen bestimmte Partnerschaftsprojekte.

Kooperationspartner unterstützen die Projekte finanziell und beratend, so das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Misereor, action medeor, missio, Senior Experten Service, Christoffel-Blindenmission, Deutsches Katholisches Blindenwerk, Deutsches Komitee zur Verhütung von Blindheit, Luftfahrt ohne Grenzen, Caritas International und seit 2008 Licht für die Welt.

Seit 1994 wurde dem Verein jährlich das Spendensiegel des DZI zuerkannt.[8][9]

Stiftung „Weiter Sehen“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung „Weiter Sehen“ ist eine Stiftung in der Treuhandschaft des Vereins. Sie wurde im Jahre 2002 von Jürgen Rüttgers, Willy Trapp, Christoph Binger und Walter J. Zielniok gegründet.[10] Zweck der Stiftung ist die Hilfe für Augenkranke und Behinderte in Afrika und die Ausbildung einheimischer Fachkräfte zur Vorsorge, Behandlung und Rehabilitation blinder und anderer behinderter Menschen im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. africa action / Deutschland e.V.@1@2Vorlage:Toter Link/www.helpdirect.org (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. bei HelpDirect
  2. Prominente Schirmherrin, Allgemeine Zeitung vom 13. Mai 2009
  3. Damit die Blinden sehend werden In Mali hat man eine Augenklinik auf den Namen des früheren Stadtdekans Werner Bardenhewer getauft, Manfred Gerber, Wiesbadener Kurier, 17. Februar 2011
  4. Der Wiesbadener Alt-Stadtdekan Werner Bardenhewer engagiert sich seit Jahren für Blinde in Afrika, Manfred Gerber, Wiesbadener Kurier, 24. Februar 2012
  5. Hilfe für Blinde und Sehbehinderte africa action Wiesbadener Freundeskreis unterstützt Aufbau von zwei neuen Augenkliniken, Ingeborg Toth, Wiesbadener Tagblatt, 28. Dezember 2010
  6. Inauguration du Centre ophtalmologique Père Joseph Werner Bardenhewer de Sévaré@1@2Vorlage:Toter Link/www.caritasmali.org (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Diocèse de Mopti, Februar 2011 (französisch)
  7. Projekt Augenklinik „Dispensaire Ophthalmologique“@1@2Vorlage:Toter Link/www.helpdirect.org (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. in Ouagadougou (Burkina Faso)
  8. africa action / Deutschland e.V. DZI
  9. Elisabeth Friedgen: „africa action“ engagiert sich seit 30 Jahren für Menschen in Afrika, Wiesbadener Tagblatt vom 17. Mai 2013
  10. Mitteilung der Staatskanzlei NRW vom 11. Dezember 2006