Aiterach

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Aiterach
Oberlauf der Aiterach unterhalb von Mühlhausen, Blickrichtung flussabwärts

Oberlauf der Aiterach unterhalb von Mühlhausen, Blickrichtung flussabwärts

Daten
Gewässerkennzahl DE: 1578
Lage Deutschland
Bayern
Landkreis Straubing-Bogen
Landkreis Dingolfing-Landau
Flusssystem Donau
Abfluss über Donau → Schwarzes Meer
Quelle Pram (Ostseite)
48° 41′ 38″ N, 12° 19′ 51″ O
Quellhöhe ca. 455 m ü. NN[1]
Mündung östlich von Ittling (Straubing)
in die DonauKoordinaten: 48° 54′ 16″ N, 12° 38′ 41″ O
48° 54′ 16″ N, 12° 38′ 41″ O
Mündungshöhe ca. 314 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 141 m
Länge 39,3 km[2]
Einzugsgebiet 166,08 km²[2]
Abfluss am Pegel Salching[3] MNQ
MQ
MHQ
HHQ (1994)
252 l/s
573 l/s
15,1 m³/s
31,3 m³/s
Linke Nebenflüsse Oberer Leimbach, Oberwaltinger Graben, Eschlbacher Wiesenbach, Schwimmbach, Steinbach, Furthwiesenbach, Reuthgraben, Kirchholzgraben, Limbach, Ester, Pfarrholzbach, Krottenbach
Rechte Nebenflüsse Leinbach, Seebrunnbach, Gießüblgraben, Kattenbach, Schwebach, Malzmühlgraben, Saulbach, Erbeschbach, Kathenbach, Bräugraben
Mittelstädte Straubing
Gemeinden Bayerbach bei Ergoldsbach, Mengkofen, Leiblfing, Salching, Aiterhofen

Die Aiterach oder Aitrach ist ein rechter Nebenfluss der Donau in Bayern, mit einer Länge von 39 km.

Die Aiterach ist ab der Einmündung des Kirchholzgrabens bei Dengkofen in der Gemeinde Mengkofen bis zu ihrer Mündung in die Donau nördlich von Ittling auf einer Länge von 28,09 Kilometern ein Gewässer zweiter Ordnung.[4]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bedeutung des Namens leitet sich aus dem indogermanischen oid für anschwellen und dem althochdeutschen Begriff aha für Wasser ab. Der Flussname bedeutet also so viel wie „anschwellendes Wasser“. Der Fluss war namensgebend für den Ort Aiterhofen (Hof an der Aiterach).

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aiterach entspringt an der Ostseite Pram in der Gemeinde Bayerbach b. Ergoldsbach und mündet bei Flusskilometer 2314,2 nördlich des Straubinger Stadtteils Unteröbling in die Donau. Auf dem letzten Teilstück von knapp 1,8 km verläuft rechtsseitig parallel der Aiterachkanal, zumeist in einer Entfernung von 45 Metern, die dann aber bei einer Linksschleife der Aiterach bis auf 360 Meter anwächst, und mündet 200 Meter unterhalb der Aiterach in die Donau.

Im Tal der Aiterach verlaufen die Staatsstraße St2138 von Mühlhausen bis Mengkofen, die St2141 bis Salching sowie bei Aiterhofen die B20 für einige Kilometer.

Renaturierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2016 nahmen die Vereinten Nationen die 130 Hektar fläche umfassende renaturierte Auenlandschaft Aitrach-Aue bei Salching und Aiterhofen in die Liste der Projekte der UN-Dekade Biologische Vielfalt auf. Die Gemeinden Salching und Aiterhofen erhielten eine entsprechende Auszeichnung.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise)
  2. a b Verzeichnis der Bach- und Flussgebiete in Bayern – Flussgebiet Naab bis Isar des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, Stand 2012 (PDF; 2,8 MB)
  3. Bayerischer Hochwassernachrichtendienst
  4. Verordnung über die Gewässer zweiter Ordnung (GewZweiV). 27. Oktober 2002, abgerufen am 19. März 2016.
  5. CWS: Vereinte Nationen zeichnen Aitrach-Aue aus. Süddeutsche Zeitung Nr. 131, 9. Jun 2016, S. R15

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aiterach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien