Leiblfing

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Leiblfing
Leiblfing
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Leiblfing hervorgehoben
Koordinaten: 48° 46′ N, 12° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Höhe: 366 m ü. NHN
Fläche: 78,41 km2
Einwohner: 4188 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94339
Vorwahl: 09427
Kfz-Kennzeichen: SR
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 146
Gemeindegliederung: 49 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstr. 6
94339 Leiblfing
Webpräsenz: www.leiblfing.de
Bürgermeister: Wolfgang Frank (CSU)
Lage der Gemeinde Leiblfing im Landkreis Straubing-Bogen
Bogen (Stadt)WindbergWiesenfeldenStraßkirchenSteinach (Niederbayern)StallwangSchwarzach (Niederbayern)Sankt EnglmarSalchingRattiszellRattenberg (Niederbayern)Rain (Niederbayern)PerkamPerasdorfParkstettenOberschneidingNiederwinklingNeukirchen (Niederbayern)MitterfelsMariaposchingMallersdorf-PfaffenbergLoitzendorfLeiblfingLaberweintingKonzellKirchrothIrlbachHunderdorfHaselbach (Niederbayern)Haibach (Niederbayern)GeiselhöringFeldkirchen (Niederbayern)FalkenfelsAttingAschaAiterhofenAholfingStraubingLandkreis KelheimRegensburgLandkreis LandshutLandkreis RegenLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis DeggendorfLandkreis ChamLandkreis ChamLandkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild
Das Rathaus der Gemeinde
Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Leiblfing ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leiblfing befindet sich in der Region Donau-Wald an der Aiterach im südlichen Landkreis Straubing-Bogen zwischen Straubing und Dingolfing. Der Hauptort Leiblfing dehnt sich im Aitrachtal aus. Das Gemeindegebiet ähnelt trotz der hügeligen Ausprägung und seiner Bewaldung doch sehr dem Gäuboden.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leiblfing hat 51 amtlich benannte Ortsteile, darunter das Pfarrdorf Leiblfing, die Kirchdörfer Eschlbach, Hailing, Hankofen, Metting, Mundlfing, Niedersunzing, Obersunzing und Schwimmbach und die Dörfer Haidersberg, Oberwalting und Rutzenbach.[2]

Es gibt die Gemarkungen Eschlbach, Hailing, Hainsbach, Hankofen, Leiblfing, Metting, Obersunzing und Schwimmbach.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Eschlbach eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kam Obersunzing hinzu.[3] Hailing, Hankofen, Metting und Schwimmbach sowie Gebietsteile der aufgelösten Gemeinden Hainsbach und Oberpiebing folgten am 1. Mai 1978.[4]

Integrierte ländliche Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 30. März 2012 ist die Gemeinde Leiblfing Mitglied der "ILE Gäuboden". Weitere Mitglieder dieses Zusammenschlusses sind die Gemeinden Aiterhofen, Feldkirchen, Irlbach, Oberschneiding, Salching und Straßkirchen. Ein wesentliches Instrument der integrierten ländlichen Entwicklung ist das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK). Dieses wurde Mitte des Jahres 2016 abgeschlossen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ursprünglichen Grundherren von Leiblfing, aber auch Eschlbach, Walting und Hailing waren die Grafen von Leonsberg. Leiblfing gehörte später zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Leonsberg des Kurfürstentums Bayern.

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1900: 3.621 Einwohner
  • 1950: 4.607 Einwohner
  • 1961: 3.410 Einwohner
  • 1970: 3.392 Einwohner
  • 1987: 3.395 Einwohner
  • 1991: 3.433 Einwohner
  • 1995: 3.547 Einwohner
  • 2000: 3.839 Einwohner
  • 2005: 3.970 Einwohner
  • 2010: 3.977 Einwohner
  • 2011: 4.031 Einwohner
  • 2012: 4.052 Einwohner
  • 2013: 4.122 Einwohner
  • 2014: 4.192 Einwohner
  • 2015: 4.188 Einwohner

(Quelle: LfStat[5])

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister seit 1947[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1947–1972: Rupert Horner (†)
  • 1972–1978: Josef Lermer sen.
  • 1978–1990: Georg Berleb (†)
  • 1990–2002: Josef Hammerschmid (†)
  • seit 2002: Wolfgang Frank

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 16 Mitgliedern. Zudem gibt es für den Ortsteil Metting einen Ortssprecher.

Die Kommunalwahl am 16. März 2014 brachte folgendes Ergebnis:

  • CSU: 8 Sitze
  • Freie Wähler: 5 Sitze
  • SPD: 3 Sitze

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Berleb (†)
  • Max Frank sen. (†)
  • Rupert Horner (†)
  • Karl Kötzner (†)
  • Richard Maschauer (†)
  • Paula Kötzner
  • Josef Lermer sen.
  • Josef Hammerschmid (†)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtliche Wappenbeschreibung (Blasonierung): Unter silbernem Schildhaupt, darin zwei rote Leisten, in Rot ein auf einem silbernen Seitenvierberg emporsteigender silberner Löwe.

Wappengeschichte: Der Löwe auf dem Seitenvierberg ist redendes Bild für die Grafen von Leonsberg, die im Hochmittelalter die wichtigsten Grundherren im Gemeindegebiet von Leiblfing waren. Die Vogtei über die Kirche in Leiblfing verkauften die Grafen von Leonsberg 1306 an das Domkapitel Regensburg. Daran erinnern die Hochstiftsfarben Silber und Rot. Die zwei roten Leisten im silbernen Schildhaupt sind vom Wappen der Herren von Leublfing übernommen, die im 12. Jahrhundert als Ministerialen der Bischöfe von Regensburg nachweisbar sind und bis in das 19. Jahrhundert wichtige Ämter im bayerischen Staatsdienst einnahmen.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Mai 2000 besteht eine Partnerschaft mit der italienischen Gemeinde Affi.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2014 nach der amtlichen Statistik unter anderem im Bereich des produzierenden Gewerbes 431, im Bereich Handel und Verkehr 139 und im Dienstleistungsbereich 140 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1763. Dadurch ergibt sich ein Pendlersaldo von −828. In der Gemeinde befinden sich zahlreiche mittelständische Betriebe. Zudem sind noch einige Familienbetriebe zu finden. Land- und Forstwirtschaft wird bis auf wenige Ausnahmen als Nebenerwerb betrieben.

Das Gewerbesteueraufkommen belief sich im Jahr 2015 auf 2,1 Millionen Euro. Die Steuerkraft je Einwohner betrug 836,60 Euro.


Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • Kindertageseinrichtungen: zwei mit 161 Plätzen (Stand 2014)
  • Grundschulen: eine mit 144 Kindern und acht hauptamtlichen Lehrkräften (Stand 2015/2016)[6]
  • Mittelschulen: eine mit 81 Kindern und neun hauptamtlichen Lehrkräften (Stand 2015/2016)[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Leiblfing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Leiblfing in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 25. September 2017
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 577.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 632 und 633.
  5. Leiblfing: Amtliche Statistik des LfStat
  6. Grundschule Leiblfing in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. , abgerufen am 6. August 2017
  7. Mittelschule Leiblfing in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. , abgerufen am 6. August 2017