Leiblfing

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Leiblfing
Leiblfing
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Leiblfing hervorgehoben

Koordinaten: 48° 46′ N, 12° 31′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Höhe: 366 m ü. NHN
Fläche: 78,41 km2
Einwohner: 4182 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94339
Vorwahl: 09427
Kfz-Kennzeichen: SR, BOG, MAL
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 146
Gemeindegliederung: 49 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstr. 6
94339 Leiblfing
Website: www.leiblfing.de
Bürgermeister: Josef Moll[2] (FW)
Lage der Gemeinde Leiblfing im Landkreis Straubing-Bogen
Bogen (Stadt)WindbergWiesenfeldenStraßkirchenSteinach (Niederbayern)StallwangSchwarzach (Niederbayern)Sankt EnglmarSalchingRattiszellRattenberg (Niederbayern)Rain (Niederbayern)PerkamPerasdorfParkstettenOberschneidingNiederwinklingNeukirchen (Niederbayern)MitterfelsMariaposchingMallersdorf-PfaffenbergLoitzendorfLeiblfingLaberweintingKonzellKirchrothIrlbachHunderdorfHaselbach (Niederbayern)Haibach (Niederbayern)GeiselhöringFeldkirchen (Niederbayern)FalkenfelsAttingAschaAiterhofenAholfingStraubingLandkreis KelheimRegensburgLandkreis LandshutLandkreis RegenLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis DeggendorfLandkreis ChamLandkreis ChamLandkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild
Das Rathaus der Gemeinde
Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Leiblfing ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen. Das gleichnamige Pfarrdorf ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leiblfing befindet sich in der Region Donau-Wald an der Aiterach im südlichen Landkreis Straubing-Bogen zwischen Straubing und Dingolfing. Der Hauptort Leiblfing dehnt sich im Aitrachtal aus. Das Gemeindegebiet ähnelt trotz der hügeligen Ausprägung und seiner Bewaldung doch sehr dem Gäuboden.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leiblfing hat 51 amtlich benannte Ortsteile, darunter das Pfarrdorf Leiblfing, die Kirchdörfer Eschlbach, Hailing, Hankofen, Metting, Mundlfing, Niedersunzing, Obersunzing und Schwimmbach und die Dörfer Haidersberg, Oberwalting und Rutzenbach.[3]

Es gibt die Gemarkungen Eschlbach, Hailing, Hainsbach, Hankofen, Leiblfing, Metting, Obersunzing und Schwimmbach.[4]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Eschlbach eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kam Obersunzing hinzu.[5] Hailing, Hankofen, Metting und Schwimmbach sowie Gebietsteile der aufgelösten Gemeinden Hainsbach und Oberpiebing folgten am 1. Mai 1978.[6]

Integrierte ländliche Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 30. März 2012 ist die Gemeinde Leiblfing Mitglied der "ILE Gäuboden". Weitere Mitglieder dieses Zusammenschlusses sind die Gemeinden Aiterhofen, Feldkirchen, Irlbach, Oberschneiding, Salching und Straßkirchen. Ein wesentliches Instrument der integrierten ländlichen Entwicklung ist das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK). Dieses wurde Mitte des Jahres 2016 abgeschlossen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ursprünglichen Grundherren von Leiblfing, aber auch Eschlbach, Walting und Hailing waren die Grafen von Leonsberg. Leiblfing gehörte später zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Leonsberg des Kurfürstentums Bayern.

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs die Gemeinde von 3.396 auf 4.191 um 795 Einwohner bzw. um 23,4 %.

  • 1900: 3621 Einwohner
  • 1950: 4607 Einwohner
  • 1961: 3410 Einwohner
  • 1970: 3392 Einwohner
  • 1987: 3395 Einwohner
  • 1991: 3433 Einwohner
  • 1995: 3547 Einwohner
  • 2000: 3839 Einwohner
  • 2005: 4186 Einwohner
  • 2010: 4200 Einwohner
  • 2011: 4244 Einwohner
  • 2012: 4255 Einwohner
  • 2013: 4368 Einwohner
  • 2014: 4192 Einwohner
  • 2015: 4390 Einwohner
  • 2016: 4424 Einwohner
  • 2017: 4400 Einwohner
  • 2018: 4450 Einwohner
  • 2019: 4443 Einwohner

(Quelle: LfStat[7], Gemeinde Leiblfing[8])

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister seit 1947[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1947–1972: Rupert Horner (†)
  • 1972–1978: Josef Lermer sen.
  • 1978–1990: Georg Berleb (†)
  • 1990–2002: Josef Hammerschmid (†)
  • 2002–2020: Wolfgang Frank
  • seit 2020: Josef Moll[2]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus dem ersten Bürgermeister und 16 Gemeinderatsmitgliedern. Für den Ortsteil Metting gibt es einen Ortssprecher.

Die Kommunalwahl am 16. März 2014 brachte folgendes Ergebnis:

  • CSU: 8 Sitze
  • Freie Wähler: 5 Sitze
  • SPD: 3 Sitze

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Berleb (†)
  • Max Frank sen. (†)
  • Rupert Horner (†)
  • Karl Kötzner (†)
  • Richard Maschauer (†)
  • Paula Kötzner
  • Josef Lermer sen.
  • Josef Hammerschmid (†)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Leiblfing
Blasonierung: „Unter silbernem Schildhaupt, darin zwei rote Leisten, in Rot ein auf einem silbernen Seitenvierberg emporsteigender silberner Löwe.“[9]

Wappengeschichte: Der Löwe auf dem Seitenvierberg ist redendes Bild für die Grafen von Leonsberg, die im Hochmittelalter die wichtigsten Grundherren im Gemeindegebiet von Leiblfing waren. Die Vogtei über die Kirche in Leiblfing verkauften die Grafen von Leonsberg 1306 an das Domkapitel Regensburg. Daran erinnern die Hochstiftsfarben Silber und Rot. Die zwei roten Leisten im silbernen Schildhaupt sind vom Wappen der Herren von Leublfing übernommen, die im 12. Jahrhundert als Ministerialen der Bischöfe von Regensburg nachweisbar sind und bis in das 19. Jahrhundert wichtige Ämter im bayerischen Staatsdienst einnahmen.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Mai 2000 besteht eine Partnerschaft mit der italienischen Gemeinde Affi.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2014 nach der amtlichen Statistik unter anderem im Bereich des produzierenden Gewerbes 431, im Bereich Handel und Verkehr 139 und im Dienstleistungsbereich 140 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1763. Dadurch ergibt sich ein Pendlersaldo von −828. In der Gemeinde befinden sich zahlreiche mittelständische Betriebe. Zudem sind noch einige Familienbetriebe zu finden. Land- und Forstwirtschaft wird bis auf wenige Ausnahmen als Nebenerwerb betrieben.

Das Gewerbesteueraufkommen belief sich im Jahr 2015 auf 2,1 Millionen Euro. Die Steuerkraft je Einwohner betrug 836,60 Euro.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • Kindertageseinrichtungen: zwei mit 161 Plätzen (Stand 2014)
  • Grundschulen: eine mit 144 Kindern und acht hauptamtlichen Lehrkräften (Stand 2015/2016)[10]
  • Mittelschulen: eine mit 81 Kindern und neun hauptamtlichen Lehrkräften (Stand 2015/2016)[11]

Töchter und Söhne der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Leiblfing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Kommunalwahlen im Landkreis-Straubing-Bogen. Landkreis Sraubing-Bogen, abgerufen am 30. Mai 2020.
  3. Gemeinde Leiblfing in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 25. September 2017.
  4. Amtsbezirk. Gemeinden und Gemarkungen. Bayerische Vermessungsverwaltung, archiviert vom Original am 11. April 2013; abgerufen am 31. März 2015.
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 577.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 632 und 633.
  7. Leiblfing: Amtliche Statistik des LfStat
  8. Zahlen - Daten - Fakten - Gemeinde Leiblfing im Landkreis Straubing-Bogen. Gemeinde Leiblfin, abgerufen am 29. März 2020.
  9. Eintrag zum Wappen von Leiblfing in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  10. Grundschule Leiblfing in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 6. August 2017.
  11. Mittelschule Leiblfing in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 6. August 2017.