Akademikerquote

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Folgende Teile scheinen seit mindestens seit ca. 2001 nicht mehr aktuell zu sein: Entwicklung in Deutschland.
Bitte hilf mit, die fehlenden Informationen zu recherchieren und einzufügen.

Deutschlandlastige Artikel Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.

Die Akademikerquote gibt an, wie hoch der Anteil der Hochschulabsolventen an einer Bevölkerung oder Erwerbsbevölkerung ist. Meist wird sie bezogen auf die Altersgruppe der in der Ausbildung befindlichen Personen angegeben.

Entwicklung in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Akademikerquote steigt in Deutschland seit den 1960er-Jahren kontinuierlich an. Da die Akademikerquote bezogen auf die in der Ausbildung befindlichen Jahrgänge über der Akademikerquote der gesamten Erwerbsbevölkerung liegt, wird diese Entwicklung auch die nächsten Jahrzehnte anhalten.

Parallel zur Entwicklung der Akademikerquote stieg der Anteil der Erwerbstätigen, die eine berufliche Ausbildung absolviert haben, bis Anfang der 1990er-Jahre an. Die Anzahl und Bedeutung von un- und angelernten Arbeitnehmern sank deutlich. Seit Mitte der 1990er-Jahre stagniert diese Entwicklung, da zunehmend berufliche durch akademische Ausbildung ersetzt wird und der Anteil ungelernter Arbeitskräfte durch Einwanderung steigt.

Grafische Darstellung
Jahr Abgeschlossene

Ausbildung

Berufs-

ausbildung

Akademische

Ausbildung

1975 63 % 56 % 7 %
1976 65 % 58 % 7 %
1977 67 % 59 % 8 %
1978 68 % 60 % 8 %
1979 70 % 61 % 9 %
1980 71 % 62 % 9 %
1981 71 % 62 % 9 %
1982 72 % 62 % 9 %
1983 73 % 63 % 10 %
1984 74 % 64 % 10 %
1985 75 % 65 % 10 %
1986 77 % 66 % 11 %
1987 78 % 67 % 11 %
1988 79 % 68 % 12 %
1989 80 % 68 % 12 %
1990 81 % 69 % 12 %
1991 84 % 72 % 12 %
1992 84 % 71 % 13 %
1993 85 % 71 % 14 %
1994 85 % 71 % 14 %
1995 86 % 71 % 15 %
1996 86 % 70 % 16 %
1997 87 % 71 % 16 %
1998 87 % 71 % 16 %
1999 86 % 70 % 16 %
2000 86 % 69 % 17 %

(Anteil an der Erwerbsbevölkerung; bis 1990 BRD, ab 1991 Gesamtdeutschland; Quelle: IAB)

Internationaler Vergleich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im internationalen Vergleich ist die Akademikerquote in Deutschland, Österreich und der Schweiz traditionell niedrig. Der Grund hierfür liegt im dualen Ausbildungssystem und insbesondere den Aufstiegsfortbildungen und der höheren Berufsbildung. Viele Aufgaben, die in anderen Ländern durch Akademiker wahrgenommen werden, werden hier durch Absolventen beruflicher Ausbildungsgänge wahrgenommen.

Die Quote der Erwerbstätigen mit abgeschlossener Ausbildung ist in den genannten Ländern im internationalen Vergleich hoch. Keinesfalls darf daher die Akademikerquote isoliert betrachtet und als Indikator einer unzureichenden Berufsausbildung interpretiert werden.

Die Akademikerquote darf nicht mit dem Anteil der Bevölkerung mit Abschluss auf Tertiärstufe verwechselt werden. Gerade beim Vergleich von Statistiken aus verschiedenen Bildungssystemen ist darauf Rücksicht zunehmen.

Die Akademikerquote beträgt 2013 in Irland 39,7 Prozent, Neuseeland 40,6, Großbritannien 41,0 , Australien 41,3, Korea 41,7 , USA 43,1 , Israel 46,4 , Japan 46,6 , Kanada 52,6 , Russland 53,5 .[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. wiwo.de OECD-Bildungsstudie: Die Länder mit der höchsten Akademikerquote