Al Bundy

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Al Bundy ist als Familienvater und Schuhverkäufer eine fiktive Figur aus der US-Sitcom Eine schrecklich nette Familie.

Die Figur wurde von dem Schauspieler Ed O’Neill porträtiert. Ihre enorme Popularität lässt sich durch den großen Erfolg der Serie Anfang der 1990er Jahre auch außerhalb der Vereinigten Staaten und der Darstellung O’Neills als einfachen Angestellten aus der unteren Mittelschicht erklären.

Bis auf eine Szene in der Episode Die Reise in die Vergangenheit, in der ihn die Grundschul-Bibliothekarin Alphonse Bundy nennt, wird er in der deutschen Synchronisation von allen nur kurz Al genannt (anders im englischen Original, zum Beispiel spricht ihn Peg in der Folge Stepford Peg mit seinem vollen Namen „Albert“ an, um die Ernsthaftigkeit der Situation zu unterstreichen). Er ist ein eher schlampiger Charakter und ständig schlecht gelaunt. Des Weiteren wird er nicht müde, die Wendungen in seinem Leben zu bedauern, die ihm seit dem Ende der High School begleitet haben, als ihm die Heirat das Football-Spielen auf dem College verwehrte.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Al Bundy, wohnhaft in Chicago und geboren am 7. November 1948, war ein äußerst erfolgreicher High-School-Footballer, der ein Stipendium von einem College erhielt. Als er auf einer Party auf Peggy Wanker traf und sie aufgrund eines geplatzten, mehrmals verwendeten Kondoms schwängerte, sah er sich gezwungen, seinen Ferienjob als Schuhverkäufer zu seinem Hauptberuf zu machen und seine Sportlerkarriere aufzugeben.

In seiner Zeit bei den fiktiven Polk High School Monsters erzielte er in dem entscheidenden Stadtmeisterschaftsspiel von 1966 gegen die ebenfalls fiktive Andrew Johnson High School vier Touchdowns in einem Spiel – darunter auch den entscheidenden kurz vor Schluss, als er sich gegen seinen Rivalen „Ersatzreifen“ Dixon durchsetzen konnte. Dixon wurde in der Folge Der Nachtwächter von Bubba Smith gespielt.

Mit dieser Geschichte nahmen die Drehbuchschreiber eine leicht veränderte Episode aus O’Neills Jugend in die Serie auf. In seiner Jugend bekam er ein Angebot der Pittsburgh Steelers, allerdings hinderte ihn eine Verletzung und keine Frau an einer Profikarriere.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Al Bundy lebt mit seiner Familie in einem Randbezirk von Chicago und ist mit der faulen, rothaarigen Margaret „Peggy“ Wanker verheiratet. Irrtümlicherweise fragte er sie, seine Frau zu werden, nachdem er sich zuvor betrunken hatte.

Zusammen mit seiner Frau hat er zwei Kinder, Sohn Budrick Franklin, genannt Bud, von Al nach einem Bier benannt, und Tochter Kelly, von ihm aufgrund ihrer geringen Intelligenz oft nur „Dumpfbacke“ genannt. Dies trifft aber nur auf die synchronisierte Fassung zu. Im Original nennt er sie eher liebevoll „pumpkin“ (etwa „Mäuschen“, „Schatz“, wörtlich „Kürbis“). Obgleich der Begriff schon vorher im deutschen Sprachgebrauch benutzt wurde, wurde er erst durch die Serie der breiten Masse bekannt und ist heute fest im Sprachgebrauch verankert.

Der Vater von Al beging Selbstmord, als jener noch ein Kind war. Die Schwiegermutter von Al ist in der Serie nie zu sehen, es gibt aber mehrere Anspielungen auf ihr Übergewicht und ihre Alkoholkrankheit.

Obgleich jede Möglichkeit genutzt wird, Frau und Kinder zu beleidigen oder zu schikanieren, besteht doch ein eindeutig liebevolles Verhältnis zu seiner Familie. Beispielsweise ist er – vor allem in früheren Staffeln der Serie – ständig besorgt um Kellys schulische Leistungen und ihre auf der Kippe stehende Versetzung. Des Weiteren achtet er darauf, mit welchen männlichen Partnern sie verkehrt. Nicht selten lässt er in seinen Augen zweifelhafte Personen gegen Wände oder die Haustür laufen. In Vater-Sohn-Gesprächen warnt er Bud davor, nicht dieselben Fehler wie er zu machen, und auch Peg bekommt – soweit für ihn machbar – ihre Wünsche erfüllt, seien es Sex, Geld oder materielle Dinge. Des Weiteren hat er im Kofferraum seines Autos ein Bild seiner Familie.

Job und Finanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Al Bundy ist Schuhverkäufer im Schuhgeschäft Gary’s Shoes and Accessories for Today’s Woman im Einkaufszentrum New Market Mall in Chicago. Al hasst seinen Beruf und verliert ihn auch mehrere Male aufgrund verschiedener Umstände, jedoch ist seine Abwesenheit stets nur von kurzer Dauer und er landet am Ende der Folgen wieder im Schuhladen.

In der Serie gibt es viele Anspielungen darauf, dass er nur ein sehr geringes Gehalt bezieht. Jedoch wohnen die Bundys in einem vergleichsweise vorzeigbaren Haus, was für einen Geringverdiener unmöglich zu bezahlen wäre. In einer Folge wird ihm bei einem vorzeitigen Rentengang ein Jahresgehalt als Prämie in Aussicht gestellt – 12.000 US-Dollar.

Bemerkenswert sind auch die vielen Anspielungen in der Serie auf die Schulden, die durch die exzessiven Einkaufstouren seiner Frau (seltener auch die seiner Kinder) und durch andere Unglücke verursacht wurden. Allerdings fällt es Al Bundy leicht, pünktlich die Hypothek für das Haus zu bezahlen.

Er ist stolzer Besitzer eines Dodge Dart Sport (tatsächlich ist dies aber ein 1972er Plymouth Duster, der als Dodge dargestellt wird). In einer Episode erwähnt er, dass sein Dodge aus Teilen anderer alter und kaputter Fahrzeuge dieser Marke gebaut wurde.

Verhältnis zur Nachbarschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Al Bundy ist in seiner Nachbarschaft relativ unbeliebt. Als das Gerücht in der Nachbarschaft umgeht, er sei gestorben, veranstalten die Nachbarn ein Fest mit dem Song Ding Dong, the shoe man’s dead; als Al aber wieder auftaucht, nennen sie es einen grausamen, grausamen Scherz (Folge Goldrausch Teil 2).

Gerade in früheren Staffeln der Serie wird Al beim Nach-Hause-Kommen von seinen Nachbarn ob seiner beruflichen und familiären Situation beleidigt und aufgezogen. Allerdings prallen diese Sprüche an ihm ab und er scheut sich nicht, bissige Kommentare und Antworten zu geben.

Sein Lieblingsopfer ist allerdings die direkte Nachbarin Marcy Rhoades/D’Arcy. Wegen ihrer sehr schlanken Beine, vor allem aber wegen ihrer sehr schwach ausgeprägten Brust wird sie von Al oft „Huhn“ genannt.

Persönlichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Al hat eine an Hass grenzende Abneigung gegen übergewichtige Frauen und lässt keine passende Situation ungenutzt, seine Abscheu durch Beleidigungen auszudrücken. Besonders häufig werden die Kundinnen in seinem Laden Opfer der Sprüche.

Sein Lebensinhalt ist die Welt des Sports. So hat er im Laufe der Jahre ein enormes Wissen über nahezu jede mehr oder weniger bekannte Sportart angesammelt. Als die Gameshow Sports Trivia Kandidaten für ihre Sendung sucht, kann er ohne jegliche Mühe die Konkurrenten in der Probeshow ausschalten und sich für die „echte“ Show qualifizieren. Jedoch untersagen die Produzenten ihm, daran teilzunehmen, da seine Persönlichkeitswerte „irgendwo zwischen dem Bundestrainer und einem kräftigen Schluck lauwarmen Wasser“ liegen.

Besonders interessiert ist er am Verfolgen von Baseball- und Football-Spielen sowie von Wettbewerben wie „Bikini-Mädchen, die im Öl ringen“ vom heimischen Sofa aus. Allerdings hat er auch Talente als aktiver Sportler, zum Beispiel als Bowler. Er ist oft mit seinen Freunden auf der Bowlingbahn, wo er an Turnieren teilnimmt (die er dann auch meistens gewinnt) oder einfach nur aus Spaß spielt. In der Hinsicht ist er sehr überzeugt von sich, da er schon „Strike“ sagt, bevor die Bowlingkugel die Pins überhaupt erreicht hat. Letztendlich wird es dann auch zu 99 % ein Strike. Wenn nicht, bemerkt er es auch schon vorher und bricht seinen „Strike“-Ruf ab. Zu gewinnen und somit seine Ehre aufrechtzuerhalten, ist ihm wesentlich wichtiger als hohe Geldsummen oder das Wohlbefinden seiner Frau, was er auch oft sagt oder zeigt. Als in der nationalen Baseballliga aufgrund eines Lockouts keine Spiele stattfanden, gründete er kurzerhand zusammen mit einigen Freunden eine eigene Liga: die „Nationale Nacktbarliga“. Wider Erwarten – vor allem Peg macht sich über diese Pläne lustig – wird die Liga ein großer Erfolg. Allerdings können sich Spieler und Besitzer der Teams wie in der echten Liga nicht auf eine Prämie einigen, und so findet das entscheidende Meisterschaftsspiel, für das sich Al und seine Freunde qualifiziert hatten, nicht statt, und sein erlangter Ruhm wird schnell vergänglich.

Al Bundy ist passionierter Griller, liebt Bier und ist leidenschaftlicher Sammler seines Lieblings-„Tittenmagazins“ Big’uns. Seine Lieblingsserie war bis zu ihrer Absetzung wegen zu viel Gewalt die fiktive Sendung Psycho Dad, sein Lieblingsfilm ist Hondo.

In der Serie wird Al Bundy als Patriot dargestellt. Bei einem Besuch in England nutzt er jede Gelegenheit, um mit seiner US-Staatsbürgerschaft zu protzen. Auch ist er ein großer Fan von John Wayne und ein stolzer Anhänger von Dwight D. Eisenhower. Des Weiteren lästert er gerne über die Franzosen.

NO MA’AM[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo von NO MA’AM

NO MA’AM ist die von Al Bundy und seinen Freunden ins Leben gerufene Organisation zur Bekämpfung der Machtergreifung von Frauen in der Gesellschaft. Die Abkürzung steht für National Organisation of Men Against Amazonian Masterhood (deutsch Nationale Organisation der Männer gegen die Amazonen-Machtausübung). Sie wurde spontan gegründet, als Jerry Springer sich in seiner Talkshow als männlicher Feminist geoutet hatte.

In seiner Funktion als Präsident der Organisation wird Als großes Rednertalent deutlich. So spricht er als Vertreter der Gruppe unter anderem vor dem US-Senat in Washington, D.C., um gegen die Absetzung seiner Lieblingsserie Psycho Dad zu protestieren.

Als die Regierung die Biersteuer anheben wollte, startete Al den Versuch, NO MA’AM als kirchliche Vereinigung darzustellen und somit der Steuererhöhung zu entkommen. Der Versuch scheiterte jedoch.

Verhältnis zu den anderen Charakteren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peggy Bundy[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Ehefrau (gespielt von Katey Sagal) gilt für ihn als der Grund für all sein Unglück, welches ihm seit der High-School widerfahren ist. Sie selbst weist aber jede Schuld von sich. Beide beleidigen sich gerne gegenseitig. So betitelt Al sie gerne als „große rote Maschine“ oder als „Couchmonster“, Peg kontert diese Sprüche allerdings schnell und bezeichnet Al als „Sultan des Schweißes“ und in einem Cartoon als „Mann mit der leeren Hose“. Während vor allem in früheren Staffeln der Sitcom beide Partner noch bereitwillig den Beischlaf vollziehen, wird in späteren Episoden Als Abneigung gegen diese ehelichen Pflichten deutlich. In der Sitcom gibt es verschiedene Anspielungen auf eine Sexsucht von Peggy sowie Als schwach ausgeprägte Manneskraft.

Trotz dieser Beleidigungen und anderer offenkundiger, nicht nur verbaler Geringschätzungen besteht zwischen beiden doch ein unterbewusstes inniges Verhältnis. Dies wird besonders in der Dreifachfolge Scheiden tut weh aus der 11. Staffel deutlich, als sich die beiden kurzzeitig trennen.

Kelly Bundy[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine geistig minderbemittelte Tochter Kelly (Christina Applegate) bezeichnet er in der deutschen Synchronisation oft nur barsch als „Dumpfbacke“ (im Original jedoch als pumpkin, wörtlich Kürbis, was so viel wie „Mäuschen“ bedeutet). Ihre Verehrer, meist sittenlose, heruntergekommene Rocker oder Punks, werden aus Angst vor Kellys sittlicher Verwahrlosung meistens von Al verprügelt und gegen diverse Wände und Türrahmen geschleudert. Ausnahmen bilden lediglich Partner, die finanziell gut gestellt sind und demnach Al ein besseres Leben ermöglichen könnten. In einer Rückblende ist Kelly ein kleines schlaues Mädchen, welches erst durch einen von Al verursachten Autounfall, wo sie sich den Kopf stößt, zum dummen Blondchen wird.

Bud Bundy[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein typisches Vater-Sohn-Verhältnis besteht zu seinem Sohn (David Faustino) nicht. Wann immer Bud väterlichen Rat beanspruchen möchte, ist Al gerade mit Dingen beschäftigt, die in seinen Augen wichtiger sind, etwa mit dem Verfolgen von College-Football-Spielen vor dem Fernseher oder mit dem Lesen seiner Tittenmagazine. Der einzige Rat, den Al Bud regelmäßig mit auf den Weg gibt, ist, niemals zu heiraten. Buds Mutter sprach einmal von der großen Belastung von Bud als Baby, weil sie ihm alle 2–3 Tage die Windeln wechseln musste. Bud konnte deshalb als Erstes die Windeln selber wechseln. Buds erstes Wort war „Titten“. Sexuell ist er lange unerfahren, da er bei echten Frauen nicht ankommt. Deshalb nutzt er Gummipuppen und praktiziert ausgiebig die Selbstbefriedigung, was Kelly in späten Folgen sehr oft zur Sprache bringt. Seine ersten sexuellen Erfahrungen macht er mit einer französischen Austauschschülerin, welche von seinen Fähigkeiten begeistert ist.

Steve Rhoades[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu seinem früheren Nachbarn Steve (David Garrison) besteht ein durchaus freundliches Verhältnis, jedoch wird in vielen Episoden Steves kaum ausgeprägtes Selbstbewusstsein deutlich. Al erkennt das und versucht Steve in vielen Einzelgesprächen auf der Couch der Bundys zu manipulieren und gegen seine eigene Ehefrau, Marcy, aufzuhetzen. Steve besitzt eine vergleichsweise hohe Intelligenz, in den Gesprächen mit Al lässt er sich allerdings auf geradezu naive Art von Al beeinflussen, wenn Al ihm seine Sicht der Dinge erklärt. So kann er beispielsweise Steve davon überzeugen, ohne vorherige Absprache mit seiner Frau einen 1965er Ford Mustang zu kaufen.

Steve Rhoades verliert seinen Job auf Grund eines voreiligen Kreditgeschäfts, welches er mit Al Bundy abwickelt. Der Kredit ist für Als Geschäftsidee Schuhnotruf und wird von Steve nur stattgegeben, da er durch einen bankinternen Wettstreit jegliche Gefahr, dass der Kredit zu platzen droht, übersieht. Der Schuhnotruf wird kein Erfolg, der Kredit platzt. Steve verliert somit seinen Job und versucht sich fortan als Ranger, was seiner Frau nicht gefällt. Somit ist Al, mehr oder weniger, indirekt für die Scheidung zwischen Steve und Marcy verantwortlich.

Steve ist allerdings nicht komplett von der Leinwand verschwunden. Er taucht gelegentlich wieder auf, sei es bei versehentlichen Treffen in der Stadt (Steve trifft an einer Tankstelle auf Marcy und versucht ihr weiszumachen, dass er nun ein erfolgreicher, wohlhabender Geschäftsmann ist, obwohl er nur als Chauffeur arbeitet), an der Universität, an der er nachher als Dekan tätig ist und wieder auf Marcy trifft, in einer Piratengeschichte, als „Rubius der Schreckliche“, die Peggy dem kleinen Sieben als Gute-Nacht-Geschichte vorliest, oder aber einfach nach langer Zeit im Haus der Bundys, da er ein seltenes Ei gestohlen hat, nun untertauchen muss und um seine Ex-Ehefrau Marcy zurückzugewinnen, die allerdings schon mit Jefferson verheiratet ist.

Marcy Rhoades/D’Arcy[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verhältnis zwischen Al und seiner langjährigen Nachbarin Marcy (Amanda Bearse) ist besonders in späteren Staffeln von tiefer Abneigung und von ständigen, diversen Konflikten geprägt. Dies hängt vor allem mit der Entwicklung des Charakters „Marcy“ zusammen, die sich im Laufe der Sitcom von der biederen Bänkerin in eine starke Feministin verwandelt. Auf Grund der dünnen Beine und der schwach ausgeprägten Brust von Marcy nennt Al sie sehr häufig nur „Huhn“ oder „Hühnchen“. Dennoch gibt es auch einzelne Folgen, wo beide zusammenhalten und einer Meinung sind, u. a. als Kelly und Jefferson in einem Werbespot für „Romantik-Kaffee“ sich küssen sollen und beide dagegen angehen.

Jefferson D’Arcy[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem zweiten Ehemann seiner Nachbarin, Jefferson (Ted McGinley), verbindet Al auf Grund der vielen Gemeinsamkeiten eine feste Freundschaft. Im Unterschied zu Steve lässt sich Jefferson allerdings nicht von Al beeinflussen. Des Weiteren ist Jefferson auch kleineren illegalen Geschäften nicht abgeneigt. So veranstaltet er mehrmals bei Al illegale Pokerrunden, welche von der Polizei entdeckt werden. Jefferson war im Gefängnis, weil er unbrauchbare Grundstücke zu teuren Preisen verkauft hat. Unter anderem verkauft er das Gelände des fiktiven „Lake Chicamocomico“, welches Al für seinen Ruhestand erwirbt. Wegen seiner Verseuchung ist das Gebiet allerdings für viele Jahrhunderte unbewohnbar. Jefferson hat nach immer wiederkehrenden Andeutungen für die CIA gearbeitet. Er hat auch ein freundschaftliches (geschäftliches) Verhältnis zu Fidel Castro, welcher ihm Ersatzteile für Als Schrottauto überlässt. Jefferson drückt sich erfolgreich vor jeder regelmäßigen Arbeit und lässt sich von seiner Frau aushalten.

Sieben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sieben ist ein kleiner Junge, der von Peggys Verwandten, welche vorher nie erwähnt werden, bei Al faktisch ausgesetzt wird. Mit ihm versuchten die Produzenten vergeblich die Serie wieder aufzupeppen, da Kelly und Bud inzwischen als Figuren verbraucht schienen. Dieser Trick, neue Figuren mit neuen Charaktereigenschaften einzubringen, schlug fehl. Sieben verschwand nach einigen Episoden ohne weitere Erwähnung. Lediglich auf der ewigen Milchtüte, welche im Kühlschrank steht und immer nur von den Familienmitgliedern mit Wasser aufgefüllt wird, ist in einer Szene nun Sieben zu sehen statt des dort sonst abgebildeten Lindberghbabys.

Jobs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Al Bundy hatte nebenberuflich mehrere Jobs angenommen – oft auf Grund der Kauflust seiner Frau und der dadurch entstandenen finanziellen Not. Die meisten Jobs waren allerdings eher niedere Arbeiten und wenig lukrativ. Hier eine Auswahl:

  • Schuhverkäufer
  • Barkeeper in einer Oben-ohne-Bar
  • Weihnachtsmann im Einkaufszentrum
  • Wachmann in Buds und Kellys High-School
  • Kellys Agent
  • Burgerbrater
  • Tankwart
  • Müllmann
  • Hausmeister
  • Medium („Madame Zelda“)
  • Erfinder eines „Schuhnotrufs“ („Dr. Schuh“)
  • Hotelangestellter / Zimmerservice (S02E16)
  • Darsteller in der Werbung für „ZEUS Schuhe“
  • Buds Chauffeur (um somit seinen abgelaufenen Führerschein wieder gültig zu machen)
  • Oberstes Haupt (Reverend Al) seiner selbstgegründeten Männerkirche
  • Lokführer der „Elfen-Eisenbahn“ im Einkaufszentrum

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

“So you think I’m a loser? Because I have a stinking job that I hate, a family that doesn’t respect me, and a whole city that curses the day I was born? Well, that may mean loser to you, but let me tell you something. Every morning when I wake up, I know it’s not going to get any better until I go back to sleep. So I get up. I have my watered-down Tang and my still-frozen Pop Tart. I get in my car with no upholstery, no gas, and six more payments. To fight traffic just for the privilege of putting cheap shoes onto the cloven hooves of people like you. I’ll never play football like I thought I would. I’ll never know the touch of a beautiful woman. And I’ll never again know the joy of driving without a bag on my head. But I’m not a loser. Because, despite it all, me and every other guy who’ll never be what he wanted to be, is out there, being what we don’t want to be, forty hours a week, for life. And the fact that I haven’t put a gun in my mouth, you pudding of a woman, makes me a winner!”

„Sie glauben ich bin ein Verlierer? Nur weil ich einen scheiß Job habe, den ich hasse? Eine Familie, die mich nicht respektiert? Eine Stadt, die den Tag verflucht, an dem ich geboren wurde? Gut, das ist für Sie vielleicht ein Verlierer, aber ich will Ihnen mal was sagen: Jeden Morgen, wenn ich aufstehe, weiß ich, es kann gar nicht besser werden, bis ich mich wieder schlafen lege. Also steh ich auf, nehme meinen verwässerten Tang [US-amerikanisches Orangensaftpulver] und meine noch gefrorenen Toaster-Kuchen [ungefähr, auch eine US-amerikanische Handelsmarke] zu mir, steige in mein Auto mit durchgesessenen Sitzen, sechs ausstehenden Raten und ohne Benzin. Ich stürze mich in den Verkehr, nur um die Freude zu haben Leuten wie Ihnen ein paar billige Schuhe an die Hufe zu drücken. Ich werde nie Football spielen, so wie ich es mir vorgestellt habe. Ich werde nie wissen, wie es ist, von einer wunderschönen Frau gestreichelt zu werden. Eigentlich dürfte ich nie wieder Auto fahren ohne Maske über dem Kopf. Aber ich bin kein Verlierer. Weil ich trotz alledem, genau wie jeder andere, der nie sein wird, was er mal sein wollte, mich doch da draußen rumtreibe und das bin, was ich nicht sein wollte, vierzig Stunden pro Woche, lebenslang. Und die Tatsache, dass ich mir keine Kanone in den Mund stecke, Sie Pudding von einer Frau, macht mich zum Sieger!“

Eine schrecklich nette Familie – Staffel 3, Episode 1: „Reise in die Vergangenheit“ („He thought he could“)

“Never wanted to get married – I’m married, never wanted to have kids – I got two of ’em. How the hell did this happen?”

„Ich wollte nie heiraten – ich bin verheiratet, ich wollte nie Kinder – ich habe zwei. Wie konnte das nur passieren?“

Eine schrecklich nette Familie – Staffel 1, Episode 13: „Johnnys Hamburgerbude“ („Johnny Be Gone“)

“Insurance is like marriage. You pay and pay but you never get anything back.”

„Versicherungen sind wie die Ehe. Du bezahlst und bezahlst und bekommst nie etwas zurück.“

Eine schrecklich nette Familie – Staffel 8, Episode 6: „Das neue Auto“ („No chicken, no check“)

„Es ist doch auch so, dass jemand, der einen VW fährt, ab und zu die Augen schließt und sich vorstellt, es sei ein Ferrari (nachdem Marcy ein Faltblatt mit Miss Oktober über dem Bett gefunden hat, das Steve beim Geschlechtsakt angesehen hat, statt seine Frau)“

Eine schrecklich nette Familie – Staffel 4, Episode 7 „Miss Faltblatt“

Außenwirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Person Al Bundy hat über die Fernsehserie hinaus auch viele Jahre nach Serienende eine Außenwirkung. So sind T-Shirts mit Al Bundy auch noch 2015 in Geschäften und (Internet-)Versandhäusern erhältlich. 2005 hat ein Darsteller den Künstlernamen Al Bundy für seine Rolle in dem Film Tinsel Town gewählt.[1] Auch erwähnt wird „Al Bundy“ in der amerikanischen Komödie „American Pie 2“, wo Michelle (Alyson Hannigan) Jim (Jason Biggs) auffordert an „Al Bundy’s Stinkesocken“ zu denken, damit er keine Erektion bekommt. Die Person Al Bundy hatte verschiedene Fernsehauftritte von unterschiedlichen Schauspielern. So trat 2002 Paul Vogt als Al Bundy in der The Rerun Show auf und Ed O’Neill selbst 1991 in der Fernsehserie Top of the Heap und 2003 in Married… with Children Reunion auf.[2]

In zwei Simpsons-Folgen (s04e21 und s05e15) wird Al Bundy im Fernsehen gezeigt. In der ersten sieht sich Ned Flanders als Sünder an, weil er über einen Sketch gelacht hat. [3]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In einer Folge, als Peggy eine Karikatur von Al zeichnet (Der Mann mit der leeren Hose) und diese als Comic verkauft, wird im Fernsehen erwähnt, dass Al mit zweitem Vornamen Stinkefuß heißt.
  • In einer weiteren Folge sagt Al selber, dass er mit zweitem Vornamen Folter heißt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Al Bundy – Eine schrecklich nette Familie. Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, 1998, ISBN 3-89602-118-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.imdb.de/title/tt0328546/fullcredits#cast
  2. http://www.imdb.de/character/ch0016726/
  3. http://simpsonspedia.net/index.php?title=Eine_schrecklich_nette_Familie