Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt

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Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt
Albert-Schweitzer-Stiftung-Logo.svg
Gründer Wolfgang Schindler
Gründung 2000, München
Sitz München
Personen

Mahi Klosterhalfen (Geschäftsführender Vorstand),
Rolf Hohensee (Vorstand),
Hans-Georg Kluge (Vorstand)

Aktionsraum Deutschland
Schwerpunkt Tierschutz, Tierrechte
Angestellte 20
Motto Begeistert für Tiere
Website http://albert-schweitzer-stiftung.de/

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt ist eine deutschlandweit tätige Tierschutz- und Tierrechtsorganisation, die sich insbesondere für einen geringeren Konsum von Tierprodukten und bessere Bedingungen in der Haltung von Nutztieren einsetzt.

Organisation[Bearbeiten]

Bei der Organisation handelt es sich um eine gemeinnützige Stiftung, die im Jahr 2000 durch den 2013 verstorbenen Rechtsanwalt Wolfgang Schindler in München als gemeinnützige Stiftung gegründet wurde. Nach eigenen Angaben ist sie seit dem Tod ihres Gründers spendenfinanziert.

Schirmherr der Stiftung war viele Jahre der Philosoph Peter Sloterdijk. Rhena Schweitzer-Miller, die Tochter Albert Schweitzers, verlieh ihr den Namen. Der Sitz der Stiftung befindet sich in München.

Tätigkeit[Bearbeiten]

Die Tätigkeit der Stiftung besteht hauptsächlich aus politischer Lobbyarbeit, Verhandlungen mit Betrieben der Lebensmittelwirtschaft und Organisation von Demonstrationen sowie Information der Öffentlichkeit.

So forderte man 2014 gemeinsam mit der französischen Organisation L2014 die EU auf, gegen die Produktion von Foie gras aktiv zu werden.[1][2]

Grunzmobil[Bearbeiten]

Ein weiteres Tätigkeitsfeld ist die allgemeine Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel, über Fleischkonsum nachzudenken, die z. B. mit dem GrunzMobil, einem schweineförmiges Fahrzeug mit Videoinstallationen, durchgeführt wird. Die nach eigenen Angaben wichtigste Publikation der Stiftung ist die Selbst-Wenn-Broschüre.

Von 2007 bis 2011 verlieh die Stiftung außerdem gemeinsam mit der internationalen Tierschutzorganisation Compassion in World Farming den Preis Das goldene Ei.

Zu ihren Erfolgen zählt die Stiftung nach eigenen Angaben die Durchsetzung des Verbots von herkömmlichen Legebatterien vor dem Bundesverfassungsgericht durch Wolfgang Schindler. Zudem haben gemäß ihren Angaben Verhandlungen mit Lebensmitteleinzelhandelsunternehmen dazu geführt, dass dort keine Käfigeier mehr verkauft werden. Zudem habe die Stiftung mehrere Unternehmen überzeugen können, den Handel mit Stopfleberprodukten zu beenden.

Universelles Leben[Bearbeiten]

Im März 2012 veröffentlichte der Tierrechtler Colin Goldner einen Artikel auf der Website der Albert Schweitzer Stiftung, der forderte, seriöse Tierrechtsbewegungen stärker von Gruppen abzugrenzen, die Tierrechte nur als Deckmantel für eine sektenähnliche religiöse oder rechtsradikale Gesinnung nutzen und eine Unterwanderung durch diese zu verhindern. Zu diesen zählte er unter anderem auch "Universelles Leben".[3][4][5]

2007 hatte sich der Gründer Wolfgang Schindler anlässlich einer Demonstration zur Abschaffung der Jagd am 31. März 2007 in München in seinem von Barbara Rütting verlesenen Grußwort jedoch wie folgt geäußert:

„Das großartige Engagement des Universellen Lebens im Bereich des Tierschutzes bewundere ich seit Jahren. Wenn mir irgendeine Religionsgemeinschaft imponiert, dann das Universelle Leben. Bei großer Toleranz wird hier unermüdlich Überzeugungsarbeit geleistet.“

Wolfgang Schindler[6]

In der Folge kam es zu dem veröffentlichen Artikel zu einem Sturm des Protestes,[3][4] der dazu führte, dass die Stiftung Goldners Beitrag schließlich vom Netz nahm, um laut eigener Aussage "in Ruhe prüfen" zu können ob in dem Artikel "Aussagen befanden, die die Grenzen des rechtlich Zulässigen überschreiten und Haftungsrisiken für uns begründen können".[7] Wie die Stiftung später feststellte, war Goldners Beitrag rechtlich nicht zu beanstanden, wohl aber einige der Kommentare der Leser des Artikels.[7]

Goldners Beitrag jedoch wurde nicht wieder freigeschaltet, da man "das Risiko eines langwierigen und teuren Rechtsstreits" nicht eingehen wolle.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. L214, www.l214.com
  2. albert-schweitzer-stiftung.de
  3. a b Doggennetz.de
  4. a b GreatApeProject.de
  5. Colin Goldner: Tierrechte und Esoterik – Eine Kritik.. In: Das steinerne Herz der Unendlichkeit erweichen. Alibri Verlag, 31. Mai 2007, ISBN 3865690149.
  6. Grußwort von W. Schindler
  7. a b c Golner-Beitrag nach Entfernung (Memento vom 15. November 2012 im Internet Archive)