Albrecht Manuel

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Anonym, Bildnis Albrecht Manuel (1631).

Albrecht Manuel (* 2. November 1560 in Bern; † 11. August 1637 ebenda) war Schultheiss von Bern und Herr zu Cronay.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albrecht Manuel wurde als Sohn des Niklaus Manuel und Enkel des Malers Niklaus Manuel geboren. Ab 1588 sass er im bernischen Grossen Rat, war Landvogt von Yverdon, ab 1595 Mitglied des Kleinen Rates und Venner zu Gerwern, seit 1597 Statthalter des Schultheissenamtes und Mitglied des Geheimen Rates, von 1600 bis 1632 Schultheiss von Bern. Zu seinen vielen Missionen gehörte 1590 die Vermittlung eines Friedens zwischen Genf und Savoyen. Er bekämpfte Ansprüche Savoyens auf Genf und die Waadt und erreichte 1617, dass Savoyen gemäss Lausanner Vertrag von 1564 erneut auf die beiden Gebiete verzichtete und mit Bern ein Schutzbündnis abschloss, welches Genf einbezog. Im Wallis vertrat er die Interessen der Protestanten gegen die Rekatholisierung. Während Jahrzehnten prägte Manuel die eidgenössische Politik im Sinne der reformierten Stände.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Thormann, Die Schultheissenbilder der Berner Stadtbibliothek Bern 1925, Nr. 15.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VorgängerAmtNachfolger
Hans Rudolf SagerSchultheiss von Bern
1597–1621
Anton von Graffenried (I.)