Alexander Bernardazzi

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Alexander Bernardazzi

Alexander (Ossipowitsch) Bernardazzi (russisch Александр Осипович Бернардацци; * 2. Juli 1831 in Pjatigorsk, Russisches Reich; † 14. August 1907 in Fastow, heute Ukraine) war ein russisch-Schweizer Architekt, der überwiegend im damaligen Russischen Reich wirkte. Er schuf viele bekannte Bauten unter anderem in Chișinău, Odessa und Bendery.

Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abschluss seines Architekturstudiums im Jahr 1850 in Sankt Petersburg brachte ihn seine Arbeit in das russische Gouvernement Bessarabien. Dort widmete er sich in der damals kleinen Stadt Chișinău mehreren großzügigen Bauten, darunter die Biserica Sfîntul Pantelemon (Grecească – die griechische Kirche) und die St.-Teodora-de-la-Sihla-Kathedrale und prägte damit das Stadtbild bis heute.

Nach 1878 verlegte er seinen beruflichen Schwerpunkt nach Odessa, wo er mit einer Vielzahl von Gebäuden das Stadtbild prägte. Von ihm stammten u. a. die Entwürfe zum Invalidenhaus (1886/87), der neuen Börse (1894/99), dem Handelshaus Petrokokino (1895/96), dem Hotel Bristol (1898/99) und zur Medizinischen Klinik (1901/04). Die Umbauten des Hauptbahnhofs und der Oper fanden ebenfalls unter seiner Leitung statt.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alexander Bernardazzi war Sohn der Schweizer Architekten- und Künstler-Familie Bernardazzi mit Herkunftsort Pambio bei Lugano im Kanton Tessin; Eltern: Giuseppe Bernardazzi senior und dessen Ehefrau Wilhelmine Dorothea Conradi.

Seine erste Ehe mit Cristina Frantsevna brachte ihm drei Kinder, darunter der spätere Architekt Alexander Bernardazzi Junior. Seine Frau verstarb in Chișinău. Mit seiner zweiten Frau Julie Bulazel kam sein Sohn Eugen Bernardazzi zur Welt, welcher später ebenfalls als Architekt seine Tätigkeit aufnahm.

Söhne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]