Altenburger Ziegenkäse

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Altenburger Ziegenkäse

Der Altenburger Ziegenkäse ist ein deutscher Weichkäse. Er hat seinen Ursprung im thüringischen-sächsischen Grenzgebiet. Er wird nach traditioneller Rezeptur seit 1897 in der Käserei Altenburger Land in Hartha und in der Feinkäserei Zimmermann in Falkenhain bei Wurzen hergestellt. Er enthält 30 Prozent Fett in der Trockenmasse.

Geschützte Ursprungsbezeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Käse, der sowohl der thüringischen als auch der sächsischen Küche zugerechnet wird, darf nur in den Landkreisen Altenburger Land, Burgenland und Leipzig sowie der kreisfreien Stadt Gera hergestellt werden.

Erscheinung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der runde Laib des Käses hat einen Durchmesser von 11,5 Zentimeter, eine Höhe von etwa 3 Zentimeter und wiegt 250 Gramm. Die Oberfläche ist mit weißem Schimmel des Camembert überzogen. Der Teig ist blassgelb, geschmeidig und mit wenigen Bruchlöchern durchzogen. Die Kümmelsamen werden als braune Flecken im Käseteig wahrgenommen.

Herstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Altenburger Ziegenkäse wird aus Kuhmilch unter Zugabe von mindestens 15 Prozent Ziegenmilch hergestellt. Die Milch wird mit Lab dickgelegt und der Bruch walnussgroß zerschnitten. Vor dem Ausformen der Käselaibe wird der Kümmel hinzugegeben. Der Käse reift innerhalb von 10 Tagen. Die Käserei Altenburger Land produziert nach Bio-Normen, lässt dies allerdings nicht zertifizieren, da sich das aufgrund Thüringer und sächsischer Verbrauchergewohnheiten nicht positiv auf den Umsatz auswirkt und das Unternehmen andernfalls einen Verlust einfahren würde.

Die Ziegenmilch wird ausschließlich von regionalen Betrieben bezogen, vornehmlich aus dem Raum Altkirchen.

Geschmack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der milde Geschmack des Altenburger Ziegenkäses hat eine ausgeprägte Note, der Kümmel lässt sich deutlich herausschmecken.

Verzehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altenburger Ziegenkäse wird traditionell auf Brot gegessen. Mit ein paar sauer eingelegten Gurken oder roter Bete ergibt er eine sättigende Zwischenmahlzeit.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerhard Waltmann, Annerose Sieck: Lexikon vom Käse. Komet, Köln 2005, ISBN 3-89836-446-1, S. 62.
  • Brigitte Engelmann, Peter Holler: Das Feinschmecker-Handbuch Käse. Ullmann, Königswinter 2008, ISBN 978-3-8331-5023-4, S. 265.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Altenburger Ziegenkäse. In: www.landwirtschaft.sachsen.de. Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, abgerufen am 29. Dezember 2014.
  • Altenburger Ziegenkäse. In: www.kaesewelten.info, abgerufen am 29. Dezember 2014.