Altkünkendorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Altkünkendorf
Koordinaten: 53° 0′ 31″ N, 13° 52′ 30″ O
Höhe: 62 m ü. NN
Einwohner: 189 (31. Dez. 2006)[1]
Eingemeindung: 31. Dezember 2000
Postleitzahl: 16278
Vorwahl: 03331
Altkünkendorf (Brandenburg)
Altkünkendorf

Lage von Altkünkendorf in Brandenburg

Altkünkendorf ist ein Dorf im Landkreis Uckermark in Brandenburg, welches am 31. Dezember 2000 in die Stadt Angermünde eingegliedert wurde.[2] Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes datiert auf das Jahr 1287, damals hieß das Dorf noch „Konckendorp“. Der Ort besitzt zwei Gemeindeteile: Luisenhof und Grumsin.

Am Rande der UNESCO-Weltnaturerbestätte Grumsiner Forst im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin gelegen gibt es in und um Altkünkendorf landschaftlich schöne Routen für Radfahrer und Wanderer. Unweit des Ortes findet man den Heiligen See und den Wolletzsee an dem auch der Radfernweg Berlin–Usedom langführt.

Die Mitte des 13. Jahrhunderts erbaute Dorfkirche wurde 1850–60 im neugotischen Stil von Friedrich August Stüler umgebaut. Sie dient der öffentlichen Nutzung durch Konzerte, Ausstellungen, Arbeitskreise etc.

Ab der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts bis 1668 besaß die Familie von Arenstorff das Gut, um 1687 die von Lattorff und von 1788 bis 1872 die Familie von Rohr. Anfang des 20. Jahrhunderts ging das Gut in bürgerlichen Besitz über. 1946 werden 889 ha Land enteignet und aufgeteilt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gutshaus Mon Plaisir
Dorfkirche

Die erste belegte urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1287.[3] 1354 fällt „Oldenkunekendorph“ an Pommern.

1459 wurde das Dorf im Brandenburgischen Stiftsmatrikel als wüst geführt. 1495 wurde das Gut Altkünkendorf als Lehen an Otto und Hans von Arnsdorff vergeben.

Im Jahr 1722 wurde das Vorwerk Grumsin gebaut, 1783 der Schulunterricht aufgenommen und 1829 der Luisenhof zum Vorwerk ausgebaut. 1891 erfolgte die Errichtung einer Postagentur in Altkünkendorf.

1945 wurde der Gutsherr enteignet und der Besitz an 33 Bauern, Kleinbauern und Umsiedler verteilt.

Im Jahr 1988 wurde die Dorfkirche unter Denkmalschutz gestellt. Schiff und Turm dieser Kirche wurden zwischen 1999 und 2001 saniert, die Sanierung der Orgel aus dem Jahr 1850 erfolgte 2003.

1994 wurde das Gutshaus denkmalgerecht saniert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stadt Angermünde: Die Ortsteile. kostenlose Flyer

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Altkünkendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeinde- und Ortsteilverzeichnis. In: geobasis-bb.de. Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg; abgerufen am 17. Juli 2017.
  2. Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 4, Potsdam, den 24. Januar 2001, S. 76, PDF.
  3. Siehe L. Enders: Hist. Ortslex. Brandenburg. Teil VIII Uckermark, Seite 543, Pr.Br.Rep. 10 B Chorin U 23