Amtsbanerne på Als

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Amtsbanerne på Als
Kreisbahn auf Alsen
Liniennetz der Amtsbanerne på Als
Liniennetz der Amtsbanerne på Als
Maximale Neigung: 1:40 
Höchstgeschwindigkeit: 30 km/h, später 45 km/h
Sønderborg–Skovby
Streckenlänge: 19,0 km
Spurweite: 1000 mm, ab 15. Juni 1933
Sønderborg–Mommark Færge 1435 mm
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von Tinglev
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0,0 Sønderborg dt. Sonderburg
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Alsensund; Kong Christian den X’s Bro (Klappbrücke)
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Hafenbahn bis 1951
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1,5 Sønderborg Alssiden Hafenbahn ab 1930
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Hafenbahn bis 1930
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2,0
0,0
Sønderborg By heute Busbahnhof
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zur Kammgarnspinnerei
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2,3 Sundsmark
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3,2 Spang
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4,5 Vollerup dt. Wollerup
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nach Nordborg (s.u.)
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7,4 Hörup (Alsen)
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9,1 Majbøl dt. Maibüll
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10,4 Bjørnemosegård dt. Björnemoosegaard
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11,9 Tandslet
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13.2 Nedre Tandslet dt. Niedertandslet
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14,6 Lille Mommark dt. Klein Mummark
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16,6 Lysabild dt. Lysabbel
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17,0 Fjelby
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19,0 Skovby (Sønderborg) dt. Schauby
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16,2 Sarup
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18,0 Mommark Færge dt. Mummark Fähre
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nach Faaborg (1967 eingestellt)
Vollerup–Nordborg
Streckenlänge: 26,4 km
Spurweite: 1000 mm (Meterspur)
   
von Sønderborg (s.o.)
   
4,5 Vollerup dt. Wollerup
   
nach Skovby (Sønderborg) (s. o.)
   
Augustenborg Fjord dt. Augustenburger Föhrde
   
7,5 Augustenborg dt. Augustenburg
   
8,6 Bro
   
10,1 Ketting
   
12,0 Asserballe dt. Atzerballig
   
13,6 Notmark-Hundslev dt. Nottmark-Hundsleben
   
16,3 Elstrup
   
17,8 Guderup dt. Gudsleben
   
20,5 Stevning
   
23,1 Svenstrup dt. Schwenstrup
   
26,0 Havnbjerg dt. Hagenberg
   
28,2 Oksbøl (Als) dt. Oxbüll
   
30,9 Nordborg dt. Norburg

Die Amtsbanerne på Als (ABA) war bis 1920 unter dem Namen Kreisbahn auf Alsen ein Eigenbetrieb des ehemaligen Kreises Sonderburg in Nordschleswig. Dieser übertrug die Betriebsführung auf die Eisenbahnunternehmung Lenz & Co GmbH – Betriebsabteilung Altona. 1920 wurde der Kreis aufgelöst und das Gebiet auf Grund der im Friedensvertrag von Versailles vorgesehenen Volksabstimmung in Schleswig an Dänemark abgetreten.

Meterspurnetz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Sonderborg By, heute Busbahnhof
Gleisführung 1925 im Stadtgebiet

Das meterspurige Kleinbahnnetz auf der Insel Alsen umfasste ein Streckennetz von insgesamt mehr als 50 Kilometern Länge. Die Kilometrierung der einzelnen Strecken begann immer in Sonderborg und wurde auf den abzweigenden Strecken entsprechend weitergeführt. Erbaut wurde sie nach dem preußischen Kleinbahngesetz von 1892, der preußische Staat und die Provinz Schleswig gaben erhebliche Zuschüsse zum Bau.

Sønderborg–Skovby (Sonderburg–Schauby)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke wurde am 6. Februar 1898 eröffnet. Ursprünglich führte die Strecke über den Stadtbahnhof in Sonderburg hinaus nach Süden zur Strandpromenade, wo der Anschluss zum Gaswerk nach Osten abzweigte, und weiter nördlich am Schloss vorbei bis zum Stadthafen. Nach der Einstellung der Schmalspurstrecke am 28. Februar 1933 wurde der Abschnitt von Sonderburg bis Mommark auf 1435 mm umgespurt und am 15. Juni 1933 eröffnet. Dabei wurde die Strecke innerhalb des Ortes neu verlegt und führte vom Stadtbahnhof direkt zur Kong Christian den X’s Bro, mit der der Als Sund überquert wurde. Die Hafenbahn zweigte von dieser Strecke ab. Die Strecke nördlich des Stadtbahnhofes wurde weiter östlich neu trassiert und traf am Stadtrand auf die alte Schmalspurtrasse. Am 27. Mai 1962 wurde diese Strecke eingestellt.

Lille Mommark–Mommark Færge (Klein Mummark–Mummark Fähre)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 4,3 km lange Teilstrecke wurde am 6. Februar 1898 eröffnet, wurde 1933 mit auf Normalspur umgebaut und blieb bis zur Einstellung 1962 erhalten.

Vollerup–Nordborg (Wollerup–Norburg)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eröffnet 1. Juli 1898; 26,4 km; Einstellung am 6. Februar 1933.

Hafenbahn Sønderborg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reste der Hafenbahn, von der Kong Christian den X’s Bro gesehen
2016 waren am Hafen von Sønderborg noch Gleisreste vorhanden

Der Bau der Hafenbahn wurde mit dem Gesetz Nr. 72 vom 29. März 1924 beschlossen.[1] Mit dem gleichen Gesetz wurde der Bau einer kombinierten Straßen-/Eisenbahnbrücke sowie die Herstellung der Zufahrten vom Staatsbahnhof in Sønderborg über die Brücke auf die Sønderborgsiden genehmigt. Die 1,5 km lange Strecke wurde nur im Güterverkehr befahren.

Die Hafenbahn war bis 1998 über die Kong Christian den X’s Bro (deutsch König-Christian-X.-Brücke) in Betrieb. Unter der Brücke befand sich eine Umsetzgrube, in der normalspurige Wagen auf schmalspurige Rollwagen gesetzt werden konnten. Diese Anlage wurde noch bis zur Einstellung der Gaswerk-Bahn benötigt. Ein Teil der Hafengleise war als Vierschienengleis ausgeführt.

Gaswerk-Bahn Sonderburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Hafenbahn schloss östlich ein Gleisanschluss das Gaswerk an. Nach Stilllegung der Kleinbahn führte sie unter Benutzung eines Teiles der alten Hafenbahn entlang der Strandpromenade hinter dem Schloss und am heutigen Stadthafen vorbei unter der Kong Christian den X’s Bro zur neuen Hafenbahn. Dieses meterspurige Gleis war von 1909 bis 1951 in Betrieb. Die Strecke wurde für Kohletransporte benutzt, der Verkehr von einer Werklokomotive besorgt. Die Strecke blieb nach 1933 meterspurig, für den Verkehr wurde die Lok 8 der Kreisbahn erworben.[2]

Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1914 fuhren laut Kursbuch (Strecke 102 S) von Sonderburg täglich sieben Zugpaare nach Schauby (Skovby) und neun nach Norburg. Die Verbindung zur Fähre in Mommark wurde nur dienstags und sonntags je zweimal bedient.

Der Fahrzeugpark umfasste damals 9 Dampfloks, 22 Personen- und 107 Güterwagen sowie 8 Post/Packwagen. 1897 wurden vier dreiachsige Lokomotiven vom Lenz Typ g von Vulcan geliefert, bis 1910 kamen noch fünf weitere Lokomotiven dieses Typs hinzu. 1913 wurden zwei vierachsige Lokomotiven von Orenstein & Koppel erworben, wovon eine 1914 an die Heeresfeldbahn abgegeben werden musste und nicht wiederkam. 1922 wurde eine dreiachsige Lokomotive von der Haderslebener Kreisbahn übernommen. 1927 wurden drei neue stärkere Maschinen mit drei Treib- und jeweils einer Vor- und einer Nachlaufachse wieder bei Vulcan beschafft. 1931 waren drei Triebwagen vorhanden. Die meisten Fahrzeuge wurden 1933 verschrottet, die dreiachsige Lok 8 an das Gaswerk verkauft. Die erst 1927 gebauten Lokomotiven 40–42 wurden an die Kolberger Kleinbahn (40) und die Greifenberger Kleinbahn verkauft. Die Lok 42 ist im Greifenberger Schmalspurbahnmuseum in Polen erhalten.

Nach Abtretung an Dänemark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Alsen 1920 dänisch wurde, wurde mit dem Eisenbahngesetz vom 29. März 1924 beschlossen, die Strecke Sønderborg–Mommark auf Regelspur umzubauen und danach von Danske Statsbaner betreiben zu lassen. Der Umbau wurde am 15. Juni 1933 beendet. Die Strecke bestand danach bis zum 27. Mai 1962. Die übrigen Strecken wurden am 28. Februar 1933 stillgelegt.

Im Auslandskursbuch der DB Winter 1956 sind werktags acht Zugpaare und sonn- und feiertags sieben Zugpaare zwischen Sønderborg H und Mommark Fg aufgeführt.

Museumsbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2003 besteht ein Verein, der einen Teil der Strecke zwischen Nordborg und Danfoss Universe bei Havnbjerg als Museumsbahn wieder aufbauen möchte. Die erste Fahrt auf einem kleinen Streckenstück erfolgte am 28. August 2016.[3][4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Reichs-Kursbuch: Uebersicht der Eisenbahn-, Post- und Dampfschiff-Verbindungen in Deutschland, Oesterreich-Ungarn, Schweiz sowie der bedeutenderen Verbindungen der übrigen Theile Europas und der Dampfschiff-Verbindungen mit aussereuropäischen Ländern. Bearbeitet im Kursbureau des Reichs-Postamts. Ausgegeben am 1. Juli 1914. Ritzau KG – Verl. Zeit u. Eisenbahn, Landsberg/Lech 1970 (Nachdruck der Ausgabe Berlin, Reichsdruckerei 1914).
  • Gerd Wolff: Deutsche Klein- und Privatbahnen. Schleswig Holstein 2 (westlicher Teil). Band 13. EK-Verlag, Freiburg im Breisgau 2012, ISBN 978-3-88255-672-8, S. 349–351.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lov om Anlæg af en kombineret Vej- og Jernbanebro over Alssund og en Havnebane i Sønderborg. LOV nr 72 af 29/03/1924. In: retsinformation.dk. Ministeriet for Offentlige Arbejder, 29. März 1924, abgerufen am 7. August 2014.
  2. Artikel "Gaswerk-Bahn" (dänisch)
  3. Museumsbahn Nordborg. ekleinbahn.dk, abgerufen am 29. August 2016 (dänisch).
  4. Video der ersten Fahrt