Svenstrup (Sønderborg Kommune)
| Svenstrup (deutsch Schwenstrup) | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Region: | Syddanmark | |||
| Kommune (seit 2007): |
Sønderborg | |||
| Sogn: | Svenstrup Sogn | |||
| Koordinaten: | 55° 2′ N, 9° 50′ O | |||
| Einwohner: (2021) |
615 | |||
| Postleitzahl: | 6430 Nordborg | |||
| Website: | svenstrup-als.dk | |||
Svenstrup (dt. Schwenstrup) ist ein Ort mit 615 Einwohnern in der süddänischen Sønderborg Kommune und zugleich größter Ort des Svenstrup Sogn auf der Insel Als (dt. Alsen). Svenstrup liegt ungefähr 7 km südöstlich von Nordborg und 19 km nördlich von Sønderborg.
Name
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der erstmals am 14. Februar 1431 als Swenstorppe erwähnte Ortsname besteht aus dem altdänischen Männernamen Swen und der Ortsnamen-Endung -trup; damit bedeutet er so viel wie „bäuerliche Siedlung des Swen“.[1]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Siedlung Svenstrup liegt im historischen Landschaftsraum Nordals (Als Nørre Herred) und war spätestens seit dem Spätmittelalter Teil eines dichten Netzes aus Dörfern, Gütern und kirchlichen Institutionen auf der Insel Als. Das Kirchspiel (Svenstrup Sogn) ist durch die mittelalterliche Kirche sowie mehrere frühneuzeitliche Höfe geprägt. Der Priesterhof ist als Ensemble des 18./19. Jahrhunderts erhalten.[2]
Frühe Neuzeit bis 1864
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Svenstrup und die zugehörigen Dörfer (u. a. Himmark, Torup, Stevning) gehörten wiederholt zu herzoglichen und königlichen Lehnskomplexen auf Als. Im 16. und 17. Jahrhundert kam es über Herzog Hans den Jüngeren sowie die Linien Nordborg und Plön mehrfach an und von der Krone. Diese Besitz- und Herrschaftsverhältnisse spiegeln die kleinteilige adlige und landesherrliche Struktur Nordals’ bis in die Neuzeit.
1864–1920: Unter preußisch-deutscher Herrschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 verlor Dänemark die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg an Preußen und Österreich. In der Folge gehörte Als – und damit Svenstrup – zum preußischen bzw. ab 1871 deutschen Staatsgebiet.[3][4] Kirchlich wurde Svenstrup 1864 der schleswigschen Generalsuperintendentur unterstellt, was die neue staatliche Zugehörigkeit spiegelt.
Seit 1920: Rückkehr zu Dänemark (Genforeningen)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach dem Ersten Weltkrieg führten die alliierten Bestimmungen zu Volksabstimmungen in Schleswig. In der nördlichen Zone (Nordslesvig, das heutige Sønderjylland) votierte am 10. Februar 1920 eine Mehrheit für Dänemark. Am 15. Juni 1920 übernahm Dänemark die Souveränität.[5]
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Svenstrup befindet sich die in gotischer Zeit gebaute Svenstrup Kirke.[6] Im Ort gibt es einen Wiedervereinigungsstein (dän. Genforeningssten), der an die Wiedervereinigung Nordschleswigs mit Dänemark 1920 erinnert. Er wurde 1930 errichtet.[7]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Vgl. Svenstrup auf Danmarks Stednavne online; in der Suchmaske Svenstrup eingeben und bis Svenstrup, Als Nørreh. heruntergehen.
- ↑ Svenstrup sogn | Trap 5. Abgerufen am 23. November 2025.
- ↑ Krigen 1864. In: Historiecenter Dybbøl Banke. Abgerufen am 23. November 2025.
- ↑ Kulturel erindring af 1864. 14. Oktober 2025, abgerufen am 23. November 2025 (dänisch).
- ↑ Genforeningen 1920. In: Kilderne. Abgerufen am 23. November 2025 (dänisch).
- ↑ Svenstrup Kirke på Als. Abgerufen am 6. November 2021.
- ↑ Svenstrup by, Svenstrup sogn, Sønderborg kommune. Abgerufen am 6. November 2021.
