Anastasius Ludwig Mencken

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Anastasius Ludwig Mencken

Anastasius Ludwig Mencken (* 2. August 1752 in Helmstedt; † 5. August 1801 wohl in Potsdam[1]; auch Menken) war königlich-preußischer Kabinettssekretär unter Friedrich dem Großen, Friedrich Wilhelm II. und Friedrich Wilhelm III. Als liberaler Verwaltungsreformer erwarb er sich große Verdienste um das preußische Staatswesen. Er war Großvater Ottos von Bismarck.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anastasius Ludwig Mencken wurde 1752 in Helmstedt geboren. Sein Vater, in dessen Fußstapfen Mencken trat, war Professor der Rechtswissenschaften und stammte aus einer jahrhundertealten Gelehrtenfamilie. Mencken studierte in Helmstedt und Leipzig Jura und ging 1775 nach Berlin. Dort arbeitete er als Hauslehrer einer wohlhabenden Familie. Danach wurde er in die Diplomatenschule der Pepinière aufgenommen.

1777 ging er als Legationssekretär nach Stockholm, bevor er 1782 zum Geheimen Kabinettssekretär Friedrichs des Großen aufstieg. Seine Aufgabe war es, den Willen des Königs richtig zu interpretieren und Kabinettsordres zu entwerfen. Das Talent Menckens auf diesem Gebiet brachte ihm das volle Vertrauen des Preußenkönigs ein.

Als Friedrich der Große starb und Friedrich Wilhelm II. König von Preußen wurde, verlor der liberale Mencken vorübergehend seinen Einfluss. Doch weil der König nicht auf das Verwaltungstalent von Anastasius Ludwig Mencken verzichten konnte, berief er ihn zurück an den Königshof und betraute ihn mit der Aufgabe, die Verwaltungsorganisation der neu entstandenen preußischen Provinzen Südpreußen und Neuostpreußen auszuarbeiten. Mencken nutzte die Chance und baute in sein Konzept moderne Verwaltungsmethoden nach französischem Vorbild ein. Dies sollte später dem Freiherr vom Stein und dem Fürsten von Hardenberg als Vorbild dienen. Zu dieser Zeit lebte Mencken auf seinem von David Gilly erbauten Gut Neu-Kladow bei Berlin.

In seinen letzten Lebensjahren diente er König Friedrich Wilhelm III. in seiner wiedererlangten alten, einflussreichen Position des Kabinettssekretärs. Anastasius Ludwig Mencken starb 1801 in Potsdam.

Gedenktafel an Luise Wilhelmine Mencken in Kladow

Die 1789 geborene Tochter Menckens, Luise Wilhelmine, war die Mutter von Otto von Bismarck.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die ADB und NDB gibt Potsdam als Ort an, lt. Preußenchronik ist der Ort unbekannt.