Anden-Lupine

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Anden-Lupine
Anden-Lupine (Lupinus mutabilis), Illustration

Anden-Lupine (Lupinus mutabilis), Illustration

Systematik
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Genisteae
Gattung: Lupinen (Lupinus)
Art: Anden-Lupine
Wissenschaftlicher Name
Lupinus mutabilis
Sweet

Die Anden-Lupine (Lupinus mutabilis) ist eine Pflanzenart in der Gattung Lupinen (Lupinus). Sie stammt ursprünglich aus dem Hochland der Anden und wurde wegen ihrer essbaren, bohnenähnlichen Samen angebaut. Dort ist sie auf Quechua als Tarwi oder Tawri (hispanisiert Tarhui bzw. Tauri) und auf Spanisch als Chocho oder Altramuz bekannt.

Andere kultivierte Lupinen-Arten sind Lupinus albus, Lupinus angustifolius und Lupinus luteus.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anden-Lupine ist eine aufrecht wachsende, einjährige Pflanze mit einem kräftigen, mehr oder weniger röhrigem, glattem oder verkahlendem Stängel. Sie verzweigt stark und erreicht oftmals Wuchshöhen von 1,0 bis 2,5 m. Sie bildet eine tiefgehende Pfahlwurzel mit vielen Seitenwurzeln aus, mit „Knöllchenbakterien“.

Der Blattstiel ist 4 bis 8 cm lang. Die handförmig geteilte Blattspreite besteht aus fünf bis neun Teilblättern (Finger). Die Teilblätter sind lanzettlich bis verkehrt-eilanzeittlich und an der Spitze abgerundet bis spitz, sowie auf beiden Seiten kahl oder spärlich behaart, sie sind bis etwa 6 cm lang und 1,2 cm breit. Die Nebenblätter werden abgeworfen.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blütenstandsstängel sind bis zu 10 cm lang, die Blütenstandsachse ist genauso lang bis doppelt so lang. Der traubige Blütenstand enthält viele Blüten. Es sind zwei Vor- und ein Deckblatt vorhanden. Die Blütenstiele sind 5 bis 14 mm lang, unbehaart oder fein mit anliegenden Trichomen besetzt. Die zwittrigen, zygomorphen und duftenden Blüten weisen eine Länge von 18 bis 20 mm auf. Der Kelch ist anliegend-seidig behaart; die oberen Kelchlippen sind etwa 8 mm, die unteren 7 mm lang. Die Kronblätter sind weiß oder blau; die Fahne ist gelegentlich in der Mitte der Rückseite mehr oder weniger gelb gefärbt. Die Kronblätter verändern von der Knospe bis zum Verblühen die Farbe von weiß, rosa, hellblau zu violett, purpur oder dunkelrot. Die Flügel sind sehr breit. Das Schiffchen ist bewimpert. Der Fruchtknoten ist oberständig mit drei bis fünf Samenanlagen. Es sind 10 Staubblätter vorhanden.

Die etwa 8–10 cm langen und 16 mm breiten Hülsenfrüchte sind netzartig geadert und spärlich leicht anliegend-behaart und enthalten drei bis neun Samen. Die weißen oder weiß-dunkelbraun gefleckten bis schwarzen, rundlichen bis ovalen und etwas abgeflachten Samen sind etwa 0,8 bis 1,3 cm groß.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 42 oder 48.[1][2]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie kommt in Ecuador, Peru, Bolivien und Kolumbien bis in eine Höhe von 4.000 Meter vor. Heute wird sie auch in Venezuela, Tanzania, Äthiopien und in Neu Guinea angebaut.

Anden-Lupine (Lupinus mutabilis)

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Pflanzenart wird in ihrem Verbreitungsgebiet viel kultiviert. Vor der Zubereitung müssen die Samen mehrere Tage unter fließendem Wasser gespült oder mehrfach gründlich gewässert werden. Das Wasser des ersten Wässerungsvorganges wird oftmals als Insektizid oder als Fischgift verwendet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • J. Francis Macbride: Flora of Peru. Band XIII, Teil III, Nummer 1, Botanical Series, Field Museum of Natural History, Chicago, USA, 1943, S. 492–493.
  • Vielfältige Informationen zur Art bei GEB-Datenbank - Justus-Liebig-Universität Gießen, abgerufen am 18. Oktober 2018.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Anden-Lupine (Lupinus mutabilis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lupinus mutabilis bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  2. PROSEA: Plant Resources of South-East Asia 11. Auxiliary Plants, LIPI Press, 1997, 2007, ISBN 979-799-093-1, S. 180.