Andreas Eckert

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Andreas Eckert (* 12. Februar 1964 in Bremen) ist ein deutscher Historiker und Afrikawissenschaftler.

Andreas Eckert legte 1982 das Abitur ab und studierte nach dem Zivildienst von 1985 bis 1990 Geschichte, Französisch, Journalistik an den Universitäten Hamburg, Yaoundé (Kamerun), Aix-en-Provence. 1990 folgte der Magister an der Universität Hamburg. 1995 promovierte er bei Leonhard Harding mit der Arbeit Grundbesitz, Landkonflikte und kolonialer Wandel. Douala 1880–1960 in Mittlerer und Neuerer Geschichte am Historischen Seminar in Hamburg. Von 1995 bis 1998 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Afrikawissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU). Eckert hatte Lehraufträge an den Universitäten Hamburg (Historisches Seminar), Bremen (Studiengang Geschichte) und Leipzig (Institut für Afrikanistik). Von 2000 bis 2002 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Afrikawissenschaften der HU Berlin. 2002 erfolgte die Habilitation an der HU Berlin. 2002 und 2006 war er Directeur d'Etudes an der Maison des Sciences de l'Homme.

Von 2002 bis 2007 lehrte Eckert als Professor für Neuere Geschichte mit Schwerpunkt Geschichte Afrikas an der Universität Hamburg. Von 2004 bis 2006 war Eckert Dekan des Fachbereichs Philosophie und Geschichte an der Universität Hamburg. 2007 war er visiting Professor an der Harvard University. Seit April 2007 lehrt Eckert als für die Geschichte Afrikas an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 15. Oktober 2008 ist er Geschäftsführender Direktor des Instituts für Asien- und Afrikawissenschaften. Eckert ist Fellow der Royal Historical Society. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte Afrikas im 19. und 20. Jahrhundert, insbesondere die Geschichte des Staates, Urbanisierung, Widerstand, Historiographie, die Geschichte der Arbeit, die Geschichte des Kolonialismus, die Geschichte der Globalisierung sowie die Geschichte der Geschichtswissenschaft. Seit 2012 ist er ordentliches Mitglied der Academia Europaea.[1]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herrschen und verwalten. Afrikanische Bürokraten, staatliche Ordnung und Politik in Tanzania, 1920–1970 (= Studien zur internationalen Geschichte. Bd. 16). Oldenbourg, München 2007, ISBN 978-3-486-57906-2 (Zugleich: Berlin, Humboldt-Universität, Habilitations-Schrift, 2002).
  • Kolonialismus. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 978-3-596-15351-0.
  • Grundbesitz, Landkonflikte und kolonialer Wandel. Douala 1880 bis 1960 (= Beiträge zur Kolonial- und Überseegeschichte. Bd. 70). Steiner, Stuttgart 1999, ISBN 3-515-06777-9 (Zugleich: Hamburg, Universität, Dissertation, 1995).
  • Die Duala und die Kolonialmächte. Eine Untersuchung zu Widerstand, Protest und Protonationalismus in Kamerun vor dem Zweiten Weltkrieg (= Hamburger Studien zur afrikanischen Geschichte. Bd. 2). Lit-Verlag, Münster 1991, ISBN 3-89473-095-1 (Zugleich: Hamburg, Universität, Magisterarbeit, 1990).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitgliedsseite bei der Academia Europaea