Andreas Exner

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Andreas Exner (* 1973 in Ternitz, Niederösterreich) ist ein österreichischer Ökologe, wertkritischer Publizist und Gewerkschafter in der Arbeiterkammer Kärnten.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Diplom-Studium der Ökologie an der Universität Wien schloss Exner 2000 mit einer Arbeit zur natürlichen Verbreitung der Rotbuche ab. Weitere fünf Jahre arbeitete Exner in der vegetationsökologische Forschung an der Universität Wien und ist seitdem im Umweltbüro Klagenfurt tätig.[1]

Der langjährige Öko-Aktivist trat 2000 bei Attac Österreich ein und engagierte sich in der Organisation der attac-Sommerakademien und dem antisemitismuskritischen Kongress Blinde Flecken der Globalisierungskritik.[2]

2005 verließ er Attac Österreich wieder (ohne vollständigen Bruch), da er zu wenig Resonanz für seine Kritik am sozialstaatlichen Wachstumsmodell fand. Mit weiteren ehemaligen attac-Mitgliedern gründete er 2008 das Social Innovation Network (SINet), ein wachstumskritisches Netzwerk, das dem kapitalismuskritischen Teil der wachstumskritischen Bewegung zugerechnet wird.[3] 2009 war Exner bei den Studentenprotesten in Wien aktiv.[4]

Exner ist seit 2003 Redakteur der wertkritischen Zeitschrift Streifzüge und seit 2005 Mitglied in der erweiterten Redaktion der Zeitschrift Krisis. In beiden Publikationen schreibt er schwerpunktmäßig zur Kritik der Arbeitsgesellschaft. Seit 2008 schreibt er außerdem bei SINet.

Seit 2009 vertritt Exner die Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen (Grüne/UG) in der Arbeiterkammer Kärnten.[5]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Potentielle natürliche Verbreitung der Rotbuche (Fagus sylvatica L.) in Waldgesellschaften und auf Standorten des Hebalm-Gebietes (nordöstliche Koralpe). Mit einem pflanzensoziologischen Überblick über die wichtigsten Vegetationstypen, Diplomarbeit, Wien, 2000.
  • Losarbeiten – Arbeitslos? Globalisierung und die Krise der Arbeitsgesellschaft (mit Judith Sauer und Pia Lichtblau), Münster: Unrast, 2005, ISBN 978-3-89771-443-4
  • Grundeinkommen. Soziale Sicherheit ohne Arbeit (hrsg. mit Werner Rätz und Birgit Zenker), Wien: Deuticke, 2007, ISBN 978-3-552-06065-4
  • Die Grenzen des Kapitalismus: Wie wir am Wachstum scheitern (mit Christian Lauk und Konstantin Kulterer), Wien: Ueberreuter, 2008, ISBN 978-3-8000-7366-5
  • Solidarische Ökonomie & Commons Intro (mit Brigitte Kratzwald), Wien: Mandelbaum Verlag, 2012, ISBN 978385476-607-0

Beiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Umweltbüro Klagenfurt, Mag. Andreas Exner
  2. Andreas Exner, Judith Sauer, Regina Erben-Hartig: Blinde Flecken der Globalisierungskritik (Reader)
  3. Matthias Schmelzer (2015): Spielarten der Wachstumskritik. Degrowth, Klimagerechtigkeit, Subsistenz – eine Einführung in die Begriffe und Ansätze der Postwachstumsbewegung. In: Le Monde diplomatique, Kolleg Postwachstumsgesellschaften. Atlas der Globalisierung. Weniger wird mehr. Berlin: Le Monde diplomatique/taz Verlags- und Vertriebs GmbH, S. 116–121.
  4. Andreas Exner: Social Innovation Network – Uniproteste
  5. Grüne/UG, Arbeiterkammer Kärnten, Blog von Andreas Exner