Andreas Lechner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Andreas Lechner, 1996

Andreas Lechner (* 6. Mai 1959 in München) ist ein deutscher Autor, Regisseur, Produzent, Komponist und Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Während seines Musikstudiums am Richard-Strauß-Konservatorium in München, wo er im Hauptfach Kontrabass studierte, gründete er die (Volks-)Musikkabarettgruppe „Guglhupfa“, für die er die Texte und die Musik schrieb. Er spielt mehrere Instrumente. Zwischen 1978 und 1990 trat er deutschlandweit auf, unter anderen mit Dieter Hildebrandt und Otto Grünmandl. Auch im deutschen Fernsehen trat die Gruppe mit ihren kritischen Liedern auf, obwohl sie vom damaligen Bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauss wegen eines ihrer Texte angezeigt wurden. 1990 lösten die „Guglhupfa“ sich auf.

Bei Josef Bierbichlers Film Triumph der Gerechten (1987) wirkte Lechner erstmals als Darsteller und Produktionsassistent mit. Parallel zu seinen Arbeiten fürs Theater war er in den folgenden Jahren in weiteren Filmen wie Herbert Achternbuschs Mix Wix (1989) und Thomas Kronthalers Film Die Scheinheiligen (2001) zu sehen. Seit 1984 bis heute wirkte er in TV- und Kino-Produktionen als Schauspieler mit.

Als Schauspieler und Musiker hatte er verschiedene Engagements an Theatern, u. a. zur Eröffnung des Münchner Volkstheaters mit dem Stück Glaube und Heimat von Karl Schönherr in der Regie von Ruth Drexel, wo er mit seiner Gruppe Guglhupfa für die Bühnenmusik und Texte zuständig war, am Bayerischen Staatsschauspiel wieder Musik und Texte für die österreichische Erstaufführung des Stückes Zwölfeläuten von K. H. Unger in der Regie von Rüdiger Hacker (Intendant Günther Beelitz), am Hamburger Schauspielhaus und Bühnenmusik und Darsteller der Bühnen-Adaption des Films Keine Jobs, keine Freiheit, Stillstand, München von Herbert Achternbusch in der Regie von Josef Bierbichler (Intendant Frank Baumbauer). Lechner arbeitete aber auch in der freien Szene und inszenierte dort eigene Stücke wie Berber – über Münchens Obdachlose in der Theaterhalle Feierwerk und Der Dichter Johann mit Otto Grünmandl im Münchner Theaterzelt „Das Schloss“.

Durch die Begegnung mit Hans Werner Henze erhielt er für die Münchener Biennale Kompositions- und Libretto-Aufträge (Der letzte Milkaner – Ein Bauernrequiem[1], Sünde.Fall.Beil – Königliche Oper in fünf Akten nach Alexander Dumas dem Älteren[2]). Sein Kammermusikstück Kroatischer Tanz wurde im Rahmen der Münchener Biennale bei den Klangspuren uraufgeführt.

Andreas Lechner produziert, entwickelt Filmstoffe und führt auch Regie, wie bei Hot Dogs – ein Jugendfilmprojekt im Münchner Stadtteil Hasenbergl (eingeladen in die Deutsche Reihe Filmfestspiele Cannes) und dem Kinofilm Schmetterlinge der Nacht (1999), den er im Eigenverleih deutschlandweit zeigte. 2006 gründete er die Berg Film Produktions GmbH. Er arbeitet an der Realisierung mehrerer Projekte u.a. „Strassbergers Gold“ und „Lina“. 2007 brachte er seinen Monolog Frieda – eine Münchner Lebens- und Sittengeschichte – in einem Hörbuchverlag heraus.

2009 war er Stipendiat der Villa Aurora in Pacific Palisades (Los Angeles). Seit dieser Zeit ist er wieder musikalisch aktiv und steht auf der Bühne mit Musikanten aus der neueren Volksmusikszene und begleitet z.B. Josef Bierbichler bei den Lesungen seines Romans Mittelreich. Andreas Lechner ist Gründungsmitglied der „Ersten Bayerischen Filmfoniker“ in München und spielte dort den Kontrabass. Seit 2014 lebt und arbeitet er an seinen Projekten in Berlin und am Tegernsee. 2015 gab es ein Guglhupfa Revival anlässlich von „40 Jahre Theater im Fraunhofer“ in München. Das Rottacher Label „Nasswetter Music Group“ brachte zu diesem Termin ein „digitales Album“ der beiden LP´s Tohuwabohu und Gegrüßet seiest Du München, die bei Trikont unter dem Titel Guglhupfa – Alles ist bunt erschienen sind. Ebenfalls 2015 war er Schauspieler am Berliner Ensemble unter der Intendanz von Claus Peymann bei der Uraufführung von Schlafe, mein Prinzchen – ein musikalischer Abend von Franz Wittenbrink.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der letzte Milkaner – Ein Bauernrequiem. In: archive.muenchener-biennale.de. Münchener Biennale, 1988, abgerufen am 12. Januar 2017.
  2. Sünde.Fall.Beil – Königliche Oper in fünf Akten. In: archive.muenchener-biennale.de. Münchener Biennale, 1992, abgerufen am 12. Januar 2017.