Andrei Igorewitsch Melnitschenko

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Andrei Melnitschenko (2012)

Andrei Igorewitsch Melnitschenko (russisch Андрей Игоревич Мельниченко; * 8. März 1972 in Gomel) ist ein russischer Milliardär und Unternehmer. Nach Angaben von Forbes vom März August 2016 beträgt sein persönliches Vermögen 11,1 Mrd. US-Dollar; nach der Bloomberg Billionaires nahm er mit einem Vermögen von 10,6 Mrd. US-Dollar auf der Liste der reichsten Russen den 8. Platz ein.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Melnitschenko wurde am 8. März 1972 in der Stadt Gomel geboren. Nach dem Sieg in der russischen Physikolympiade studierte er an der physiko-mathematischen Internatsschule der renommierten Lomonossow-Universität in Moskau. Er schloss ein Physikstudium ab. Sein Vater war ein angesehener Physiker und Wissenschaftler.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion war er unter anderem mit der Gründung einer Kette von Valuta-Wechselstuben unternehmerisch tätig. Zur Zeit der Hyperinflation lieh er sich Rubel zu hohen Zinsen, wechselte sie in Dollar und tauschte sie in Rubel zurück. Damit verdiente er sich nach eigenen Angaben sein erstes Startkapital in Höhe von 50.000 US-Dollar.

Im März 1993 gründete er zusammen mit dem Ingenieur Sergei Popow (* 1971) die MDM-Bank. Die MDM-Bank verwaltete die Konten von Roman Abramowitsch und anderen Geschäftsleuten, die damals gute Kontakte zur russischen Regierung hatten. Während der Rubelkrise 1998 erzielte die Bank große Gewinne durch Wechselkursgeschäfte. Melnitschenko galt auch als ein Finanzier der Jelzin-Familie. Nachdem im Jahre 2000 sein Versuch fehlschlug, das russische Ministerium für Atomenergie als Kunden zu gewinnen, kaufte er zusammen mit Popow Industriebeteiligungen auf. Dazu gehören heute chemische Werke, Kohlegruben, Stahlhütten und 6 % der russischen Stromerzeugung. 2006 trennten Melnitschenko und Popow ihre Unternehmensanteile. Die Beteiligung an der MDM-Bank ging an Sergei Popow.

Heute ist Melnitschenko Besitzer von Industriebeteiligungen, u. a. an EuroChem und an SUEK, dem größten russischen Kohleförderer. Darüber hielt er einige Zeit 15 % an der deutschen K+S.[2]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Melnitschenko, der russischer Staatsbürger ist und in Moskau lebt, ist seit 2005 mit der Belgraderin Aleksandra Melnitschenko (geb. Nikolić) verheiratet. Sie arbeitete unter anderem als Model und war Mitglied der jugoslawischen Popgruppe Models.

Andrei Melnitschenko bekam 2008 eine 119 Meter lange Mega-Yacht mit dem Namen A (bzw. Projekt „SF 99“) ausgeliefert. Der Schiffsname A steht für den Anfangsbuchstaben seiner Frau Aleksandra. Seit 2012 lässt Melnitschenko bei der Kieler German Naval Yards Holdings einen Dreimaster, ebenfalls mit dem Namen A (bzw. Projekt „White Pearl“), bauen, der mit fast 143 Metern Länge die größte Segelyacht der Welt ist und im Oktober 2016 fertiggestellt wurde. Derzeit werden Testfahrten mit der Segelyacht durchgeführt.

Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen, an denen Andrei Melnitschenko beteiligt ist, sind unter anderem:

  • SUEK (russisch СУЭК; deutsch Sibirische Kohle- und Energiegesellschaft) - "Wostsibugol" (russisch Востсибуголь, deutsch Ost-Sibirien-Kohle) und Kohlegesellschaften in der Region Transbaikalien und Krasnojarsk
  • Eurochem (russisch ЕвроХим): Düngerhersteller, Bergwerke in der Oblast Murmansk (Kowdorski GOK, russisch Ковдорский ГОК), Phosphorit (russisch Фосфорит), Newinnomysski Asot (russisch Невинномысский азот), Lifosa (Litauen)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Andrei Melnitschenko – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bloomberg Billionaires
  2. Heute 9,88% über EuroChem (Stand Januar 2013)