Andy Kassier

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Andy Kassier (2018)

Andy Kassier (* 1989 in Berlin) ist ein Konzeptkünstler und Fotograf, der in Berlin lebt und arbeitet.[1]

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er studierte von 2012 bis 2018[2] bei Mischa Kuball und Johannes Wohnseifer an der Kunsthochschule für Medien Köln.[3] In seiner künstlerischen Praxis, die sich aus Fotografie, Skulptur, Installation, Video und Performance zusammensetzt, beleuchtet er sarkastisch und ironisch grell[3] Konzepte von Erfolg, Reichtum und Selbstdarstellung im Internet und dort speziell auf den Social-Media-Seiten.[1] Gelernt hat er die Vermarktungstricks und -strategien als Assistent und Fotograf in der Werbebranche.[4] Bekannt wurde er durch seine andauernde Performance success is just a smile away, die er seit 2013 auf Instagram betreibt.[5]

Live zu sehen waren Kassier und die New Yorker Künstlerin Signe Pierce mit der Performance „on the internet, nobody knows you’re a performance artist“ 2018 im NRW-Forum Düsseldorf. Gemeinsam haben beide, dass sie die Grenze zwischen Kunst und Leben bewusst verwischen, wenn sie in den Sozialen Medien weibliche und männliche Stereotype und Rollenklischees durch Überzeichnung herausstellen und hinterfragen.[6][7] Zu hören war er neben Rafael Horzon, Anika Meier, Kristina Musholt und Kathrin Weßling zum Thema „Digitale Identität“ auf der re:publica 2018.[8]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015: Tropical Lab #9, Lasalle College of the Arts, Singapur[9]
  • 2016: The Science of Happiness, Pop;68, Köln[10]
  • 2016: {p:lux} licht teilen, Kunstmuseum Celle, Celle[11]
  • 2017: Now on View, Roehrs & Boetsch, Zürich[12]
  • 2017: From Selfie to Self-Expression, Saatchi Gallery, London[13]
  • 2018: On the internet, nobody knows you’re a performance artist, NRW-Forum, Duesseldorf Photo, Düsseldorf[7]
  • 2018: Sunny Side Up, Eigen + Art Lab, Instagram[14]

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Success is just a smile away.“

Andy Kassier als Kunstfigur: monopol-magazin.de[5]

„Früher konnte man die Leute zählen, die Selbstporträts machen, heute kann man die Leute zählen, die keine Selfies machen.“

Andy Kassier als Künstler: monopol-magazin.de[5]

“The resulting images are funny, but beyond the visual gags they comprise a deeper critique of the capitalist system which perpetuates this view of masculinity, and the way these roles play out through selfies online.”

„Die Fotos, die er macht, sind witzig, aber hinter den scheinbaren Gags steckt eine tiefe Kritik am kapitalistischen System, das das in den Bildern ausgedrückte männliche Rollenverständnis, wie es auch über online gestellte Selfies verbreitet wird, aufrecht erhält.“

Charlotte Jansen: anothermag.com, 2017[15]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Andy Kassier [Konzept]. In: roehrsboetsch.com. Abgerufen am 26. August 2018 (englisch).
  2. Andy Kassier [Vita]. In: roehrsboetsch.com. Abgerufen am 26. August 2018 (englisch).
  3. a b (sus): Reise in strahlende Luxuswelt. Konzeptkünstler Andy Kassier arbeitet mit großer Dosis Sarkasmus und Ironie. In: Cellesche Zeitung. 3. Dezember 2016, Kultur. CZ-Serie „Licht teilen mit …“, S. 48 (kunst.celle.de [PDF; 622 kB; abgerufen am 26. August 2018]).
  4. Ulrich Biermann: Post.Internet-Künstler Andy Kassier. „Materialismus macht einen nicht langfristig glücklich“. In: deutschlandfunk.de. 1. August 2018, abgerufen am 26. August 2018.
  5. a b c Anika Meier: Der Erfolg ist nur ein paar Follower entfernt. Künstler als Influencer. In: monopol-magazin.de. Res Publica Verlags GmbH, 2. März 2017, abgerufen am 26. August 2018.
  6. Oliver Erdmann: Neues Foto-Festival: Duesseldorf Photo. Tipps von dq – düsseldorf queer. In: duesseldorf-queer.de. 31. Januar 2018, abgerufen am 26. August 2018.
  7. a b Ausstellungen. On the Internet, Nobody Knows You’re a Performance Artist. In: nrw-forum.de. NRW-Forum Düsseldorf gGmbH, abgerufen am 26. August 2018.
  8. Andy Kassier. Sessions. In: re-publica.com. republica GmbH, abgerufen am 26. August 2018.
  9. Tropical Lab 9: Island. Artists. In: lasalle.edu.sg. LASALLE College of the Arts, abgerufen am 26. August 2018 (englisch).
  10. The Science of Hapiness / Andy Kassier (DE). 2.9.16 – 25.9.16. In: popup68.com. Nils Müller, 4. September 2016, abgerufen am 26. August 2018 (englisch).
  11. [p:lux] licht teilen (2016). Beteiligte KünstlerInnen. In: kunst.celle.de. Kunst-Stiftung Celle, Robert Simon Kunststiftung, abgerufen am 26. August 2018.
  12. Group Exhibition – Now on View. 25. 8. – 21. 10. 2017. In: roehrsboetsch.com. Roehrs & Boetsch Gallery, abgerufen am 26. August 2018 (englisch).
  13. Selfie to Self-Expression. Andy Kassier, Cologne, Germany. In: saatchigallery.com. Abgerufen am 26. August 2018 (englisch).
  14. Andy Kassier. Sunny Side Up. Only on Instagram. A digital exhibition, follow @eigenart_lab. In: eigen-art-lab.com. Marie Gerbaulet, 2018, abgerufen am 26. August 2018 (englisch).
  15. Charlotte Jansen: The Artist Using Instagram to Interrogate Masculinity. Art & Photography / Culture Talks. In: anothermag.com. Maisie Skidmore, 4. Mai 2017, abgerufen am 26. August 2018 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]