Angelika Mlinar

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Angelika Mlinar während des EU-Wahlkampfes 2014

Angelika Rosa Mlinar (* 29. Juni 1970 in Altendorf/Stara vas, Kärnten) ist eine österreichische Juristin, Unternehmerin, Politikerin, Europaabgeordnete und Angehörige der slowenischsprachigen Volksgruppe in Kärnten.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angelika Mlinar studierte von 1988 bis 1993 Rechtswissenschaften an der Universität Salzburg und absolvierte anschließend ihr Masterstudium an der American University in Washington. Zurück in Salzburg absolvierte sie ihr Doktoratsstudium und promovierte 1996 zu dem Thema "Frauenrechte als Menschenrechte".[1] Erste praktische Erfahrung mit politischer Arbeit sammelte sie als Assistentin von Friedhelm Frischenschlager im Europaparlament. Ihre Hauptarbeitsbereiche waren Menschenrechte und Justiz, sowie die europäische Zusammenarbeit beim Strafrecht.

Danach war Angelika Mlinar als Projektassistentin und später als Projektleiterin in vielfältigen rechtlichen Bereichen mit zahlreichen europäischen Institutionen und Delegationen tätig. Parallel dazu machte sie sich im Jahr 2005 mit einem eigenen Unternehmen (dem in Ljubljana ansässigen Keks-Hersteller Angelski keksi) selbstständig und arbeitete zudem als Programm-Managerin für das International Centre for Migration Policy Development (ICMPD) in Wien.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angelika Mlinar mit Matthias Strolz und Beate Meinl-Reisinger (2013)

Zur Nationalratswahl 2008 leitete sie den Wahlkampf des liberalen Kärntner Spitzenkandidaten Rudi Vouk. Im Jahr 2009 wurde sie zur Parteivorsitzenden („Bundessprecherin“) des Liberalen Forums gewählt. Ein Jahr später wurde sie als Spitzenkandidatin des LIF für die Wiener Landtags- und Gemeinderatswahl am 10. Oktober 2010 aufgestellt.[2] Des Weiteren war sie von Mai 2009 bis Juli 2010 Generalsekretärin des Rates des Kärntner Slowenen (‚Narodni svet koroških Slovencev‘).

Im Zuge der Nationalratswahl 2013, bei der das Liberale Forum ein Wahlbündnis mit der Partei NEOS – Das Neue Österreich eingegangen war, wurde sie zur Abgeordneten und stellvertretenden Klubobfrau des Parlamentsklubs NEOS-LIF gewählt.[3] Nachdem das LIF im Jänner 2014 mit den NEOS zu einer Partei unter dem Namen NEOS – Das Neue Österreich und Liberales Forum fusionierte und sich in der Folge als eigenständige Partei auflöste, wurde Mlinar stellvertretende Vorsitzende der neuen Partei, sowie Präsidentin der Parteiakademie NEOS Lab.

Am 15. Februar 2014 ging Angelika Mlinar als Spitzenkandidatin der NEOS für die Europawahl 2014 aus dem parteiinternen Vorwahlprozess hervor. Sie kandidierte damit auf Platz eins der Parteiliste für ein Mandat als Abgeordnete zum Europäischen Parlament,[4] welches sie auch gewinnen konnte.

Arbeit im Europäischen Parlament[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 1. Juli 2014 wechselte Angelika Mlinar vom Nationalrat als Mitglied des Europäischen Parlaments ins Europaparlament. Sie gehört der ALDE-Fraktion an und ist Mitglied im Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter, sowie im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie und in den Delegationen für die Beziehungen zu den Maschrik-Ländern und der Volksrepublik China. Außerdem ist sie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres und in der Delegation für die Beziehungen zur Schweiz und zu Norwegen.

Im Zuge ihrer Arbeit als Mitglied des Europäischen Parlaments spricht sich Angelika Mlinar für ein geschlosseneres und stärkeres Europa aus und setzt sich besonders für die Stärkung der Menschenrechte und der Rechte der Frauen ein.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Angelika Mlinar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Amnesty International: Bücher: Frauenrechte als Menschenrechte. Abstract im ai-Journal, Juni 1998. Abgerufen am 28. April 2016.
  2. Dr. Angelika Mlinar – Bundessprecherin auf der Website des Liberalen Forums. Abgerufen am 12. September 2010.
  3. NR: Erste Kärntner Slowenin seit 1999 zieht ein, krone.at, 1. Oktober 2013
  4. EU-Wahl: Angelika Mlinar zur Neos-Spitzenkandidatin. Artikel auf derStandard.at vom 15. Februar 2014.