Anita Mui

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Anita Mui-Statue – Avenue of Stars, Kowloon 2014

Anita Mui Yim-fong (chinesisch 梅艷芳 / 梅艳芳, Pinyin Méi Yànfāng, Jyutping Mui2 Jim6fong1, kantonesisch Mui Yim-fong; * 10. Oktober 1963 in Hongkong; † 30. Dezember 2003 ebenda) war eine chinesische Sängerin und Schauspielerin.[1][2]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stern von Anita Mui auf der Avenue of Stars in Hongkong

Mit ihrem Sieg 1982 beim New Talent Singing Contest (新秀歌唱比賽) vom Hongkonger privaten Fernsehsender TVB begann Anita Muis internationale Karriere zunächst als Sängerin.[1]

Auf Grund ihres enormen Erfolgs wird sie oft auch als „Madonna of Hong Kong“ bezeichnet. Ebenso wie Madonna änderte sie auch häufig ihr Aussehen und galt als das „Bad Girl“ des Cantopop.

Erfolgreich war Anita Mui allerdings auch als Schauspielerin. Von 1983 an spielte Anita Mui vornehmlich in Action- und Martial Arts-Rollen. Sie brillierte aber auch in Rouge von Stanley Kwan, einem tragischen Liebesfilm, der inzwischen als Klassiker gilt. Mit ihrem Filmpartner Leslie Cheung drehte sie auch noch einige andere Filme (z. B. Who’s the Woman, Who’s the Man von 1996). Sie nahmen auch viele erfolgreiche Songs zusammen auf. Die beiden waren eng befreundet. Sie sei für ihn, sagte er einmal, wie eine kleine Schwester. Außerdem war sie mit ihrem weltbekannten Filmpartner Chow Yun Fat in den 1980er Jahren auf den heimischen Leinwänden aktiv und erfolgreich.

Ihr internationaler Durchbruch als Schauspielerin, dem Anita Mui auch ihre Bekanntheit in Deutschland zu verdanken hat, gelang ihr an der Seite von Jackie Chan in Rumble in the Bronx (1994) und Drunken Master II (1993). Zhang Yimou widmete ihr seinen Film House of Flying Daggers (2004).[3][4]

Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anita Mui starb am 30. Dezember 2003 im Alter von 40 Jahren an den Folgen von Gebärmutterhalskrebs im Hong Kong Sanatorium Hospital. Ihre ältere Schwester Ann Mui, ebenfalls Sängerin des Cantopop, war im Jahre 2000 an der gleichen Krankheit gestorben.[3]

Film (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: Midnight Fly
  • 1995: Jet Lee is Hero (My Father is a Hero)
  • 1994: Rumble in the Bronx
  • 1994: Heroic Trio 2: The Executioners
  • 1993: Fight back to School 3
  • 1993: Heroic Trio
  • 1993: The Mad Monk
  • 1993: Drunken Master 2 (The Legend of Drunken Master)
  • 1991: Silver Fox (Saviour of the Soul)
  • 1990: The Fortune Code
  • 1990: Shanghai
  • 1989: City Wolf III: Hexenkessel Saigon (A Better Tomorrow III)
  • 1989: Miracles (The Canton Godfather)
  • 1988: Rouge
  • 1986: Inspector Chocolate
  • 1986: Scared Stiff
  • 1985: 100 Ways to Murder your Wife

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein 2001 entdeckter Asteroid – „Asteroid 55384 Muiyimfong“ – wurde nach ihr benannt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Anita Mui – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Anita Mui Yim-Fong - 梅艷芳. In: hkmdb.com. Abgerufen am 4. Oktober 2019 (chinesisch, englisch).
  2. Hong Kong Performing Artistes Guild (Memento vom 11. Mai 2008 im Internet Archive). In: hkpag.org, abgerufen 4. Oktober 2019. (chinesisch, englisch)
  3. a b Anita Mui. In: The Telegraph. 22. Januar 2004, abgerufen am 4. Oktober 2019 (englisch).
  4. Richard Corliss: Farewell to Hong Kong's Sour Beauty. In: Time. 4. Januar 2004, abgerufen am 4. Oktober 2019 (englisch).