Ann Blyth

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Ann Blyth, Gemälde von Nicolas Guerry

Ann Marie Blyth (* 16. August 1928 in Mount Kisco, New York) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Blyth erlangte vor allem durch Musikfilme und Komödien der 1940er-Jahre Bekanntheit, konnte aber auch in ernsten Rollen Erfolge verzeichnen. Für ihren Auftritt als Veda Pierce im Film noir Solange ein Herz schlägt erhielt sie 1946 eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ann Blyth wurde 1928 in Mount Kisco geboren. Nach der Trennung ihrer Eltern Harry und Nan Lynch Blyth zog sie mit ihrer Mutter und ihrer Schwester nach New York, wo Ann die St. Patrick's School in Manhattan besuchte.

Blyth trat bereits im Alter von fünf Jahren als Sängerin in Radioshows im Umkreis von New York auf. Sie entwickelte sich als Jugendliche zu einem hellen Sopran und erhielt die Chance, in Broadway-Shows aufzutreten. Ihr dortiges Debüt gab Blyth 1941 in der Rolle der Babette in Lillian Hellmans Watch on the Rhine, die sie bis 1942 verkörperte.

Mit 15 Jahren kam Blyth nach Hollywood und erhielt dort ab 1944 erste Rollen in Musicals und Komödien wie Chip Off the Old Block und Babes on Swing Street. Bekannt wurde sie 1945 als selbstsüchtige, psychopathische Tochter von Joan Crawford in Michael Curtizs Drama Solange ein Herz schlägt. Für diesen Auftritt erhielt Blyth eine Oscar-Nominierung als Beste Nebendarstellerin, ansonsten war sie aber überwiegend auf Rollen in Musicals und Komödien festgelegt. Obwohl Blyth anschließend in zahlreichen Hollywood-Filmen wie Der große Caruso, Alt Heidelberg oder Sturmfahrt nach Alaska Hauptrollen übernahm, gelang ihr nie der ganz große Durchbruch in die vorderste Riege der Hollywood-Stars. Ihr letzter Film war 1957 die Biografie The Helen Morgan Story, in der sie an der Seite von Paul Newman die titelgebende Helen Morgan spielte. In späteren Jahren war Blyth noch an regionalen Theatern und erschien ab und zu in Fernsehrollen auf dem Bildschirm. Ihren letzten Auftritt hatte sie 1985 in einer Folge der Krimiserie Mord ist ihr Hobby, ehe sie ihre Film- und Fernsehkarriere beendete. Sie blieb jedoch weiterhin als Bühnenschauspielerin aktiv.

1953 heiratete Blyth den elf Jahre älteren Arzt James McNulty, mit dem sie fünf Kinder hat. Die Ehe hielt bis zu McNultys Tod im Jahr 2007. Heute lebt sie in der Nähe von San Diego. Für ihre Verdienste als Schauspielerin besitzt Ann Blyth einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1944: Chip Off the Old Block
  • 1944: Babes on Swing Street
  • 1945: Solange ein Herz schlägt (Mildred Pierce)
  • 1947: Zelle R 17 (Brute Force)
  • 1948: Qualen der Liebe (A Woman’s Vengeance)
  • 1948: Mr. Peabody und die Meerjungfrau (Mr. Peabody and the Mermaid)
  • 1949: Die rote Schlucht (Red Canyon)
  • 1949: Top o’ the Morning
  • 1949: Liebe auch ohne Patent (Free For All)
  • 1950: Unser eigenes Ich (Our Very Own)
  • 1951: Katie Did It
  • 1951: Der große Caruso (The Great Caruso)
  • 1951: Schwester Maria Bonaventura (Thunder on the Hill)
  • 1951: Die große Leidenschaft (The House in the Square)
  • 1952: Korea (One Minute of Zero)
  • 1952: Sturmfahrt nach Alaska (The World in His Arms)
  • 1953: Die schwarze Perle (All the Brothers Were Valiant)
  • 1954: Rose Marie (Rose Marie)
  • 1954: Alt Heidelberg (The Student Prince)
  • 1955: Kismet
  • 1955: Des Königs Dieb (The King´s Thief)
  • 1956: Tödlicher Skandal (Slander)
  • 1957: Der Mann, der niemals lachte (The Buster Keaton Story)
  • 1957: Ein Leben im Rausch (The Helen Morgan Story)
  • 1964: Unglaubliche Geschichten (Fernsehserie, eine Folge)
  • 1979/1983: Quincy (Fernsehserie, zwei Folgen)
  • 1985: Mord ist ihr Hobby (Fernsehserie, eine Folge)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ann Blyth – Sammlung von Bildern