Annathal

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Annathal
Gemeinde Mauth
Koordinaten: 48° 52′ 20″ N, 13° 36′ 51″ O
Einwohner: 391 (1987)
Eingemeindung: 1. Januar 1946
Annathal (Bayern)
Annathal

Lage von Annathal in Bayern

Das Dorf Annathal (im lokalen Sprachgebrauch Howareit "Howareid" oder auch Haberreit) ist ein Ortsteil der Gemeinde Mauth im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau. Bis 1946 bildete es eine selbstständige Gemeinde.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Bayerischen Wald auf fast 800 m Höhe und ist von Wäldern umgeben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte des Dorfes geht auf ein bis ins Jahr 1724 nachgewiesenes Jägerhaus zurück. Der darin wohnende Mann soll es verstanden haben, guten Hafer („Howa“) zu züchten, so dass alle Bauern aus der Umgebung kamen um sich von ihm Samen zu holen. Der sprachgebrauchliche Ortsname Howareit leitet sich ab von „reuten“ für roden. Die umliegenden Bäume wurden dabei gerodet und verbrannt. Auf den daraus entstehenden Flächen wurde „Howa“ (Hafer) angebaut. Die aus der Brandrodung gewonnene Asche fand bei der Herstellung von Glas in einer nahen Glashütte Verwendung.

Die Gemeinde Annathal wurde im Jahr 1945 oder 1946 aufgelöst. Ihr Gebiet wurde auf die Gemeinden Mauth und Philippsreut aufgeteilt.[1] Während Annathal nach Mauth eingemeindet wurde, gelangten die ebenfalls zur Gemeinde Annathal gehörenden Ortschaften Mitterfirmiansreut und Hinterfirmiansreut zu Philippsreut.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während früher viele Einwohner in der Land- und Forstwirtschaft tätig waren, sind sie heute vielfach auch als Pendler in anderen Gewerbezweigen tätig. Im Dorf gibt es einen Laden und zwei Gasthäuser. Bis im Jahr 1966 gingen die Kinder in die örtliche einklassige Schule. Nach deren Auflösung besuchen sie die Volksschule am Nationalpark in Mauth. Busverbindungen bestehen zur 3 km entfernten Bundesstraße 12 und damit zur deutsch-tschechischen Grenze in Philippsreut und zur Kreisstadt Freyung. Der Ort zählt 400 Einwohner.

Kapelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Kapelle Heiligen Anna wird einmal in der Woche ein Gottesdienst gefeiert.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 595.