Mauth

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Mauth
Mauth
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mauth hervorgehoben
Koordinaten: 48° 53′ N, 13° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Freyung-Grafenau
Höhe: 821 m ü. NHN
Fläche: 28,89 km2
Einwohner: 2306 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94151
Vorwahl: 08557
Kfz-Kennzeichen: FRG, GRA, WOS
Gemeindeschlüssel: 09 2 72 134
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Giesekestr. 2
94151 Mauth
Webpräsenz: www.mauth.de
Bürgermeister: Ernst Kandlbinder (CSU)
Lage der Gemeinde Mauth im Landkreis Freyung-Grafenau
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Über dieses Bild
Ortsansicht von Süden

Mauth ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau und ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde in der Region Donau-Wald im Bayerischen Wald liegt unmittelbar am Rand des Nationalparks Bayerischer Wald. Der Ortsteil Finsterau, 1000 Meter hoch gelegen, zählt zu den abgelegensten Dörfern im Bayerischen Wald. Dort befindet sich auf 1130 Meter Höhe ein Grenzübergang nach Bučina in Tschechien für Fußgänger und Radfahrer. Busse des Nationalparks fahren bis zum Grenzübergang. Dieser kann auch mit dem Privatfahrzeug erreicht werden, jedoch ist die Zufahrt von 9 bis 18 Uhr untersagt.[2] Mauth selbst liegt zehn Kilometer nördlich von Freyung, 20 Kilometer nordöstlich von Grafenau und rund 44 Kilometer von Passau entfernt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt elf Ortsteile[3]:

Es gibt die Gemarkungen Annathal, Mauth und Finsterau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am oberen Goldenen Steig entstanden zwischen 1687 und 1724 die Ortschaften der Gemeinde. Mauth kam mit dem größten Teil des Hochstifts Passau 1803 an den Erzherzog Ferdinand von Toskana. Seit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 gehört der Ort zu Bayern.

Die Gemeinde Mauth wurde 1811 formiert mit den Siedlungen Finsterau, Heinrichsbrunn, Hohenröhren, Mauth, Waldmühl (Holzapfelmühl) und Zwölfhäuser. Das Gemeindeedikt von 1818 wies die Siedlungen Fürstenhütte (Neuhütte) und Vierhäuser dazu. 1825 traten als weitere Ortsteile Neuhäusler und Neuhüttenmühle auf. Spätestens 1841 waren Fürstenhütte und Neuhäusler zum Ortsteil Neuhütte verschmolzen. Aus den Siedlungen Finsterau und Heinrichsbrunn wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1900 die neue Gemeinde Finsterau abgetrennt.[4]

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Einstellung der Holznutzung im 1970 gegründeten Nationalpark Bayerischer Wald entwickelte sich die Gemeinde immer mehr zum Urlaubsort.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Wirkung vom 1. Januar 1946 wurden mit der Auflösung der Gemeinde Annathal die Ortsteile Annathal, Annathalmühle, Bärnbachruhe und Müllersreut (Raumreut) dem Gemeindegebiet angeschlossen.[4] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern kam die Gemeinde Finsterau am 1. Januar 1978 wieder zur Gemeinde Mauth.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 2446 Einwohner
  • 1970: 2552 Einwohner
  • 1987: 2478 Einwohner
  • 1991: 2658 Einwohner
  • 1995: 2671 Einwohner
  • 2000: 2597 Einwohner
  • 2005: 2529 Einwohner
  • 2010: 2371 Einwohner
  • 2015: 2306 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 16. März 2014 wie folgt zusammen:

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm (bis 1881)
  • Maurer (1881–1887)
  • Stemp (1887–1893)
  • Degenhart (1893–1900)
  • Ferdinand Preißler (1900–1921)
  • Heinrich Hackl (1921–1930)
  • Franz Geißinger (1930–1945)
  • Johann Krickl (1945–1948)
  • Josef Eder (1948–1952)
  • Karl Fuchs (1952–1961)
  • Johann Kilger (1961–1967)
  • Johann Geißinger (1967–1978)
  • Leopold Graf (1978–1993)
  • Werner Brandhofer (1993–2005)

Bürgermeister war seit 1. Juli 2005 Max Gibis (CSU), der bei der Kommunalwahl 2008 im ersten Wahlgang mit 61,54 % der gültigen Stimmen im Amt bestätigt wurde. Seit 1. Mai 2014 ist dies Ernst Kandlbinder (CSU).

Finanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde betrugen im Jahr 2012 etwa 270.000 €

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Über goldenem Dreiberg, darauf eine aus dem unteren Schildrand wachsende schwarze Hellebarde, gespalten; vorne dreimal geteilt von Silber und Blau, hinten Rot.

Die katholische Pfarrkirche St. Leopold in Mauth

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grünflächen und Naherholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im Produzierenden Gewerbe 128 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 111 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 789. Im verarbeitenden Gewerbe gab es sechs Betriebe, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 127 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 899 ha. Davon waren 893 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2007 gab es einen Kindergarten mit 50 Plätzen und eine Grundschule mit vier Lehrern und 100 Schülern.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Straße nach Buchwald: Ärger über verlängerte Sperrzeiten
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111213/115516&attr=OBJ&val=657
  4. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 595.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 627.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mauth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien