Avira Antivirus

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Avira Antivirus
Logo
Screenshot
Avira Antivirus Pro unter Windows 10
Basisdaten
Entwickler Avira Operations GmbH & Co. KG
Aktuelle Version v15.0.32.12 (Windows)
13. Oktober 2017[1]

v3.9.1.29 (macOS)
19. September 2017[2]

Betriebssystem Windows, macOS. Freeware: Android, iOS
Kategorie Antivirenprogramm
Lizenz EULA (proprietär)
deutschsprachig ja
avira.com/de

Avira Antivirus (bis 2011 Avira AntiVir) ist ein Antivirenprogramm des deutschen Software-Herstellers Avira.

Ein aufgespannter Regenschirm in verschiedenen Formen ist das traditionelle Zeichen der Firma sowie ihres Hauptproduktes Avira Antivirus und der Auerbach-Stiftung.

Marktpositionierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Anwender ist der Einsatz der Freeware-Version Avira Free Antivirus kostenlos, für einen erweiterten Funktionsumfang oder die Anforderungen im kommerziellen Umfeld stehen als kostenpflichtige Varianten für Privatkunden Avira Antivirus Pro und Avira Internet Security Suite zur Verfügung. Avira bietet Kunden einige weitere kostenlose Programme im Bereich Computersicherheit an, Geschäftskunden außerdem Funktionen zum Schutz von Personalcomputern sowie Datei-, Mail- und Proxy-Servern für die Betriebssysteme Windows und Linux. Die Unterstützung der Varianten für PDAs und Geräte mit Windows Mobile wurde Ende 2011 eingestellt.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ehemaliges Logo

1988 brachte das Unternehmen H+BEDV Datentechnik das Produkt AntiVir auf den Markt,[4] eines der ersten professionellen Antivirenprogramme überhaupt. Im Juni 2004 wurde in AntiVir ein Schutz gegen Internet-Dialer integriert, den zu dieser Zeit weltweit kein anderes Produkt enthielt. Aufgrund dessen verlieh das Land Baden-Württemberg dem Hersteller im Rahmen einer Mittelstandsinitiative die Auszeichnung „Innovation des Monats“.[5] Im selben Jahr erschien eine AntiVir-Portierung für Linux. Später wurden neben den Windows-Varianten, auch die unixoiden Betriebssysteme FreeBSD, OpenBSD und Solaris unterstützt.

Mit der Freigabe der Version 2012 benannte Avira seine Produktpalette um. Die zuvor genutzte Marke AntiVir wurde aufgegeben; aus Avira Antivir Personal, der kostenlosen Variante, wurde Avira Free Antivirus, aus Avira AntiVir Premium wurde Avira Antivirus Premium und Avira Premium Security Suite wurde zu Avira Internet Security.[6][7] Am 9. April 2013 wurde bekannt gegeben, dass Avira Free Antivirus nun Windows 8 unterstützt und Microsoft das Produkt entsprechend zertifiziert hat.[8]

Am 30. Juni 2013 wurde die Unterstützung für Linux eingestellt. Bestehende Versionen sollen jedoch laut Hersteller noch bis Juni 2016 gepflegt werden.[9]

Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Avira Antivirus wehrt Trojaner, Würmer und Backdoors ab, schützt vor Dialern und Rootkits. Infizierte Dateien können in den meisten Fällen repariert werden. Integriert ist unter anderem ein Virenscanner, der den Datenverkehr im System in Echtzeit scannt und im Notfall Alarm schlägt. Dabei kann das Programm auf eine Heuristik-Funktion zum Schutz vor bislang unbekannten Viren zurückgreifen. Bei Verdacht auf einen Fehlalarm oder bisher unerkannte Malware besteht die Möglichkeit, die betroffenen Dateien beim Hersteller für eine genaue Analyse hochzuladen.[10] Da der Nutzen eines Antivirenprogramms umso höher ist, je aktueller die verwendeten Virendefinitionen sind, stellt Avira mehrmals täglich in unregelmäßigen Abständen neue Virendefinitionsdateien zur Verfügung.

Ab Version 7.06 verfügt Avira Antivirus über einen Prozess-Schutz, dessen Ziel es ist, das Beenden des Virenscanners durch ein anderes Programm zu verhindern.[11] Mit Version 8.1 wurde das Programm optisch überarbeitet und modularisiert.[12] Die im März 2009 erschienene Version 9 brachte eine Unterstützung für Dualcore-Prozessoren und in der Freeware-Variante einen Spyware-Schutz sowie die Unterstützung für leistungsschwächere Netbooks.[13][14]

Version 10 der Software erschien am 23. März 2010 und enthält die Mustererkennung ProActiv, die unbekannte Malware anhand bestimmter Aktionsmuster erkennen soll.[15][16] Darüber hinaus wurde die Benutzeroberfläche überarbeitet und die generische Reparatur verbessert. Damit sollen nun infizierte Dateien und die Windows-Registrierungsdatenbank besser von Malware gesäubert werden können. Am 4. Oktober 2011 erschien die Version 2012 von Avira Antivirus. Sie soll ressourcenschonender sein und Viren effektiver entfernen.[17] Zudem wurde die Oberfläche stark überarbeitet.[18]

Seit 25. Juli 2016 wird auch bei den Pro Versionen per Update im Systemtray der bisher nur bei Avira Free obligate Avira Launcher installiert, der für andere Produkte von Avira wirbt.[19]

Kostenlose Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antivirus prüft in der kostenfreien Variante den E-Mail-Verkehr nicht direkt beim Versand oder Empfang. Der Virenscanner wird aber bei jedem Dateizugriff des E-Mail-Programms aktiv. Die ab Version 10 vorhandene Mustererkennung ist in der kostenlosen Fassung ebenso nicht enthalten. Seit dem 1. Oktober 2013 zeigt das Programm keine tägliche Werbeeinblendung mehr an,[20] sondern weist regelmäßig auf die verfügbaren Premiumversionen des Programms hin.

Kostenlose Varianten für Mobilgeräte mit dem Betriebssystem Android gibt es unter dem Namen Avira Antivirus Security[21] und für iOS unter dem Namen Avira Mobile Security[22].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Changelog für Windows. In: avira.com. Abgerufen am 18. Oktober 2017.
  2. Changelog für macOS. In: avira.com. Abgerufen am 2. Oktober 2017.
  3. Avira AntiVir Mobile, Avira Operations GmbH & Co. KG, abgerufen am 18. Juni 2014
  4. Stifter, Auerbach-Stiftung, 11. April 2013.
  5. „Innovation des Monats“ geht an H+BEDV, Avira Operations GmbH & Co. KG, 30. Juli 2004
  6. Release-Informationen für Avira Antivir (PDF; 224 kB), Avira Operations GmbH & Co. KG, 1. Oktober 2011
  7. Avira Antiviren-Software in der Version 2012: Intuitiv, clever und leistungsstark, Avira Operations GmbH & Co. KG, 4. Oktober 2011
  8. Avira Antivirus unterstützt Windows 8, Heise online, 9. April 2013 (abgerufen am 11. April 2013)
  9. Avira verabschiedet sich von Linux, Heise online, 27. Juni 2013, (abgerufen am 27. Juni 2013)
  10. Verdächtige Dateien und sonstige Uploads, Avira Operations GmbH & Co. KG, 14. September 2011
  11. Releaseinformationen Q3-2007 (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive) – Beitrag im Avira-Forum, am 5. September 2007, abgerufen am 18. Juni 2014
  12. Avira aktualisiert AntiVir auf Version 8 – Meldung auf Heise online, am 14. April 2008, abgerufen am 18. Juni 2014
  13. Optimized Scan in Avira AntiVir 9 (englisch) – Artikel beim Avira-TechBlog vom 13. Februar 2009
  14. AntiVir 2009: Die neunte Generation ist da – Artikel bei Chip online, 25. Februar 2009
  15. Avira AntiVir 10 veröffentlicht – Artikel bei Heise online, vom 23. März 2010
  16. Maximierte Sicherheit: Avira AntiVir Version 10 – Pressemitteilung bei Avira vom 23. März 2010
  17. Avira Internet Security, netzsieger.de
  18. Avira Antiviren-Software in der Version 2012: Intuitiv, clever und leistungsstark, Avira Operations GmbH & Co. KG, 4. Oktober 2011
  19. Avira Answers: Warum ist Avira Launcher für den Schutz meines PCs erforderlich?, 4. August 2016
  20. Avira verzichtet auf nervige Werbefenster – Artikel bei Heise online, vom 29. September 2013
  21. Installationsseite für Android bei Google Play, abgerufen am 10. Juli 2017.
  22. Vorschauseite für iOS im App Store (iOS), abgerufen am 10. Juli 2017.