Anton Diffring

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Anton Diffring (* 20. Oktober 1916 in Koblenz; † 19. Mai 1989 in Châteauneuf-Grasse, Frankreich) war ein deutscher Schauspieler österreichisch-belgischer Herkunft im Theater, Film und Fernsehen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diffring studierte Schauspiel in Wien und Berlin. Er hoffte auf eine Karriere in Hollywood, wurde jedoch auf dem Weg dorthin im September 1939 beim Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in Kanada als feindlicher Ausländer interniert. So gab er im dortigen Lagertheater seine ersten Bühnenauftritte und erhielt wenig später ungenannt seine ersten kleinen Filmrollen.

Nach Kriegsende debütierte er am Royal Alexandra Theater in Toronto als Clarence in Richard III. Am Barbizon Plaza Theatre in New York spielte er neben Albert Bassermann und Grete Mosheim. Ein Umzug nach Hollywood brachte keinen beruflichen Erfolg. Ab 1949 spielte er in britischen Filmen mit, 1951 ließ er sich in London nieder.

Diffring fand schnell Beschäftigung in Kriegsfilmen und wurde einer der deutschen Schauspieler, die auch in internationalen Produktionen erfolgreich waren, wobei er meist in wichtigen Nebenrollen, oftmals als Wehrmachtsoffizier oder bedrohliche Figur zu sehen war.[1]

1973 wählte er München als Wohnsitz und wirkte jetzt auch in deutschen Produktionen mit, oft wiederum als Bösewicht. Im Fernsehen war Diffring in Serien zu sehen, so in Le Mutant (Frankreich, 1978) oder Flambards (Großbritannien, 1979). Er übernahm auch Gastrollen in Der Kommissar, Graf Yoster gibt sich die Ehre, Derrick und Der Alte. Seine letzte Rolle als verehrter Ballettmeister in Anna – Der Film war in Anbetracht seines sonstigen Repertoires eher ungewöhnlich.

Diffring starb 1989 an Krebs und wurde auf dem St. Andrew Churchyard im englischen White Colne/Essex begraben.

Er war der Bruder der Künstlerin Jacqueline Diffring (1920–2020).

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nachruf In: Los Angeles Times