Apparat (Musiker)

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Apparat (2009)

Apparat (eigentlich: Sascha Ring; * 27. Juni 1978 in Quedlinburg[1]) ist ein deutscher Techno- und Electronica-Musiker.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sascha Ring begann früh sich für Techno zu interessieren. Bereits mit 16 legte er als DJ bei kleineren Undergroundparties in seiner Heimat in Sachsen Anhalt auf. Nach seinem Umzug nach Berlin im Jahr 1998 fing er an selbst Musik zu produzieren und sich, nach eigener Aussage, mehr für Sounds als Beats zu interessieren. Seine Musik konnte damals dem Electro, Clicks & Cuts oder IDM zugeordnet werden und wurde dann zunehmend mit klassischen Instrumenten angereichert. Seine erste LP "Multifunktionsebene" (2001) war noch ausschließlich elektronisch produziert und schon auf Duplex (2003) fing er an elektronische Sounds mit klassischen Instrumenten zu kombinieren.

Ring arbeitete 2003 sowie 2006 mit Ellen Allien auf zwei Alben zusammen und trat unter anderem im Jahr 2004 bei John Peel auf. Die Aufnahmen wurden 2005 als Silizium EP veröffentlicht.

1999 wurde er Miteigentümer des Musiklabels Shitkatapult.[2] Später beendete er jedoch die aktive Mitarbeit bei diesem Label, da er sich mehr auf sein musikalisches Schaffen konzentrieren wollte.[3]

Zusammen mit Modeselektor bildet er die Musikgruppe Moderat, die 2009 ihr erstes Album veröffentlichten.

2011 unterzeichnete er einen Vertrag beim britischen Label Mute Artists. Sein im gleichen Jahr veröffentlichtes Album The Devil's Walk stieg auf Platz 54 der deutschen Album Charts ein. 2013 erschien mit Krieg Und Frieden ein Soundtrack zu Sebastian Hartmanns gleichnamiger Theaterinszenierung des Tolstoi-Romans für die Ruhrfestspiele in Recklinghausen 2012.

Ring ist außerdem mehrfach prämierter Filmmusik Komponist und seine Songs wurden für zahlreiche Filme und Serien lizenziert. Goodbye, in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Soap&Skin entstanden, lieferte die Titelmusik zu der am 1. Dezember 2017 erschienenen Netflix-Serie Dark.[4][5]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[6]
The Devil's Walk
  DE 54 10.10.2011 (1 Wo.)

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Singles und EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: Algorythm
  • 2002: Tttrial and Eror (EP)
  • 2003: Koax
  • 2004: Can't Computerize It
  • 2004: Duplex (Remixes)
  • 2005: Shapemodes (EP)
  • 2005: Silizium (EP)
  • 2006: Berlin, Montreal, Tel Aviv (Live-Hits)
  • 2007: Holdon
  • 2008: Arcadia Rmxs
  • 2010: Sayulita (DJ-Kicks) (!K7)

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2008: Things To Be Frickled
  • 2010: Apparat DJ-Kicks

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Apparat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frickler rocks bei taz.de, abgerufen am 6. Februar 2013
  2. Apparat, Shitkatapult bei shitkatapult.com, abgerufen am 15. Januar 2010.
  3. Shitkatapult Label Info bei shitkatapult.com, abgerufen am 15. Januar 2010.
  4. Mystery: Neue Netflix-Serie "Dark": Jede Idylle ist trügerisch. In: www.kleinezeitung.at. (kleinezeitung.at [abgerufen am 14. Dezember 2017]).
  5. „Dark“ auf Netflix: Der Soundtrack zur Serie - Liste der Songtitel & Bands. In: KINO. (kino.de [abgerufen am 14. Dezember 2017]).
  6. Chartquellen: DE