Armin Wagner

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Armin Wagner (* 1968 in West-Berlin) ist ein deutscher Offizier (Oberst) und Historiker. Seit 2017 ist er Direktor des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wagner trat 1987 in die Bundeswehr ein und wurde zum Offizier des Heeres ausgebildet. Von 1990 bis 1994 studierte er Geschichtswissenschaft und Pädagogik an der Universität der Bundeswehr Hamburg (M.A. 1994). Seine Magisterarbeit wurde durch Klaus-Jürgen Müller betreut.[1] Danach wurde er kurzzeitig in der Truppe als Zugführer und Kompaniechef verwendet.

Von 1994 bis 2003 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Militärgeschichtlichen Forschungsamt (MGFA) in Potsdam. 2001 wurde er bei Christoph Kleßmann[2] an der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam mit der Dissertation Der Nationale Verteidigungsrat und seine Vorgängerinstitution als Eckpfeiler der DDR-Sicherheitsarchitektur 1953/54 bis 1971. Untersuchungen zur Sicherheits- und Militärpolitik der SED in der Ära Ulbricht zum Dr. phil. promoviert.

Von 2003 bis 2006 war er Dozent für Militärgeschichte an der Offizierschule des Heeres in Dresden. Von 2006 bis 2009 wurde er als Oberstleutnant i. G. in der Dienststelle Militärischer Anteil („Military Fellow“) am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg verwendet.[3] Von 2009 bis 2015 war er Referent im Bundespräsidialamt, im Bundesrat und im Bundesministerium der Verteidigung (Abteilung Politik). Unter anderem war er auch im Hauptquartier der United Nations Mission in Sudan tätig.

2017 wurde er als Nachfolger von Oberst Matthias Rogg Direktor des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden.[4]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Bild Sowjetrusslands in den Memoiren deutscher Diplomaten der Weimarer Republik (= Studien zur Weimarer Geschichte. Bd. 2). Lit, Münster u. a. 1995, ISBN 3-8258-2379-2.
  • Walter Ulbricht und die geheime Sicherheitspolitik der SED. Der Nationale Verteidigungsrat der DDR und seine Vorgeschichte (1953 bis 1971) (= Militärgeschichte der DDR. Bd. 4). Hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt, Links, Berlin 2002, ISBN 3-86153-280-8.
  • mit Matthias Uhl (Hrsg.): Ulbricht, Chruschtschow und die Mauer. Eine Dokumentation (= Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. Bd. 86). Oldenbourg, München 2003, ISBN 3-486-64586-2.
  • mit Dieter Krüger (Hrsg.): Konspiration als Beruf. Deutsche Geheimdienstchefs im Kalten Krieg. Links, Berlin 2003, ISBN 3-86153-287-5.
  • mit Hans Ehlert (Hrsg.): Genosse General!. Die Militärelite der DDR in biografischen Skizzen (= Militärgeschichte der DDR. Bd. 7). Im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, Links, Berlin 2003, ISBN 3-86153-312-X.
  • mit Matthias Uhl: BND contra Sowjetarmee. Westdeutsche Militärspionage in der DDR (= Militärgeschichte der DDR. Bd. 14). Hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt, Links, Berlin 2007, ISBN 3-86153-461-4 (3. Auflage 2010; auch erschienen in der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung 2007).
  • mit Hans J. Gießmann (Hrsg.): Armee im Einsatz. Grundlagen, Strategien und Ergebnisse einer Beteiligung der Bundeswehr (= Demokratie, Sicherheit, Frieden. Bd. 191). Nomos, Baden-Baden 2009, ISBN 978-3-8329-4252-6.
  • mit Helmut Müller-Enbergs (Hrsg.): Spione und Nachrichtenhändler. Geheimdienst-Karrieren in Deutschland 1939–1989. Ch. Links Verlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-86153-872-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Armin Wagner: Das Bild Sowjetrusslands in den Memoiren deutscher Diplomaten der Weimarer Republik. Münster 1995, S. 165.
  2. Armin Wagner: Danksagung. In: Walter Ulbricht und die geheime Sicherheitspolitik der SED. Der Nationale Verteidigungsrat der DDR und seine Vorgeschichte (1953 bis 1971). Berlin 2002, S. XI f.
  3. Susanne Bund (Red.): 40 Jahre Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg, 1971–2011. Forschung, Beratung, Lehre. IFSH, Hamburg 2011, S. 17.
  4. SZ: Führungswechsel im Bundeswehrmuseum (Memento des Originals vom 18. März 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sz-online.de. In: Sächsische Zeitung, 16. März 2017, S. 9.