Astrid Frohloff

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Astrid Frohloff, 2017
Astrid Frohloff 2013

Astrid Frohloff (* 21. August 1962 in Wittingen) ist eine deutsche Journalistin und Fernsehmoderatorin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Astrid Frohloff machte 1981 am Gymnasium Hankensbüttel Abitur. Es folgte ein Studium der Politik- und Literaturwissenschaften sowie der Soziologie an der Universität Hannover. Anschließend studierte sie Journalistik am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung der Hochschule für Musik und Theater Hannover sowie an der University of Texas at Austin. Ihre Diplomarbeit von 1990 trägt den Titel „Wessis“ schreiben für „Ossis“: Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den redaktionellen Konzepten von SUPERillu und EXTRA MAGAZIN.

Von 1990 bis 1992 arbeitete Frohloff als Moderatorin und Redakteurin bei RTL Nord, bevor sie zum NDR wechselte. Dort moderierte sie das Magazin DAS! und produzierte zahlreiche Filmbeiträge und Reportagen. 1994 wechselte sie als Fernsehkorrespondentin nach Jerusalem. Dort baute sie für SAT.1 ein Fernsehstudio auf und berichtete aus Israel, den besetzten palästinensischen Gebieten und dem Gazastreifen. In diese Zeit fielen zahlreiche Terroranschläge und die Ermordung Itzhak Rabins. Für Spiegel TV, den NDR und SAT.1 drehte sie TV-Reportagen im Irak, im Libanon, in Jordanien und Ägypten.

Im Januar 1999 übernahm sie die Chefmoderation der Sendung 18.30 – Sat.1 Nachrichten, die sie im August 2004 mit der Umbenennung in Sat.1 News an Thomas Kausch abgab.

Von März 2007 bis März 2008 moderierte Frohloff beim Fernsehsender N24 die Sendung N24 Wissen.[1] Zudem leitete sie als Nachfolgerin von Michael Naumann von September 2007 bis Juni 2010 die zweiwöchentliche rbb-Talksendung Im Palais. Zu Gast bei Astrid Frohloff.[2] Seit 2009 führt die TV-Journalistin durch das rbb-Politikmagazin Klartext und präsentiert das ARD-Magazin Kontraste.[3]

Von Dezember 2003 bis September 2015 war Frohloff geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Organisation Reporter ohne Grenzen.[4] Nach eigenem Bekunden war sie dem Verein beigetreten, nachdem sie im Nahen Osten erlebt hatte, wie Journalisten in autoritären Staaten bei ihrer Arbeit behindert werden – zwei Kollegen waren während ihrer Einsätze als Berichterstatter im Irak-Krieg sogar getötet worden.[5] 2009 wurde Reporter ohne Grenzen von Bundespräsident Horst Köhler mit dem Roland Berger Award ausgezeichnet.[6]

2001 war Frohloff in der Sparte „Beste Moderation Information“ für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Astrid Frohloff ist mit Jürgen Hogrefe verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Berlin.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Astrid Frohloff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. N24 News & Stories – Wissen (Memento vom 14. November 2006 im Internet Archive)
  2. Astrid Frohloff moderiert „Im Palais“, Berlin-Magazin.info, abgerufen am 3. Mai 2011
  3. Astrid Frohloff beim politischen Magazin "Kontraste" (ARD)
  4. Reporter ohne Grenzen e.V.: Abschied von Astrid Frohloff. (reporter-ohne-grenzen.de [abgerufen am 26. Dezember 2017]).
  5. Vorstandsportrait, Reporter ohne Grenzen, abgerufen am 3. Mai 2011
  6. Reporter Ohne Grenzen ausgezeichnet: Astrid Frohloff im Interview (Memento des Originals vom 11. Dezember 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.europolitan.de Europolitan, 22. April 2009, abefrufen am 9. Dezember 2013