Spiegel TV

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SPIEGEL TV GmbH
Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 1990
Sitz Hamburg
Branche Medien
Website www.spiegel.de/sptv

Die Spiegel TV GmbH (Eigenschreibweise: SPIEGEL TV) ist eine Fernsehproduktionsfirma des Nachrichtenmagazins Der Spiegel. Sie erstellt thematisch orientierte Fernsehbeiträge für zahlreiche private Fernsehsender und betreibt zwei eigene Sender sowie ein Videoportal im Internet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1988 produzierte die Wochenzeitschrift Der Spiegel in Kooperation mit der Firma dctp mit Spiegel TV Magazin ein eigenes Fernsehmagazin. Bekannt wurde Spiegel TV vor allem durch die umfangreiche Berichterstattung in der DDR-Wendezeit und über den Prozess der Deutschen Einheit. Der Erfolg führte 1990 zur Gründung der Spiegel TV GmbH. Gründer von Spiegel TV waren der Journalist Stefan Aust, Stephan Burgdorff, Thomas Schäfer und Ute Zilberkweit. 2001 gründete Spiegel TV den inzwischen eingestellten eigenen Fernsehsender XXP. Seit 2005 existiert der Pay-TV-Dokumentationskanal Spiegel TV digital.

Spiegel TV produziert verschiedene TV-Formate, die in Erstsendung auf RTL, Sat.1 und VOX gezeigt werden. Rund 200 Mitarbeiter produzieren dabei etwa 1000 Fernsehminuten pro Woche.[1] Der Jahresumsatz betrug 2005 47,5 Millionen Euro.[2]

Die für das ZDF produzierte dreiteilige Dokumentation Fall Deutschland über die Wirtschaftsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland wurde 2005 mit dem Deutschen Fernsehpreis als beste Informationssendung des Jahres sowie mit dem Deutschen Wirtschaftsfilmpreis ausgezeichnet.

Darüber hinaus produziert die 1995 gegründete a + i art and information GmbH & Co. KG als 100-prozentiges Tochterunternehmen Formate und Sendungen, die nicht direkt mit der Marke Spiegel verbunden sind. Dazu gehörte unter anderem die Talkshow Johannes B. Kerner.[3]

Weiterhin produzierte die Spiegel TV Infotainment GmbH von 2008 bis 2012 sowohl die Talk- als auch die Kochshow von Kerners Nachfolger Markus Lanz.

Chefredakteur von Spiegel TV ist Steffen Haug, der 1995 als Volontär zu Spiegel TV kam.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis Anfang 2011 verwendete Spiegel TV Mobile Unit (1980) von George Fenton und Ken Freeman als Titelmelodie. Die Abspannmelodie der Spiegel-TV-Reportagen ist ein Ausschnitt aus der Ouvertüre der Oper Rienzi von Richard Wagner.

Fernsehsender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo des Senders Spiegel Geschichte

Spiegel TV Digital war ein Dokumentationssender, der am 4. Oktober 2011 durch Spiegel TV Wissen ersetzt wurde. Spiegel TV Wissen, ist der zweite Kanal der Spiegel Geschichte GmbH. Spiegel Geschichte ersetzt auf der Sky-Plattform seit dem 4. Juli 2009 Discovery Geschichte.

Internetangebot spiegel.tv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2011 startete Spiegel TV das eigene Web-TV-Angebot Spiegel.TV, in dem Eigenproduktionen, aber auch solche von Partnern wie BBC und Vice in Themenzusammenhängen und Kanälen zu sehen sind.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Spiegel-Gruppe: Spiegel TV GmbH (19. August 2006)
  2. Spiegel-Gruppe: Geschäftszahlen der SPIEGEL TV GmbH und a + i GmbH (19. August 2006)
  3. Spiegel-Gruppe: a + i art and information (15. August 2006)